Hausabsteckung vor Baubeginn

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Grobabstecken tut der Vermesser die Gebäudeumrisse mit Pflöcken vor dem Aushub. Da kommt es auf ein paar Zentimeter nicht an.

Nach dem Aushub stellt der Rohbauer ein Schnurgerüst auf (eine einfache Holzkonstruktion an jeder Gebäudeecke) und der Geometer misst anschließend dieses Schnurgerüst ein. In der Praxis werden Nägel in das Schnurgerüst geschlagen und farblich markiert.

Der Rohbauer spannt dann, wie der Name schon sagt, Schnüre zwischen den Nägeln und erhält damit die exakten Gebäudekanten.

Hallo bauteufel. Danke erst mal für die ausführliche Antwort. Jetzt weiß ich erst mal, wie sowas abläuft. Eines ist mir aber noch ein Rätsel: Ich hab jetzt schon oft gelesen / gehört, dass die Feinabsteckung der Rohbauer übernimmt. Irgendwie ist dies aber bei uns nicht der Fall. Warum kann ich nicht genau sagen, aber gemäß unseres Bauleiters, sollen wir darauf achten, dass der Vermesser das Schnurgerüst stellt und die Feinabsteckung vornimmt. Kommt das so auch vor oder ist das eher eine Ausnahmesituation?

Dankeschön.

Hallo,

das kommt natürlich auch immer darauf an ob man selbst etwas machen möchte, bzw was man an Firmen vergeben hat. Meist wird das Unternehmen welches den Rohbau macht, auch den Aushub mit übernehmen. Für diesen wir nur grob von den Grenzsteinen aus gemessen, da sowieso mehr als später benötigt ausgehoben wird. Es wird ja schließlich auch ein Arbeitsraum um das Gebäude herum benötigt. dann kommt vor dem Fundament under der Bodenplatte das Schnurgerüst was in der Regel auch der Rohbauer errichtet. Für Selbstbauer ist übrigens auf folgender Website eine interessante Anleitung zum Schnurgerüst:

http://www.eigenleistung24.de/anleitungen

Dieses wird genau von den Grenzsteinen aus eingemessen. (Abweichungen spielen aber in der Regel keine große Rolle, da sowieso nach Fertigstellung das Vermessungsamt noch mal kommt und man je nach Bausumme Geld für das Einmessen bezahlen muss.

 - (Hausbau, Grundstück, Neubau)

Es ist schade, dass ihr euch vor Unterschrift zu wenig informiert habt!

Wie 'Bauteufel' bereits beschrieben hat: Meist mit Holzpflöcken und Latten an den Gebäudeecken aufgestellte grobe Vorgaben ergeben durch Einmessung die cm-genaue Festlegung des Gebäudes - wie auf dem Lageplan vom Vermesser beim Bauamt eingereicht wurde. Aus diesem Grund sollte der gleiche Vermesser auch die Punkte an den Latten (meist mit Nägeln und Farbe) festlegen, weil er auch damit die Verantwortung übernimmt, dass die Position korrekt ist.

Die Holzkonstruktion wird i.d.R. von demjenigen aufgestellt, der die Bodenplatte/den Keller erstellt.

Es kommt hier auch kein anderer Vermesser ins Spiel sondern es bleibt alles bei einem. Auch die Markierungen/Punkte an den Latten werden von ein und demselben Vermesser vorgenommen. Nur dass eben diese Holzkonstruktion nicht vom Rohbauer sondern vom Vermesser gleich mit gestellt wird...Ist es da nicht egal, ob der Rohbauer oder der Vermesser das Holz liefert?

Am besten lasst ihr das euer Rohbauunternehmen mitmachen. Quasi als Teil der Baustelleneinrichtung. Dabei werden von den Grenzpunkten aus die äußeren Abmessungen des Hauses eingemessen und ein Meterriss festgelegt. Wird meist mit einer Schnur gemacht, die wegkommt sobald die Bodenplatte fertig ist.

MfG ChiliWolf

Grob- und Feinabsteckung sagt mir nix. Der Vermessungsingenieur kommt zuerst und markiert die Punkte des Hauses. Danach erstellt der Bauunternehmer sein Schnurgerüst. Fertig.

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