Honorartätigkeit und Geringfügige Beschäftigung in Kombination

2 Antworten

Für den 400 € Job muss der ARBEITGEBER pauschale Lohnsteuer zahlen. Wie bist du denn selbst krankenversichert?

Hallo,

der regelmäßige Bruttoverdienst darf 400 Euro im Monat nicht übersteigen. Überschreitungen bis zu 2 Monaten gelten nicht als regelmäßig (§ 10 SGB V).

Ein zweiter Prüfpunkt ist die hauptberufliche Selbständigkeit. Wenn diese vorliegt, ist die kostenlose Familienversicherung ausgeschlossen. Die Prüfung, ob eine Selbständigkeit bzw. Honorartätigkeit hauptberuflich ist, erfolgt durch die Krankenkasse.

Gruß

RHW

1. ...darf 400 Euro im Monat nicht regelmäßig überschreiten und in Summe aufs Jahr gerechnet nicht über 4800 Euro kommen, ist das richtig?

2. 4800 € -Grenze gilt nicht ausschließlich für geringfügige Beschäftigungen sondern für jegliche Einkommensarten inklusive Honoraren?

2. Bedeutet das, dass wenn ich in den Monaten 03 und 04 jeweils 400 + 210 € und im Monat 04 500 € verdient habe - aber trotzdem im Jahr nicht über 4800 € komme - aus der Familienversicherung rausfalle weil ich in meiner Honorartätigkeit und der geringfügige Beschäftigung ZUSAMMEN über 2 Mal (nämlich 3 Mal) über 400 € gekommen bin?

@Findusmus

Dann ja! Weil nach § 10 nur 2x im Jahr darüber sein darf.

@sassenach4u
  1. Es gibt keinen Grenzwert von 4800 Euro! Die Einkünfte dürfen regelmäßig 400 Euro monatlich nicht übersteigen.

  2. Wenn man einen Minijob hat, gilt für alle Einkünfte (die für das Finanzamt relevant sind) zusammen die Grenze von regelmäßig 400 Euro monatlich (wenn der Minijob entfällt, gilt sofort eine Grenze von regelmäßig 375 Euro monatlich: § 10 Absatz 1 SGB V).

  3. ja, das ist grds. korrekt. Bei selbständigen Tätigkeiten wird für die Einkunftsermittlung aber der Durchschnitt genommen. Bei der Honorartätigkeit können die Kosten (z.B. Fahrkosten, Werbung, Fachliteratur etc.) in Abzug gebracht werden. Bei größeren Anschaffung ggf. nur die Abschreibung. Es gelten die Regelungen des Einkommensteuerrechts. Wenn der Minijob über Steuerkartte läuft, können auch die Werbungskosten für den Minijob (mindestens 1000 Euro Werbungskostenpauschale pro Kalenderjahr) in Abzug gebracht werden.

Quelle:

http://www.vdek.com/versicherte/familienversicherung/gr_gesamteinkommen.pdf

Seite 16 bis 19

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