Heizungsventil defekt - wer zahlt: Mieter/Vermieter?

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ich freue mich immer wieder über die tatsächlich hilfreichen und korrekten sowie kompetenten antworten und kommentare von malkia. trotzdem möchte ich auch meine gedanken zum problem äußern: es ist doch mittlerweile allgemein bekannt, dass der vermieter die mietsache in einem zum vertragsgemäßen gebrauch geeigneten zustand an den mieter zu übergeben und während der mietzeit zu erhalten hat. die heizungsanlage gehört zur mietsache und der mieter zahlt für diese, incl. wartung etc., exl. reparaturen, betriebskosten. das ist in einer ordentlichen heizkostenabrechnug auch entsprechend nachgewiesen. die thermostatventile gehören zur heizungs-anlage und deren reparatur bzw, bei bedarf erneuerung, ist also objektiv vermietersache. keinesfalls greift hier eine u. u. vereinbarte kleinreparaturklausel, deren wirksamkeit an sich immer zu prüfen wäre. ich gehe davon aus, dass dem vermieter die mangelhafte funktionalität mitgeteilt wurde. falls also von diesem bisher nichts unternommen oder in aussicht gestellt wurde, nunmehr nochmals schriftlich nachweislich diesen und evtl. andre mängel auflisten, frist zur beseitigung stellen und bei nichteinhaltung ankündigen, dass du dann selbst einen handwerker mit der beseitigung des mangels beauftragen und die kosten ab übernächstem monat mit der fälligen mietzahlung verrechnen wirst. selbstverständlich hast du das recht einer angemessenen mietminderung, ausgehend von der bruttomiete sowie, um den druck zu erhöhen, zusätzlich das recht der zurückbehaltung eines teiles der miete. dieser muss im gegensatz zum minderungsbetrag nach abstellung des mangels aber nachgezahlt werden. die mietminderung kann auch noch rückwirkend bis zu sechs monaten berechnet werden.

Die laufende Instandhaltung obliegt nach dem Gesetz grundsätzlich den Vermieter. Diese Pflicht kann jedoch teilweise durch den Mietvertrag dem Mieter auferlegt werden. So wird häufig im Mietvertrag geregelt, dass der Mieter die Kosten für "kleinere Instandsetzungen" bzw. zur "Beseitigung von Bagatellschäden trägt. Für die Kostenabwälzung kleiner Instandsetzungen auf den Mieter hat der Bundesgerichtshof (WM 91, 381; 89, 324) folgende Zumutbarkeitsgrenzen aufgestellt: > Bagatellreparaturen dürfen höchstens 90 Euro kosten; > in der Mietvertragsklausel muss eine Höchstgrenze für einen bestimmten Zeitraum für den Fall genannt werden, dass sich Kleinreparaturen häufen; > außerdem darf sich die Klausel nur auf solche Teile der Mietwohnung beziehen, die dem direkten und häufigen Zugriff des Mieters ausgesetzt sind. Unangemessen benachteiligt wird er nämlich dann, wenn er für Gegenstände zahlen soll, die er gar nicht direkt abnutzen kann, wie z. B. Leitungen für Gas, Wasser und Strom. Wichtig: Es kann allenfalls die Verpflichtung, für Bagatellschäden zu zahlen, abgewälzt werden, nicht aber die Verpflichtung, defekte Gegenstände instand zu halten oder instand zu setzen, d. h. reparieren zu lassen (BGH WM 92, 355; OLG Frankfurt WM 97, 609).
Also, du musst das nicht zahlen!!!

Wenn in deinem Mietvertrag eine Bagatellschädenklausel vereinbart ist, dann ist der Ersatz dieses Thermostaten dein Problem, weil diese Kleinreparatur unter der Grenze von 75,- Euro liegt.

Ich muss heut gleich nochmal nachkucken, ob in meinem Mietvertrag von Schönheitsreparaturen oder Kleinstreparaturen die Rede ist. Bin mir grad nicht sicher.

Wenn es Dein Eigentum wäre, würdest Du den Dreher des Ventiles abschrauben und ein Tropfen Öl reinsprühen. :-)

Die Kostenregelung erfolgt nach dem Mietvertrag, wenn da eine Grenze für Kleinreparaturen genannt ist, wenn nicht, zahlt eben der Vermieter.

Die bisher einzig richtige Antwort, weil von der Kleinreparaturklausel die Rede ist.

Hab ich ja auch schon versucht. Aber das Ventil reagiert nicht - egal ob ich es reinschieb oder ob es draußen ist. Es bleibt eh innen stecken und ich muss es wieder rauspulen. Das ist eindeutig im Eimer. Der Monteur war schon da und hat es bestätigt. Mit Öl ist nicht mehr viel zu wollen, leider :-(

Das ist keine Schönheitsreparatur, sondern die Pflicht eines Vermieters, die Heizkörper mit funktionierenden Ventilen zu versehen!

Falsch! Wenn im Mietvertrag eine Kleinreparaturklausel vereinbart ist, zahlt der Mieter.

@Regenmacher

Aber Heizkörperventile gelten nicht als Kleinreparatur!

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