In das Erbe fällt da auch das Sparbuch das auf die Ehefrau läuft oder nur die gemeinsamen

5 Antworten

Normalerweise wie die anderen sagen: Da die Mutter noch lebt, bekommen die anderen Erben zweiten Grades nichts. Es sei denn, es bestand ein eigener Ehevertrag zwischen Mutter und Vater und ein geschicktes Testament. Das wäre sinnvoll, wenn die Kinder jeweils von einer anderen Ehe sind. Und die tausend Möglichkeiten sind dann was für den Rechtsanwalt. Aber deine Frage zielte ja auf das Sparbuch der Mutter ab. Und wenn das sein Geld war, dann ... ist das auch eine Sache für den Rechtsanwalt.

Es kommt darauf an, ob der Ehemann am Sparbuch im Innenverhältnis mitberechtigt war. Dafür kann sprechen, wenn das gesamte Vermögen der Ehegatten nur auf ein Konto der Ehefrau gelangte. Am Ende ist es jedoch auch ein Beweisproblem.

Das Sparbuch ist ein Inhaberpapier, die Mutter als Inhaberin muss mit niemanden teilen, höchstens die Zinserträge mit dem Finanzamt.

Das nur auf die Mutter lautende/laufende Sparbuchguthaben fällt nicht in den Pflichtteil. Definitiv.

Gegenfrage - Wenn die Mutter noch lebt, wieso sollte das dann in den Erbteil fallen? Ich traue ja deutschem Recht je einiges zu, aber das klingt unlogisch.

Trennung: Haus übernehmen und Ehepartner auszahlen

Hallo Ihr Lieben,

wir haben ein rechnerisches Problem. Eine Bekannte hat sich vor 2 Jahren von ihrem Mann getrennt. Das gemeinsame Haus möchte die Frau mit ihrer Tochter übernehmen und ist auch bereit den Mann auszuzahlen. Es wurde gemeinsam ein Gutachter zur Wertermittlung beauftragt.

Jedoch gibt es ein paar Punkte die die Berechnung kompliziert macht.

  1. Gutachten sagt aus: Haus ist 160.000 EUR Wert
  2. Es besteht noch ein Darlehen über 60.000 EUR beim Vater der Ehefrau welches notariell vernünftig geregelt ist
  3. Der Frau ist vertraglich ein Vorkaufsrecht eingeräumt
  4. Beim Hauskauf wurde vertraglich festgelegt, dass im Falle einer Trennung der Ehefrau ein Vorteil in Höhe von 20.000 EUR eingeräumt wird, da das Haus vorher ihrer Oma gehörte und aus diesem Grund das Haus 20.000 EUR günstiger erworben wurde.

Nun gibt es diverse Wege einer Berechnung. Ich bin der Meinung, dass:

  1. Zunächst der Vorteil der Ehefrau i.H.v. 20.000 EUR dem Gutachten abgezogen wird. Das Haus ist damit für die Berechnung 20.000 EUR weniger Wert (also 140.000 EUR)
  2. Demnach müsste die Ehefrau dem Ehemann 70.000 EUR zahlen sowie ihrem Vater 30.000 EUR aus dem gemeinsamen Darlehen. Der Ehemann müsste aus dem gemeinsamen Darlehen 30.000 EUR an den Vater der Ehefrau zahlen.

Oder ist richtiger: 1. Der Wert des Hauses wird durch 2 geteilt. Jedem Ehepartner stehen somit 80.000 EUR zu. Dem Ehemann werden hier 20.000 EUR aus dem damaligen Preisvorteil abgezogen, so dass dieser nur 60.000 EUR von der Ehefrau erhält. Dem Vater müssen weiterhin beide 30.000 EUR zahlen.

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