Kann eine Unfallversicherung Geld zurückfordern?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Aber natürlich kann Sie das!

Zumindest wenn Sie einen schlechten Tarif abgeschlossen haben.

Leider erlebe ich immer wieder  in meinem
beruflichen Alltag, dass vielen Menschen einfach nicht bewusst ist was sie
unterschreiben.

Versicherungen definieren sich durch das zugrundeliegende Bedingungswerk.

Ich möchte Ihnen ein konkretes Beispiel nennen:

Manche Versicherungsunternehmen behalten sich das Recht
einer erneuten Invaliditätsprüfung vor.

Aus Deutsch heißt das…

Vor Ablauf der 36- Monatsfrist (Ab dann tritt der Dauerschaden auf), kann  das
Versicherungsunternehmen (weiter VU) ein erneutes Gutachten einfordern. Sollte sich der Gesundheitszustand verbessert haben und die Invaliditätszahlung wurde bereits gezahlt, dann wird das VU zumindest Teilweise ihr Geld zurückfordern.

  
Leider behalten sich sehr viele VU dieses Recht vor.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie die Finger von Vergleichsportalen lassen und sich in die Hände eines Speziallisten geben. 

Danke ! :-) 

Hey MoechteAWissen, diese 3-Jahresfrist ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt immer für beide Vertragspartner!

Ergo kann ein Versicherter genauso eine Verschlechterung seiner Invalidität beantragen durch die Feststellung eines Arztes innerhalb der 3-Jahresfrist und damit auch eine Nachzahlung erreichen!

Gruß siola55

@siola55

Hey Siola55,

schon klar!    (habe doch ne Ausbildung genossen  ;-)  )

Man sollte seine Kunden jedoch an dieser Stelle auf 2 Dinge aufmerksam machen:

    1) Bessere VU haben ihre AUB „Abbedingt“ und  reduzieren damit die Frist meist auf 24 Monate.

    2) Sobald dem VN größere Summen zugesprochen werden sollen, bzw. wurden. WIRD das VU an dieser Stelle angreifen.

    Dass Praxis zeigt leider die Praxis…

Hallo,

ja.

Die Bedingungen lassen es zu, wenn der Versicherer nach 2 jahren geleistet hat, die Invalidität im dritten Jahr nach dem Unfall prüfen zu lassen.

Ist die Invalidität gesunken, kann der Versicherer entsprechende Invaliditätsleistung zurückfordern.

Beste Grüße

Dickie

Hi nestur111,

obwohl hier bereits die hilfreichste Antwort ausgezeichnet worden ist, hier noch meine Antwort:

Bei den meisten Versicherern kann in der Regel bis längstens 3 Jahre nach dem Unfalltag (die Frist steht in den Allg. Unfall-Bedingungen (AUB) unter "Gesetzliche Verjährung"!) die bisherige Invaliditätsleistung in der Unfallversicherung  nachgeprüft werden durch einen Arzt - bei einer Verschlechterung zugunsten des Versicherten durch eine Nachvergütung wegen einem höheren Invaliditätsgrad oder eben auch zugunsten des Versicherers wg. einer Verbesserung des Dauerschaden und damit zu einer Rückzahlung der zuviel ausbezahlten Entschädigung!

Gruß siola55

Das kommt auf die Umstände an.

Wenn sich zum Beispiel nachträglich rausstellt, dass du den Unfall vorsätzlich verursacht hast, um die Versicherungssumme zu kassieren, ist das sicher möglich.

Eine Unfallversicherung leistet erst nach einem ziemlich aufwendigen Sachverständigengutachten. Es wäre eher ungewöhnlich, wenn sie anschließend Geld zurück fordert.

Natürlich kann sie einen Unfallverursacher in Regress nehmen. Das ist etwas ganz anderes.

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