Geblitzt: Anhörungsbogen nicht beantwortet und neues Schreiben erhalten.

5 Antworten

Es spielt keine grosse Rolle, ob Du die Anhörungsbögen nicht beantwortest oder es doch machst. Dadurch verzögerst Du nicht den Führerschein für einige Zeit abgeben zu müssen.

Dir wird eine Frist eingeräumt in der Du den Bogen ausgefüllt und zurückgeschickt haben musst.

Wenn Du das nicht machst, wird angenommen, Du hättest keine Einwände und dann wird ein Bescheid erstellt, nachdem Du für einige Zeit deinen Führerschein abgeben darfst und ein Bussgeld bezahlen musst.

Wenn du den Anhörungsbogen ausfüllst, werden Deine Angaben überprüft und sie in das Urteil eingefügt. Da kann es dann sein, dass Du ein Fahrtenbuch führen musst. In diesem Fall wird Dir nicht der Führerschein entzogen und ein Bussgeld musst Du auch nicht zahlen. Der Bescheid darüber wird aber in etwa der gleichen Zeit erstellt, als wenn Du ihn nicht abgegeben hättest.

Also, das rum geeiere bringt überhaupt nichts. Nur Ärger. Wenn Du das jetzige Schreiben ignorierst dann wird das an die für Dich zuständige Polizei Dienststelle weitergeleitet. Die schicken Dir dann eine nette Einladung zum Bilderabgleich. Manche Dienststellen kommen aber auch gerne mit einem Streifenwagen bei Dir vorbei.

Kann man auf dem Foto nicht erkennen wer der Fagrer gewesen ist und solltest Du den Fahrer nicht benennen können, dann kommt es in der Regel zu einer wirklich nervigen Fahrtenbuchauflage.

Kurz und gut, Du bist etwas zu schnell unterwegs gewesen. Und dazu solte man dann auch ehrlich stehen. Ein Fahrverbot gibt es auf der Autobahn erst ab 41km ....

Also normalerweise kenne ich es so, dass die einem direkt das Bußgeld hinschicken. Wenn man bezahlt, dann ist gut, wenn man nicht der Fahrer war und ihn benennt, schicken die ihm halt das Bußgeld zu. Ruf da am besten mal an, in welcher Höhe das Bußgeld ist und du darüber keine Auskunft in deinem Schreiben erhalten hast, ob sie dir das nochmal zuschicken (dann haste nen bisschen Zeitpuffer und ne Frist)

Ein Bußgeld schickt seitens der Behörden niemand jemandem zu, schon gar nicht, wenn der Halter den verantwortlichen Fahrer mitteilt!!!

@WilhelmKarl

Komisch. Ist bei uns immer so. Privat wie auch im Großunternehmen.

Grundsätzlich hast du das Recht, dich zur Sache nicht zu äußern. Angaben zur Person musst du machen. Aus einem Recht, das dir zusteht, kann kein Nachteil für dich resultieren. Offensichtlich bist du selbst gefahren und auch Halter des "Tatwerkzeugs" (also des Autos). Damit steht der "Täter" eigentlich schon fest, vorausgesetzt, der angeführte Beweis -Foto- zeigt dich auch unverwechselbar. Wenn du den Bußgeldbescheid gegen dich hinauszögern willst, kannst du denen schreiben, dass du dich nach der langen Zeit an den Tattag nicht mehr erinnern kannst und dein PKW von mehreren Personen benutzt wird. Dann kommt entweder ein netter Pol.-Beamter bei dir vorbei und zeigt den "Beweis" oder eine Kopie des Bildes bekommst zu per Post, woraufhin du dann beurteilen kannst, ob du zweifelsfrei darauf zu erkennen bist. Das Führen eines Fahrtenbuches wird in aller Regel in Ausnahmefällen angeordnet, wenn aufgrund des Verhalten des Halters der verantwortliche Fahrer nicht ermittelbar ist. Und dazu hast du durch deine Nicht-Reaktion noch nicht beigetragen. Ich persönlich würde es nicht zum Bußgeldbescheid kommen lassen, bevor ich nicht das Radarfoto zu Gesicht bekommen hätte. Das sollten dir die Mühen bei der zu erwartenden Geldbuße, Punkte und wohl Fahrverbot, wert sein. Nebenbei erwähnt wäre der Verstoß am 17. August 2012 verjährt, wenn bis dahin der Verantwortliche von der Verfolgungsbehörde noch nicht zu dem Vorwurf angehört oder die Anhörung angeordnet wurde. Das kommt bei dir nicht in Betracht, wenn du gefahren bist, denn die Anordnung der ersten Anhörung (06.06.12) unterbricht die Verjährung, unabhängig ob du den Brief erhalten hast oder nicht, die Versendung durch die Behörde reicht für die Verjährungsunterbrechung.

Wouw!!!!

Ganz nebenbei: Der vVerstoß reicht für ein Fahrverbot nicht aus. Wenn ich dieses zweite Schreiben nicht beantworte: Wird es dann noch teurer oder kommt als nächstes der Bußgeldbescheid? Ein Freund von mir hat sich im März in etwa das gleiche Vergehen geleistet. Bei ihm kam aber nur der Anhörungsbogen, den er unbeantwortet lies, und dann Monate später das Bußgeld. Deshalb bin ich ja auch so verwundert, dass bei mir nun ein zweites Schreiben kommt.

@Shilumbu

Die Vorgehensweise variiert oftmals nach Kommune und Bundesland. Manchmal kommt nach der ersten Anhörung nichts mehr bis zum Bußgeldbescheid. In anderen Fällen werden Beamte damit beauftragt, mit dem Beweisfoto beim Halter vorstellig zu werden und zu überprüfen, ob dieser auch Fahrer zur Tatzeit war. Teurer wird es nicht, entgegen anderer Tipps hier. Man wird dir gute 20 Euro für die Bearbeitung und noch ein paar Euro für Versand neben dem Bußgeld in Rechnung stellen. Das ist auch dann so, wenn ein Betroffener auf den Bogen der Behörde sofort antwortet und eine Woche später der Bescheid erlassen werden kann. Wenn du das zweite Schreiben nicht beantwortest und die erlassen gleich den Bußgeldbescheid, hast du nur die Möglichkeit innerhalb zwei Wochen Widerspruch einzulegen. Da weißt du aber immer noch nicht, ob von dir eine Art Passbild als Beweis vorhanden ist. Wenn die Sache an dem Punkt angelangt ist, kannst du nur über einen Anwalt weiter operieren. Der kann Akteneinsicht beantragen und die Beweise sichten, ob es lohnt, vor Gericht zu ziehen. Da finde ich die Option, schon vorher Klarheit zu erlangen über den o.a. Weg einfacher und ohne unnötigen Aufwand.

@Shilumbu

Also kann ich dieses zweite Schreiben auch unbeantwortet lassen und auf den Bußgeldbescheid warten, ohne dass es teurer wird und ohne Fahrtenbuch? Der Hintergrund ist der Folgende: Ich weis nicht GANZ sicher ob ich aufgrund früherer Vergehen nicht doch einen Monat Fahrverbot bekomme (ich gehe aber nicht davon aus!). Trotzdem würde ich die Rechtskräftigkeit des Beschlusses gerne bis zum 06.08. herauszögern weil ich am 06.12. für 4 Wochen in Urlaub fahre :-)

@Shilumbu

Prinzipiell ist so ein Verwaltungsakt kein "Wunschkonzert" für denjenigen, der denselben in Gang setzte. Andererseits ist es nachvollziehbar, die Angelegenheit für einen selbst so gut wie möglich zu gestalten. Wie bereits erwähnt, kann es sein, dass die Behörde nun einen Bußgeldbescheid erlässt, ohne weitere Ermittlungen durchzuführen, wobei der Sachbearbeiter dort die Möglichkeit, dass dieses offensichtliche Verzögern der Versuch des Halters ist, die Verjährung der Ordnungswidrigkeit herbeizuführen. Deshalb werden oftmals auch Bescheide ein paar Tage "vordatiert", weil dieses Datum ausschlaggebend für eine mögliche Verjährung ist. Also, wird man versuchen, diesem Ansinnen entgegenzuwirken und zwar in der Form, dass vor Erlass des Bescheides seitens der Behörde alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, den Verantwortlichen festzustellen. Und dazu gehört, dass ein Abgleich erfolgt - eine "amtliche" Überprüfung, ist der Halter identisch mit dem abgelichteten Fahrer? Dazu siehe oben: entweder Kopie des Fotos an dich oder Beamter mit dem Bild an der Haustüre. Wenn der Bescheid nicht vor dem 6. August erstellt werden soll, würde dein Wunsch in Erfüllung gehen, recherchierte die Behörde in Richtung "wer war der Fahrer?". Bei höheren Bußgeldern wie in dem Fall wird das in den meisten Bundesländern generell gemacht, weil es soll ja auch Gesellen geben, deren Punktekonto schon gut gefüllt ist und einen neuerlichen Verstoß mit Punktevergabe dem Opa anlasten, dem Punkte in Flensburg irgendwo vorbei gingen. Das zweite Schreiben kannst du auch unbeantwortet lassen. Was die "Gegenseite" dann unternimmt, ist aber leider nicht prognostizierbar. Was feststeht: es wird dadurch nicht teurer! Mit diesem 6. August dürfte das Datum angeführt sein, wo "Altlasten" aus den Unterlagen gestrichen werden, die Grund für ein Fahrverbot wären?!

@WilhelmKarl

Nein, der 06. August liegt genau 4 Wochen vor meinem 4-wöchigen-Urlaub und man hat ja nach der Rechtskräftigkeit des Urteils 4 Monate Zeit, um den Führerschein abzugeben.

Das Hinauszögern nützt dir sowieso nichts. Da du ja deine Obliegenheit versäumt hast, wird die "Verjährung" jeweils gehemmt. Du hast es ja zu verantworten, dass die Sache nicht im zeitlichen Rahmen abgewickelt werden kann. Mit jeder Verzögerung wird die Sache außerdem teurer.

Wieso teurer? Ich könnte ja auch im Urlaub gewesen sein.

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