Gewöhnt man sich an das Geräusch einer befahrenen Bundesstraße?

5 Antworten

Du gewöhnst dich daran, aber nur scheinbar. Das heisst du wirst nach geraumer Zeit den Lärm nicht mehr so bewusst wahrnehmen, was aber an der Gesundheitsschädigung nichts ändert. Und das ist der entscheidende Punkt! Lärm schädigt auch unbewusst den Organismus. Hoher Blutdruck, Herz- Kreislauferkrankungen, Schädigungen des vegetativen Nervensystems.

In deinem speziellen Fall hast du aber den Vorteil, dass du durch Schließen der Fenster (nachts) den Lärm nicht mehr hörst und daher die Belastung vermutlich auch erträglich sein wird.

Von mir weiß ich, dass ich mich nicht daran gewöhne, auch, wenn ich es zeitweise ausblende. Aber ich nehme meine Umwelt zu bewusst wahr und würde das immer wieder auch bewusst hören, was bei mir erhöhte Aggressivität zur Folge hat, schlechter Schlafen und Unzufriedenheit. Lärm macht krank, auch, wenn man ihn nicht mehr bewusst wahrnimmt.

An die Kreissäge meines Nachbarn gewöhne ich mich nach 12 Jahren auch nicht mehr.

Die Ohren gewöhnen sich an das Geräusch, Dein Körper speichert die ständige Geräuschkulisse. Es kann sein das der Körper darunter leidet und es an anderen Dingen festmacht bzw. zu Tage befördert. Das muß nicht zwangsläufig so sein... kann aber.

Ja, bei uns war es so, dass wir, ca. 400 Meter neben einer stark befahrenen Bahnline unser Haus bauten, was die ersten Wochen zwar mächtig auffiel, jeder Zug und dann auch noch in der Nacht, ist jetzt total gewohnt...aber den Lärmschutz sollte man nicht außer Betracht lassen...

Ich dachte eigentlich immer, ich wäre eher Lärmunempfindlich. Aber nach 2 Jahren in einer Wohnung direkt an einer lauten Straße habe ich zwar den Lärm nicht "gehört" aber ich habe gemerkt, daß mein Körper immer mehr mit Stress auf den Lärm reagiert. Der Lärm widerstrebte mir immer mehr.

Was möchtest Du wissen?