Kann man als Fußgänger den Führerschein verlieren?

5 Antworten

Ja, ein Fussgänger ist genau so ein Verkehrsteilnehmer, wie jeder Andere auch. Die Regeln gelten für ihn genau so wie z. B. für Autofahrer. Daher kann bei einem Fussgänger genau so bei einem Vergehen vorgegangen werden wie bei einem Autofahrer, d. h., unter bestimmten Voraussetzungen bekommt er Punkte in Flensburg oder er kann -auch als Fussgänger- seinen Führerschein los werden.

Es ist mehr als Falsch diese Antwort!

Auch wenn die Frage schon vor einiger Zeit gestellt wurde, mag es vielleicht trotzdem noch jemand interessieren. Die Frage ist eindeutig mit Ja zu beantworten. Wie es in der Fahrelaubnisverordnung geregelt ist, muss derjenige, der im Besitz einer Fahrerlaubnis ist (bzw. sein möchte) die "notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllen" (§11 (1) FeV). Sofern Tatsachen bekannt werden, "die Bedenken gegen die körperliche oder geistige Eignung des Fahrerlaubnisbewerbers begründen" (§11 (2) FeV) kann die Führerscheinstelle Schritte einleiten um die Eignung überprüfen zu lassen (z.B. durch ein fachärzltiches Gutachten) und ggf. die Fahrerlaubnis entziehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Besitzer der Fahrerlaubnis zu Fuß oder mit dem Fahrzeug unterwegs ist, sofern der Verdacht auf Alkoholabghängikeit oder Alkoholmissbrauch vorliegt.

In meinem persönlichen Fall war es so, dass mir als Fußgänger eine Atemalkoholkonzentration von 2,4 Promille (nach unmittelbarem Alkholkonsum) nachgewiesen wurde und kaum Ausfallerscheinungen von der Polizei festgestellt wurden - ich konnte mich noch "klar und deutlich artikulieren". Daraufhin wurde ein ärztliches Gutachten angeordnet um die Eignung überprüfen zu lassen. Falls kein Gutachten erstellt werden würde, könnte die Führerscheinstelle die Fahrerlaubnis entziehen. Zusätzlich spielt es dabei keine Rolle ob man schon einmal in der Vergangenheit mit Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr auffällig gewesen ist. Ist die Fahrerlaubnis einmal entzogen, muss ein Jahr Alkoholabstinenz nachgewiesen werden um die Fahrerlaubnis wiederzuerlangen.

btw ein ärztliches Gutachen kostet einen ca. 400,- €. Im Vergleich dazu erscheint einem die Trunkenheitsfahrt mit 1,1 Promille, einem Monat Fahrverbot und lediglich einem Bußgeld von ca. 500,- € recht unverhältnismäßig.

soweit mir das bekannt ist, geht das nur, wenn der Fussgänger sich Verkehrsgefährdent verhält,d.h.wenn er z.B. mitten auf einer viel befahrenden strasse herumwankelt.Da kann das dann passieren, weil er sich als nicht verkehrstauglich verhalten hat.Dieses gilt insbesondere auch für Fahrradfahrer.

Im schlimmsten Fall kann er nicht nur seinen Führerschein für Kraftfahrzeuge, sondern auch den für Motorboote und Flugzeuge verlieren, falls er die hat.

Als FUßGÄNGER wird einen nicht der Führerschein weggenommen, da man kein "Rad" unter sich hat, fährt man jedoch mit dem Fahrrad, sieht es wieder anders aus, da ist es als ob du mit dem auto fährst.

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