Ist es erlaubt, in Mehrfamilienhäusern die Zwischentüren zu Kellergängen abzuschließen?

4 Antworten

Abgeschlossen (mit Schlüssel) ist der Brandschutz auch nicht besser. Dafür ist bei entsprechender Ausstattung nur entscheidend, ob die Tür verschlossen ist (= nicht aufsteht).

Sollte man auch für den Diebstahlschutz machen. Bei meinen Schwiegereltern ist es genauso wie du beschreibst, die haben die Tür auch verschlossen. Ob diese Tür allerdings als Brandschutz dient kann ich nicht sagen, es müsste dann eine spezielle Brandschutztür sein.

Es ist keine spezielle Brandschutztür. Die liegt am Ende des einen Kellerganges und ist ständig verschlossen. Da keiner von uns Mietern hierfür einen Schlüssel hat, fällt diese als Nutzung für den eventuellen Fluchtweg aus.

Die Feuerwehr empfiehlt sogar, die Brandschutztüren verschlossen zu halten, mit der Begründung "was ein guter Schutz gegen Diebstahl ist, hilft auch gegen Brandstiftung".

Genau darum geht es, um Brandstiftung. Sind vorige Woche 2x Opfer von Brandstiftung geworden und fragen uns genau deshalb, ob wir die Zwischentüren zum Keller als zusätzlichen Schutz abschließen dürfen.

@bthsk

Ich finde jetzt leider nur was aus dem Kreis Gütersloh, aber vielleicht kann Dir Deine örtliche Feuerwehr etwas äquivalentes geben: http://www2.kreis-guetersloh.de/kreisfeuerwehrverband/medien/Brandschutz.pdf. Darin steht "Kellertüren sollten feuerhemmend, selbstschließend und verschlossen sein".

Im Sinne des Brandschutzes darf eine Tür nicht abgeschlossen sein. Es kann ja sein, daß sich ein/e Mieter/in im Keller aufhält dann ist er/sie arm. Außer es ist eine Brandschutztür die sich bei Feuer automatisch öffnet.

Haustüren in Mehrfamilienhäusern dürfen lt. Urteil des LG Frankfurt nicht abgeschlossen werden?

Guten Tag, Haustüren in Mehrfamilienhäusern dürfen lt. Urteil des LG Frankfurt (Az: 2-13 S 127/12) nicht abgeschlossen werden. Brandschutz geht vor Einbruchschutz. Der Fluchtweg muss ohne Schlüssel zu öffnen sein. Dies heisst im Klartext: Einbau von Panikschlössern ist eine mögliche Alternative - andere Alternativen habe ich nicht gefunden.

Hierzu möchte ich folgende Fragen stellen:

  • Ist dieser Beschluss rechtlich für alle Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern bindend ?

  • Wenn anderweitige Beschlüsse gefasst sind z.B: Abschließen der Haustür nach 22 Uhr und immer einen Schlüssel bei sich führen - müssen diese Beschlüsse geändert werden?

  • Ist der Einbau von Panikschlössern nach dem o.g. Urteil zwingend? Sind die Hausgemeinschaften also verpflichtet Panikschlösser einbauen zu lassen?

  • Was ist, wenn der Fluchtweg gleichzeitig auch der Rettungsweg ist und niemand von außen im Notfall (Notarzt o.ä, eben auch die Feuerwehr.) in das Haus gelangen kann.

Im konkreten Fall handelt es sich um 2 zusammengehörende 3-geschossige Mehrfamilienhäuser - eines mit 10 und eines mit 11 Wohneinheiten. 3 Einheiten sind von Eigentümern bzw. Mietern dauernd bewohnt. Der Rest sind Ferienwohnungen, die nicht fremdvermietet sind, sondern von den inzwischen meist älteren Eigentümern (Ü65!!!) sporadisch genutzt werden. Es handelt sich um eine Wohneinheit in einer Ferienregion einer kleinen Schwarzwaldgemeinde. Eines der Häuser hat eine Tiefgarage mit direktem Zugang zu den Wohnungen. Es gibt pro Haus eine Ausgangstür, in dem Haus mit Tiefgarage ein Garagentor mit separat verschließbarer Seitentür, eine Stahltür als Zugang zum Treppenhaus und eine weitere Zwischentür zwischen Keller, Vorratsräumen, Waschküche Hobbyraum und den eigentlichen Wohnungen.

Für eine fundierte Antwort wäre ich sehr dankbar. lareina53

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