Grundstücksgrenze vermessen lassen!

5 Antworten

Warte doch erstmal ab und mach dich nicht verrückt, wenn der Weg erforderlich ist, dann muss auch ein neuer Nachbar das akzeptieren. Sonst schau mal in das Nachbarschaftsgesetz deines Bundeslandes, wie die rechtliche Lage ist. viel Glück mit den neuen Nachbarn.

Ich mach mich nicht verrückt, sondern ich denke nach. Und direkt "erforderlich" ist der Überweg nicht unbedingt. Den um Heizöl tanken zu können MUSS uns der neue Nachbar ja Übergang gewähren. Aber es war all die vergangenen Jahre praktisch, dass wir (vor allem die Kinder mit Freundin) durch das Tor in meinen Garten gelangen konnten und nicht durch mein komplettes Haus über Wohnzimer und Balkon. Und dann immer den Dreck reinschleifen. Deshalb hoffe ich, daß es weiterhin so bleibt und bin deshalb auch bereit auf meinen Grundstückteil zu verzichten, wenn wir das Tor / den Durchgang weiterhin benutzen würden. Nur falls die neuen Nachbarn sich blöd anstellen wollte ich wissen, wer die Vermessung bezahlen muss.

@Kehrwisch

Ok. In Bezug auf die Kosten muss man sich einigen, wenn die Grenzsteine neu gesetzt werden müssen. So jedenfalls steht es bei einem Vermessungsamt. Ansonsten bezahlt der, der bestellt. Im Antrag ans Amt muss schon angegeben werden, wer bezahlt. Ein staatlich bestellter Vermesser wird die Rechnung an den Auftraggeber senden (so war es bei uns- wie hatten uns vorher geeinigt). Wenn du also weißt, wo die Grenze verläuft, dann würde ich erstmal auch nicht aktiv werden. viel Glück also nochmal mit den neuen Nachbarn. Manchmal ist es mit Nachbarn nicht so einfach, dass kann ich nur bestätigen.

@angy2001

Danke für Deine Antwort. Ich hoffe, daß ich liebe Nachbarn bekomme. Deshalb ist mein Garten auch immer noch ohne Zaun - ich hoffe, daß wir gemeinsam mit dem Grundstück klarkommen. Mit allen anderen Nachbarn komme ich ja auch sehr gut zurecht (alle Nachbarn haben ein tolles Verhältnis). Ich hoffe, daß es so bleibt.

@Kehrwisch

Dafür drücke ich dir die Daumen.

für eine neue Grenzziehung (Teilung) bedarf es erst mal der Zustimmung aller betroffenen Grundstückseigentümer. Über die Verteilung Kosten kann man sich einigen. Grundsätzlich gillt erst mal, wer den Auftrag zur Teilung erteilt, trägt die Kosten.

Keine Grenze mehr? Das gibt es rechtlich nicht. Die Grenze verläuft so, wie in den aktuellen Flurkarten eingetragen.

Wenn im Grundbuch kein Wegerecht eingetragen ist, kann ein neuer Nachbar sein Grundstück "abschließen"

Ìch brauche keine Zustimmung. Was mir gehört steht ja geschrieben. Ich will keine Teilung sondern lediglich wissen, wer die Kosten trägt, falls der neue Nachbar Probleme macht. Ich habe auch nicht geschrieben, daß es keine Grenze gibt, sondern wir (ich und die alten Nachbarn) haben nirgends mehr Grenzsteine gefunden. Aber sowohl ich/meine Familie als auch die Familie der bisherigen Nachbarin wissen, daß von dem gemeinsam genutzten Grundstück noch einiges mir gehört. Darauf möchte ich ja aber gar nicht pochen, sondern einfach mit evtl. neuen Nachbarn klarkommen. Nur: Falls die sich total blöd anstellen muß ich eben auf meinem Grundstück bestehen. Und das heißt eben, so wie es in den Flurkarten eingetragen ist, müssen vom Vermessungsamt die Grenzsteine gesetzt werden und dies wäre in unserem Fall eben mal fast 3000 Euro. Und zum "abschließen": Um Heizöl tanken zu können, MUSS er uns den Übergang gewähren. - Er darf uns nicht "ins Kalte setzen"

Hallo Kehrwisch,

die Kosten für eine eventuell notwendige Vermessung zahlt ersteinmal der, der den Vermessungsantrag stellt. Er hat aber aus dem BGB §919 den Anspruch, dass der Nachbar mitwirkt:


(1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann von dem Eigentümer eines Nachbargrundstücks verlangen, dass dieser zur Errichtung fester Grenzzeichen und, wenn ein Grenzzeichen verrückt oder unkenntlich geworden ist, zur Wiederherstellung mitwirkt.

(3) Die Kosten der Abmarkung sind von den Beteiligten zu gleichen Teilen zu tragen, sofern nicht aus einem zwischen ihnen bestehenden Rechtsverhältnis sich ein anderes ergibt.


Der Nachbar MUSS keinen Übergang gewähren, wenn euer Grundstück anderweitig öffentlich erschlossen ist.

Du könntest Dich über Wegenutzungsrechte informieren, damit Dir klar ist, ob Du den Weg weiter nutzen darfst, wenn es zum Steit kommt.

Du hast ja alte Pläne und wenn diese mit den Grenzen der Pläne vom Katasteramtes übereinstimmen hast Du eine gute Vorstelllung davon, wo in etwa die Grundstücksgrenzen liegen.

Für eine geringe Gebühr kannst Du auch die Grundstückspläne vom Katasteramt besorgen, dort bekomst Du auch die Angaben zu den Eigentumsverhältnissen.

Falls Dein Nachbar sich für diese Unterlagen interessierst biete ihn an Kopien davon anzufertigen.

Bei Grundstückserwerb wird die Vermessung durch den Käufer bezahlt. In den Katasterunterlagen muss der Grenzverlauf ja vermerkt sein, der wird dann nur neu eingemessen.

Ich würde mich an Deiner Stelle erst mal zurück halten und sehen was wird. Deine Wünsche kannst Du dann ja immer noch vortragen und aufpassen, dass die Vereinbarung entsprechend dokumentiert wird (am besten im Grundbuch - Wegerecht).

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