Geblitzt - Zeugenfragebogen erhalten - Auto auf Mama zugelassen - Ignorieren oder Zeugnisverweigerungsrecht?

21 Antworten

Schau mal, unter welchen Voraussetzungen man ein Zeignisverweigerungsrecht hat. Wenn Mama sich darauf beruft, kommen nicht viele Personen als Fahrer in Frage. Also beschränken sich die Ermittlungsarbeiten auf einen sehr überschaubaren Personenkreis. Dann stehen in Kürze also freundlich lächelnde Beamte vor der Haustür, klingeln, sehen auf ein Foto und vergleichen es mit der Person, die die Tür aufmacht. Oder sie stehen einfach mal eine Stunde vor dem Hauseingang oder befragen die Nachbarn. Und glaub mir: Die Beamten haben ein deutlich besseres Foto als auf dem Anhörungsbogen ausgedruckt. Die kriegen also mit ziemlicher Sicherheit heraus, wer tatsächlich gefahren ist. Und dann werden zusätzlich zum Bußgeld noch Ermittlungskosten fällig.

Die Beamten haben ein deutlich besseres Foto als auf dem Anhörungsbogen ausgedruckt.

Das vergessen viele wenn sie das Foto sehen. Was da verschickt wird ist ein kleines Foto das mit einem Laserdrucker auf Reciklingpapier gedruckt wurde. Das Original ist meist stechend scharf

Brief ignorieren ist eine ganz schlechte Idee. Das Zeugnisverweigerungsrecht kannst du zwar in Anspruch nehmen, aber das wird die Sache für dich höchstens teurer machen (es wird ermittelt, wer gefahren ist. Wenn es nicht ermittelt werden kann, werdet ihr evtl. verpflichtet, ein Fahrtenbuch zu führen, damit man immer weiß wer gefahren ist. )

Wenn der Blitzer schon vor der Geschwindigkeitsbegrenzung stand, kannst du da aber mithilfe eines Anwalts Einspruch erheben.

Du bist zu schnell gefahren und Deine Mama kann jetzt ihr Recht auf Zeugnisverweigerung wahrnehmen, da sie damit ein Familienmitglied belasten würde. Aber zu welchem Preis?

  1. Polizei und Staatsanwalschaft stellen in solchen Fllen Ermittlungen an (zb. Befragung der Nachbarn) und haben Dich womöglich schnell am Wickel.
  2. Deine Mama läuft Gefahr ein Fahrtenbuch auferlegt zu bekommen, und das ist ein Aufwand den nun wirklich keiner haben muss und ist den Aufwand nicht wert selbst wenn Dir ein Fahrverbot und hohe Geldbuße drohen würde.

Also, Fahrer benennen, Strafe zahlen und alle bleiben glücklich

Ich kenne mich da gar nicht aus. Aber eins weiß ich: Wenn Du von einem Amt einen Fragebogen zum Ausfüllen bekommst, ist die allerschlechteste Idee, das Schreiben einfach zu ignorieren.

Am besten zahlst du die Strafe und gut isses.

Ansonsten wird es nur noch teurer und es könnte dazu kommen, dass deine Mutter ein Fahrtenbuch führen muss.

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