Kann mein Vermieter bestimmen ob ich mein Internet und Telefon per Kabel oder DSL erhalte?

5 Antworten

Wenn es sich um bauliche Veränderungen handelt, muss der Vermieter in jedem Fall seine Zustimmung geben, ohne geht es nicht und ohne wird auch kein Techniker tätig werden. Ob er hier verpflichtet ist, diese zu geben, ist zumindest fraglich, denn der Vermieter muss zwar dulden, dass der Mieter sich einen Internetanschluss legen lässt, die Möglichkeit per DSL ist aber bereits vorhanden, und somit ist diese Verpflichtung erfüllt. Eine weitere Pflicht zu Zustimmung sehe ich nicht, wenn Ihr unbedingt über Kabel ins Internet wollt, hättet Ihr das vor Vertragsschluss explizit vereinbaren müssen...

Bestimmen kann dein Vermieter das natürlich nicht.

Hier aber geht es um Kosten die vermutlich eher tragen muss, da wäre nun die Frage ob er verpflichtet wäre diese zu übernehmen. Oder übernimmt der Kabelanbieter diese?

Verpflichtet ist er zumindest dass sowohl ein Fernsehanschluss als auch Internet und Telefon möglich sind.

Das Recht des Mieters auf Informationsfreiheit ist grundrechtlich geschützt Sind im Haus keine entsprechenden Kabel verlegt, hat der Mieter einen Rechtsanspruch darauf, die für den Telefonanschluss notwendigen Leitungen und sonstigen technischen Einrichtung selbst anzubringen. Sofern hierdurch nur ein minimaler Eingriff in die Bausubstanz notwendig ist, erübrigt sich die Zustimmung des Vermieters. Der Vermieter kann die Erteilung seiner Zustimmung aber auch nicht verweigern. Dies gilt selbst dann, wenn im Mietvertrag etwas anders vereinbart ist. (LG Hamburg ZMR 65,188).

Nun ist bei dir ja anscheinend sowohl Fernsehen über Kabel als auch ein Telefon Anschluss vorhanden. DSL über diesen wäre auch möglich.

Auf der einen Seite kann der Vermieter nicht einfach sagen, dass Du das Angebot nicht nutzen darfst, aber da diese erdungsschiene ja wieder durchgeführt werden muss kann er denke ich schon sagen, dass er das nicht machen möchte. Somit muesstet ihr doch wieder auf DSL umsteigen.

Jeder Anbieter bietet ein Verfahren oder Information über die Verfügbarkeit seinen Netz.

Der Vermieter sollte sein Angebot so preisen dass er informiert welchem Netzinstallation vorhanden ist.

Dann ist es ihre Wahl zu entscheiden ob Ihr dort wohnen wollt oder nicht.

Der Vermieter muss nicht die Arbeiten bezahlen damit ihr ein Angebot annimmt. Und sicher nicht diesen Bauarbeit über alle Vermieter umverteilen. Ideal wär dass alle Mieter diesen Angebot annehmen. Aber es ist nicht der Fall.

Also entweder oder. Er zwingt Niemand zu Etwas. Auch nicht dort zu wohnen, nej?

Leider auch falsch. Als Mieter kann ich einen Anschluss beauftragen und der Netzbetreiber/ISP hat die technischen Voraussetzungen an seine Technik anzupassen, das ist Bestandteil der AGB.

@7AufEinenSchlag

Es geht hier darum ob der Vermieter diese zulassen muss.

@Havege

Noch bis vor 10-20 Jahren gab es recht viele Vermieter, die die Installation von Sat-Antennen vergeblich zu verbieten versucht haben.
Es gibt zum Thema Informationsfreiheit genügend Infos im Netz.
Soll ich - speziell für dich - ein paar individuell angepasste Links ins Netz stellen, oder findest du eventuell auch eigenständig etwas zu diesem Thema?
Eine spezielle Suchmaschine empfehle ich dir ausdrücklich nicht.

@7AufEinenSchlag

Es geht hier darum was der Vermieter verbieten darf und was nicht.

Du redest bisher immer nur davon wie unfähig der ISP ist dass er diese Arbeiten nicht durchführt.

Satschüsseln muss der Vermieter übrigens auch nicht grundsätzlich zulassen, da solltest du dich mal ein wenig Informieren. Er darf sie nur nicht grundsätzlich verbieten.

@7AufEinenSchlag

nicht ganz richtig.. der isp kann selbst entscheiden ob er die kosten übernimmt um den vertrag zustande kommen zu lassen.. er kann den vertrag aber auch ohne weiteres ablehnen.. es ist also nicht seine pflicht wenn ein anschluss beauftragt wurde..

Kann uns der Vermieter also theoretisch dazu zwingen worüber wir Internet und Telefon beziehen?

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Vermieter ist nicht verpflichtet, überhaupt bauliche Maßnahmen oder gar Bausubstanzschädigung zu dulden, um deinen Kabelempfang bereitzustellen.

Dass ein offenbar vorhandener Kabelanschluss am Hausübergabepunkt bereits geerdet sein muss, sollte der Techniker besser wissen.

G imager761

Dass ein offenbar vorhandener Kabelanschluss am Hausübergabepunkt bereits geerdet sein muss, sollte der Techniker besser wissen.

Das weiß dieser auch, jedoch ist es üblich dass die Wohnungsanschlüsse und die Verstärker nochmals geerdet werden über eine Erdungsschiene. Wenn da kein Platz mehr frei ist, muss er eine zweite in den Kasten schrauben.

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