Grillservice als Nebenerwerb - welche Anforderungen?

1 Antwort

Glaube da sind trotzdem noch Hürden und die liegen dann im Einzelfall. Und ich möchte jetzt nicht an der Aufzählung hängen Handwaschbecken im Arbeitsbereich und in der Toilette. Kennst Du sicher selber. Und es scheint auch unterschiedliche Sichtweisen in den Ländern zu geben. Nicht nur das die Behörden anders strukturiert sind.

Ich denke sofort an drei ganz andere Punkte.

Es gibt nach meiner Erinnerung die Unterweisung. Info-Gehalt: Mit Durchfall geht man nicht zur Arbeit mit Lebensmitteln. Und dann sollte es da aber noch das Buletten-Abitur geben. Siehe Hackfleischverordnung.

Ob bei Dir die Veterinärämter, Gesundheitsämter oder Warenkontrolldienst (gibt die tollsten Bezeichnungen) zuständig ist - Vor Ort erfragen.

Stichwort Fettabscheider und regelmäßiger Entsorgungsnachweis. Bin mir sicher, dass das in allen Bundesländern Pflicht ist und gewerbliches z.B. nicht in die Biotonne darf.

Dann wird durch die Zubereitung von Saucen oder Kartoffeln kochen sicher auch eine Geruchsbelästigung möglich sein. Vermehrte Einkauffahrten und Lieferungen führen zu mehr Verkehr. Ob die Nachbarn in einem Wohngebiet dieses akzeptieren müssen?

Dann fällt mir noch der zweite Kühlschrank ein. Aber alles das würde ich in Niedersachsen mit dem Veterinäramt besprechen. Also mit denen, die auch die Kontrollen in der stehenden Gastronomie erledigen.

Ach ja, und noch eine Sache ist die Überdachung. Falls ein Vogel genau dann über dem offenen Grill was fallen lässt, wenn der Deckel auf ist... Aber darüber können die auch informieren. Spuckschutz ggf. auch.

Aufträge bzw. Anfragen gäbe es zuhauf. Deshalb möchte ich mich jetzt doch lieber gewerblich anmelden.

Auch bei wenigen Aufträgen solltest Du da kein Risiko eingehen. Die meisten Anzeigen kommen natürlich von Freunden. Aber auch der versteckte Neid ist oft genug der Anlass für Anzeigen. Entweder beim Finanzamt oder der Gewerbeaufsicht. Dem kann man nur entgehen, wenn man die Vorschriften peinlichst genau einhält.

Zum Thema Wirtschaftlichkeit: Allein die Entsorgung der Essensabfälle ist eine hohe finanzielle Belastung. Ob dieses so leicht im Nebenerwerb lukrativ darstellbar ist, da bin ich mir gar nicht so sicher. Schon gar nicht, weil Du mindestens im Winter kaum Aufträge haben wirst. Meine Schätzung geht dahin, dass es allein bei den laufenden Kosten auf etwa 80 Aufträge im Jahr hinauslaufen muss.

Ebenfalls zum Thema Wirtschaftlichkeit: Die Umsatzsteuer. Es scheint, dass die teuren Anschaffungen bereits gelaufen sind. Ob dafür aber bereits der Vorsteuerabzug hätte geltend gemacht werden müssen, dass kannst Du nur mit einem Steuerberater klären. Denn mit den 19% wäre dieses gegenüber Mitbewerbern ein echter Nachteil.

Grundsätzlich sollte es also möglich sein, doch die Risiken sind m.E. richtig hoch. Ob da eine positive Investitionsentscheidung gefällt werden kann würde ich auf Grundlage der vorhandenen Informationen locker in Frage stellen.

Immerhin willst Du das lediglich im Nebenerwerb machen. Trotz der vorliegenden Anfragen wird es allerdings schwer. Dazu kommen die Zeiten und Kosten für das generieren weiterer Kunden. Zeiten für die Dokumentation der Frischwaren und des Gefriergutes. Dann die übliche Selbstverwaltung. Zeiten der Vor- und Nachbereitung der Einsätze.

Ob Dein Arbeitgeber dafür sein Okay gibt? Bei dem Umfang kann ich mir schon vorstellen, dass das einen Arbeitsrechtler beschäftigen könnte. Also ob Dein Arbeitgeber nur informiert werden brauch oder ob er da aus sozialen Gründen ein Nebengewerbe auch untersagen kann.

Zwar kann dann immer noch jemand aus der Familie den Kopf für die Gewerbeanmeldung hin halten. Und gerade bei der Ehefrau ist man ja verpflichtet zu helfen, doch wie das aussieht ist auch die Frage an einen Juristen.

Ob durch die Meldung eines Gewerbes durch die Ehefrau noch andere Rechtsverstöße sich ergeben können, dass entzieht sich auch meiner Kenntnis. Das könnte sogar sein, dass da das Finanzamt nicht amüsiert wäre. Denn es kann durchaus passieren, dass bei der Zusammensetzung ggf. vorliegender Einkommensverhältnisse eine getrennte Veranlagung zu geringerer steuerlicher Belastung führt. Wenn das Finanzamt dann einen Gestaltungsmissbrauch darin erkennen würde oder dieses sogar als Steuerhinterziehung betrachtet, auch diese Frage sollte mit einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin erörtert werden.

Wobei diese Idee der Gestaltung tatsächlich ein gutes Beratungsergebnis werden kann. Leider kann man so nicht testen wie gut die Beratung ist. Dann müsste der Berater selbst auf die Idee kommen und sie entsprechend in Zweifel ziehen und prüfen.

Fortsetzung als Kommentar - Die Zeichengrenze wurde überschritten!

Leider ist das ganze Vorhaben - obwohl schon Vorarbeiten geleistet sind - nicht so einfach, wie es im ersten Moment erscheint. Dich allerdings an meinen vorgeschlagenen Fahrplan zu halten (also Veterinäramt/Gewerbeaufsicht, Steuerberater, Arbeitgeber und ggf. Arbeitsrechtler) wird eine Vielzahl von Problemen mindestens einen Gutteil der Spitzen nehmen können.

Wobei die Wirtschaftlichkeit nur am Rande vor kam. Aber auch hier solltest Du nicht mit einer Spekulation auf viele Anfragen/Angebote starten. Immerhin sagt die Erfahrung, dass nicht jeder Kunde jährlich Bedarf hat. Der Reiz des Neuen vergeht auch, wenn man erst einmal eine bestimmte Anzahl von Veranstaltungen versorgt hatte. Ob aber gerade durch eine Spezialisierung die Wirtschaftlichkeit langfristig zu sichern ist könnte ein spannender Untersuchungsgegenstand sein.

Darf der Vermieter unsere Kellertüre entfernen, damit er und weitere Personen jederzeit an die Gasabsperreinrichtung drankönnen?

Vor einigen Monaten sind wir in ein Miethaus eingezogen. Es besteht aus unserer Mieteinheit und einer gewerblichen Mieteinheit (Büro). Weitere Mieter gibt es nicht. Der Vermieter vermietete uns zwei Kellerräume. Im vorderen Kellerraum befindet sich neben einem (unserem) Waschmaschinenplatz auch der Hauptabsperrhahn für Gas. Zwischen unseren beiden Kellern gibt es einen kleinen Raum mit der Heizungsanlage. Der Vermieter verbietet uns, unseren vorderen Keller abzuschließen. Er begründet das damit, dass er und jegliche Personen wie Handwerker, Ableser, Monteure, Wartungsdienste (und was ihm sonst noch einfällt) absolut jederzeit freien Zugang zum Keller haben müssten und dass man (Zitat) barrierefrei in diesen Keller gelangen müsste, um jederzeit problemlos an den Absperrhahn zu kommen, die Heizungsanlage zu kontrollieren (Zitat, weil die Heizungsanlage SEHR TEUER war), die Wasserzähler zu kontrollieren (MONATLICH) (und vor allem uns zu kontrollieren). Außerdem würde uns der Keller (MITVERMIETET !!!) sowieso nicht zustehen, weil auch die Angestellte des Büros im EG jederzeit Zugang zu unserem Keller haben müsste und will (Angestellte war in 6 Jahren noch nie im Keller und will nicht rein). Im letzten Monat nun hat sich der Vermieter von seinem Handwerker unsere Kellertür aufbrechen lassen, die Kellertüre aus den Angeln gehoben und entfernt!! Nun kann jeder - absolut jeder - zu jederzeit in unseren Keller. Der Vermieter und sämtliche Handwerker kommen entweder durch den Hinterausgang des Reisebüros in unseren Hausflur und von dort ungehindert in den Keller. Oder die Personen kommen direkt mit dem zurückbehaltenen Schlüssel für die Hauseingangstüre in unseren Flur: von dort kommt dann auch jeder jederzeit in unseren Keller (übrigens auch in unsere Wohnung, da keine weitere Hauseingangstüre vorhanden ist, sondern lediglich Zimmertüren, die natürllich von uns nicht abgeschossen werden, wenn wir von Raum zu Raum gehen...) Wir haben recherchiert, dass es eben ganz und gar nicht "in Ordnung" ist, dass der Gas-Hauptabsperrhahn nun ohne weiteres für Jedermann zugänglich ist - im Gegenteil: dieser Raum soll vor unbefugtem Zutritt verschlossen sein. Dass der Absperrhahn "frei zugänglich" sein soll, bedeutet lediglich, dass dieser nicht mit Möbeln, Fahrrädern etc. zu gestellt ist und man deshalb "frei" an das Gasgerät gelangt. Was haltet ihr von unserer Situation. Ich danke euch schon jetzt für alle hilfreichen Antworten.

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Schüler-BAföG oder Arbeitslosengeld 1?

Guten Tag,

Erstmal zu meiner Situation. Ich bin 23 Jahre alt und wohne in einer 2-Raum Wohnung im Bundesland Sachsen. 2006 habe ich eine Berufsausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik gemacht, mit IHK Abschluss 2009. Danach war ich in 3 verschiedenen Zeitarbeitsfirmen mit zwischenzeitlicher kurzer Arbeitslosigkeit. Derzeit bin ich seit Herbst 2011 in einem befristeten Arbeitsverhältnis, das dieses Jahr im Oktober ausläuft. Aus diversen Differenzen möchte ich aber ab August das Arbeitsverhältnis beenden und ein 1-jähriges Fachabitur auf der Fachoberschule machen, um danach auf der Hochschule für Technik und Wirtschaft Informatik oder Informationstechnik / Kommunikationstechnik zu studieren.

Nun zu meinen Fragen:

  • Inwiefern ist mein Vorhaben ab August 2013 förderungsfähig? Da ich in den letzten 24 Monaten mehr als 12 Monate sozialversicherungspflichtig arbeiten war müsste mir doch erstmal 1 Jahr ALG 1 zustehen richtig? Oder ist das Arbeitsamt für so ein Vorhaben nicht kooperativ und verweist mich deshalb sofort zur BAföG-Stelle?
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