Finanzberater Swiss Life Select Schweiz

7 Antworten

Dass Du schreibst, dass Du Deinen "Freunden und Bekannten nicht falsch beraten und überteuerte Produkte verkaufen möchtest", spiegelt doch bereits ganz klar das fragwürdige Geschäftsmodell von Swiss Life Select wider: Das alte AWD Verkaufsprinzip "Oma-Opa-Onkel-Tante".

Die sogenannten Finanzberater werden dort hauptsächlich rekrutiert, um das Vertrauen derer Bekannten und Verwandten auszunutzen und ihnen Swiss Life Produkte zu verkaufen. Sobald der Bekanntenkreis des neuen Beraters abgegrast ist, verlässt er SLS wieder oder er muss neue Mitarbeiter für seine Struktur anwerben = Strukturvertrieb.

Die Tätigkeit ist auf selbstständiger Handelsvertreter HGB §84 Basis und mittels Provisionsvorschuss vorfinanziert, sodass Swiss Life Select Berater, die wenig verkaufen zum Schluss noch mit Schulden und einem Debetsaldo vor Gericht dastehen. Nähere Informationen findest Du auf:

http://www.finanzberater-erfahrungen.de/t13f3-Swiss-Life-Select-Erfahrungen-und-Einstiegsgehalt.html


http://www.wiwi-treff.de/home/lounge/read.php?ukatid=14&f=28&i=214340&t=214340&collapse=1

Ich arbeite seit nunmehr 13 Jahren bei SLS (vorher AWD). Wie bei jeder Versicherung wird auch hier auf Provi-Basis bezahlt. Für Außenstehende mag es so aussehen, wie WetWilly beschreibt, dass es eine Glaubensfrage ist, zuerst auf Verwandte und Freunde zuzugehen, um ihnen etwas zu "verkaufen". Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten meiner Freunde, Bekannten und Familienmitglieder froh waren, dass ich Ihnen aus unserem riesigen Angebot immer die für sie günstigsten Angebote raussuchen konnte. Bei gleicher Leistung zu den anderen Anbietern, versteht sich. Und ob ich jemandem eine Versicherung empfehle und sie auch verkaufe oder ob ein Bekannter von mir zu mir in ein Geschäft kommt und etwas kauft, ist doch letztlich egal. Und jeder muss für sein Geld arbeiten, egal ob auf Festgehalt oder auf Provision. Übrigens zahlen die meisten Versicherer inzwischen dieselben Provisionen, also geht es nicht darum, dem Kunden das Produkt zu verkaufen, welches die höchste Provi bringt, sondern - und das ist unser oberstes Gebot - welches dem Kunden die beste Absicherung zukommen lässt. Nur zufriedene Kunden kommen wieder und wir haben immerhin einen guten Ruf zu verlieren. Um also auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen: Kein Job ist heute krisensicher. Versicherungen wird es immer geben (müssen) und die Swiss Life Select hat den Vorteil, dass sie ihren Kunden eine große Bandbreite an Angeboten liefern kann. Gehst du zur Sparkasse, dann bieten sie dir nur eine Versicherung (Provinzial - und auch auf Provi-Basis !) an. Bei uns zählt, was der Kunde will und er kann frei wählen. Und wir bieten den Service an und der Kunde braucht sich nicht mit stundenlangen Warteschleifen am Telefon mit annonymen Menschen am anderen Ende abgeben. Dass ich bereits 13 Jahre "dabei" bin, spricht sicher auch für sich. JoelJoelKK, schau es dir an und entscheide für dich, ob das was für dich ist. Sprich mit Kollegen, mit Vorgesetzten. Nicht jeder ist für das Versicherungsgeschäft geboren. Ich arbeite allerdings sehr gerne hier!!!!

Danke Dir. Werde diesen Monat sicher noch ein wenig schauen und kann mich dann immer noch entscheiden ob ich bleiben will.

Swisslife ist ein völlig unseriöser Laden. Auf Vermittlung der BW Bank, obwohl sie bei Beratungsgesprächen immer angegeben hat 0.0 Risiko zu wollen, hat meine Mutter dort eine private Pflegeversicherung abgeschlossen und über €40.0000 Prämie gezahlt. Nachdem ihr jetzt eine Pflegestufe attestiert wurde, musste sie der Swisslife erlauben Auskünfte von sämtlichen Ärzten einzuholen. Die Swisslife spricht jetzt von arglistiger Täuschung wegen etwas was der Arzt als völlig normalen, altersbdingten Funktionsabbau bezeichnet. Jetzt will Swisslife weder die Leistungen erbringen noch die Prämie zurückzahlen.

Sowohl der Arzt als auch der Anwalt haben mir versichert, dass das gängige Praxis ist, weil die Versicherung bei älteren Menschen nicht mit großem Widerstand rechnet.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Die Swisslife ist auch ein eigener Versicherer. Die SwissLifeSelect ist ein Tochterunternehmen was Vergleiche anbietet.

Wenn ich recht informiert bin, ist die Swiss-Life-Select aus dem AWD hervorgegangen.

Mit dem AWD hatte ich einmal kurz Kontakt während meines Studiums. Damals wurde man von den bereits tätigen "Beratern" unverblümt aufgefordert, Abschlüsse insbesondere im Bekannten und Verwandtenkreis zu "generieren". Tatsächlicher Bedarf der Endkunden spielt bei der "unabhängigen Beratung" keine Rolle, was zählt ist die Provision.

Damit war für mich klar: das ist ein unseriöser Verein.

Ich persönlich würde Geschäft und Privates immer strikt trennen, denn eines ist sicher: mit jedem Abschluss werden Provisionen fällig (daher kommt nunmal das Einkommen). Die Provisionen bezahlt im Endeffekt der "Versicherte". Und für mich käme es nicht in Frage, mich an Freunden und Verwandten zu bereichern.

Ja das gefällt mir auch nicht. Aber wenn wirklich beide davon profitieren, sollte es ja trotzdem kein Problem sein.

Natürlich zahlt der Versicherte die Provisionen, woher soll das Geld denn sonst kommen? Das ist überall so und bei jeder Versicherung und bei jedem Unternehmen. Wenn ich mein Kind im Kindergarten anmelde, bezahle ich damit die Erzieher(innen) und die Kosten fürs Spielzeug etc. Im Supermarkt bezahle ich auch den Lohn der Kassiererin und der Dame an der Wursttheke - egal ob ich Wurst kaufe oder nicht! Und bei der Versicherung bzw. Geldanlage bezahle ich eben den Berater, dessen Lohn heißt aber Provision, denn er kriegt sie nur, wenn ich abschließe - also er seinen Job gut macht. Die Kassiererin kriegt ihren Lohn auch dann, wenn sie mit fettigen Haaren an der Kasse sitzt und keinen Bock hat meine EC-Cash-Zahlung anzunehmen.

Da kann ich nicht stornieren und sagen, nö ich will ne andere Kassiererin oder wir vergessen meinen Einkauf.

Es ist also gar nichts falsches daran, wenn man Provisionen von seinen Kunden bekommt.

@Kayana

Mit der Provision als solches habe ich kein Problem - für mich kommt es halt nicht in Frage, mit Freunden und Verwandten Geschäfte zu machen.

Ich wurde damals aber eben genau dazu aufgefordert - und das in ähnlicher Manier wie von bronkhorst beschrieben...

@Kayana

Du weißt, dass Du den Lohn der Erzieherin und der Kassiererin im Supermarkt bezahlst und kannst auch in etwa einschätzen, wie hoch der ist. Du weißt auch, was Du dafür bekommst.

Die Provision dagegen ist undurchsichtig, die Höhe den Leuten, die eine Versicherung abschließen, nicht bekannt. Was sie letzten Endes für ihr Geld bekommen, also einkaufen, wissen sie auch nicht.

Zudem werden die Versicherten - und das muss mal so deutlich gesagt werden - regelmäßig falsch beraten, es werden Versprechen gemacht, von denen die sog. "Berater" von Anfang an wissen, dass sie nicht stimmen; später wird dann darauf verwiesen, dass nur die - bewußt unverständlich gehaltenen - Ausführungen im seitenlangen Kleingedruckten gelten und mündlische Absprachen nichtig sind.

Ich darf vielleicht daran erinnern, dass ein Großteil - meines Wissens über 40 Prozent - der Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt wird, dass viele Versicherungsnehmer nicht einmal soviel Geld herauskriegen, wie sie eingezahlt haben, dass Versicherungs"berater" häufig völlig unnötige und überteuerte Policen verkaufen, dass z. B. die Riester-Rente ein planmässig durchgezogener Betrug am Kunden ist, dass eine große Versicherung ihre "erfolgreichsten" (d. h. charakterlosesten) "Berater" zu einer superteuren Sause in einen Budapester Nobelpuff eingeladen hat, dass Versicherungsnehmer regelmäßig um die ihnen zustehenden Gelder vor den Gerichten streiten müssen (und die Versicherungen schlicht und einfach hoffen, dass die betroffenen Menschen, mit ihren Nervern fertig und in Geldnot, auf große Teile der die ihnen zustehenden Ansprüche verzichten und aufgeben), und ... und .... und...

Versicherungsberater, die "ihren Job gut machen", gibt es nicht - zumindest ich und auch niemand, den ich kenne, ist jemals einem solchen Wesen begegnet.

"Die Kassiererin kriegt ihren Lohn auch dann, wenn sie mit fettigen Haaren an der Kasse sitzt und keinen Bock hat meine EC-Cash-Zahlung anzunehmen."

Die Kassiererin mit den fettigen Haaren kriegt erstmal nur einen winzigen Bruchteil von dem, was windige Berater kassieren, zweitens ist sie ihren Job in Windeseile los, und drittens ist jedenfalls meine EC-Karte bisher immer akzeptiert worden - wenn das bei Dir nicht so ist, wird es wohl andere Gründe haben..... :-))

Was riet doch Carsten Maschmayer, der Gründer der AWD, noch seinen "Finanzberatern": "Entweder Sie verdienen Ihr Geld mühsam allein oder Sie lassen andere für sich arbeiten." Das ist die Essenz des Berufs "Finanzberater", und gerade deshalb haben diese Leute - verdientermassen - einen derart miesen Ruf.

@BalduinB

Sehr treffend formuliert!

Jede Versicherung beschäftigt Leute, die auch gutes Geld verdienen wollen. Keiner hat etwas zu verschenken.

Das Prinzip ist überall gleich: Der Kunde gibt sein Geld - die Versicherung muss damit wirtschaften (zurzeit sehr schlechte Ergebnisse) - Angestellte und Kunden wollen am Ende bezahlt werden.

Da viele dieser Versicherungen ihre Gelder (also das Geld der Kunden) in Staatsanleihen anlegen (müssen), bleiben zumindest überschaubare Ergebnisse.

Garantiert werden bei LV Zinsen zurzeit von ca. 1,5 %... Das ist so gut wie nichts.

Sinnvoll sind (aus meiner Sicht) daher zurzeit nur Unfallversicherungen oder AU-Versicherungen. Das Geld ist zwar weg, aber du bist im Rahmen abgesichert.

Als freier Versicherungsmakler hast du vielleicht weniger Kunden - aber vielleicht zufriedenere... und du kannst ruhiger schlafen.

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