Fahrschule Wien Abzocke mit Fahrsicherheitstraining vor den richtigen Fahrstunden?!

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Hallo Johnny, ich bin Fahrtrainer bei der Fahrschule Schwedenplatz und Dein Schreiben trifft mich, als ein Fahrlehrer, der wie all meine Kollegen, seine Beruf mit großer Freude und hohen Verantwortungsbewusstsein ausübt, sehr! Sollten bei Euren Informationsgespräch manches so rübergekommen sein dass es Dich zu diesen Bedenken veranlasst möchte ich gerne näher darauf eingehen. Die mindest Stundenanzahl der Ausbildung der Lenkberechtigung der Klasse A beträgt gesetzlich 12 Unterrichtseinheiten. Mindestens 8 Unterrichtseinheiten von diesen 12 müssen im Straßenverkehr durchgeführt werden, mindestens 4 Unterrichtseinheiten werden die für Fahrtechnikübungen am Platz aufgewendet . (Eine Unterrichtseinheit entspricht 50 Minuten) Das sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die 4 Stunden Fahrsicherheitstraining vor dem eigentliche Beginn der Ausbildung gibt es nicht, das ist bereits Teil der Ausbildung. Da gab es augenscheinlich einen Fehler in der Kommunikation. Wir sind eine Fahrschule die unseren Kandidaten auch gerne die Möglichkeit bietet bei Bedarf, oder auch geringen Vorkenntnissen die Fahrzeugbedienung bis hin zur Fahrzeugbeherrschung noch einmal zu perfektionieren. Alleine um lange Wartezeiten zu vermeiden reservieren wir aus diesen Grund einen zweiten Termin in kurzen zeitlichen Abstand vor. Es ist nicht gut wenn in diesem Stadium der Ausbildung zu lange Wartezeiten entstehen. Ob dieser Termin wahrgenommen wird oder nicht liegt im Ermessen des Kandidaten mit Beratung seines Trainers. Die Entscheidung liegt alleine beim Kandidaten!! (Für 4 Unterrichtseinheiten am Motorrad: 1 Kandidat=1 Motorrad, werden nur 2 Unterrichtseinheiten in Rechnung gestellt!!) Gerade bei der Ausbildung am Motorrad sind allerdings geprägte Automatismen im Bezug auf Fahrzeugbeherrschung und Blicktechnik von enormer Bedeutung. Der Trainer hat ab der ersten Ausfahrt im Straßenverkehr, im Gegensatz zu der Ausbildung B, keine Möglichkeit einzugreifen. Die Kandidatin muss das Fahrzeug alleine und in allen Situationen beherrschen können. Bei der Motorradausbildung hat das Training am Platz noch höheren Stellenwert als bei Ausbildung B bei der das Fahrschulfahrzeug mit zusätzlichen Pedalen ausgestattet ist und der Trainer notfalls eingreifen könnte. Motorradfahren gehört zu den schönsten Erlebnissen im Straßenverkehr! Um dieses wirklich auskosten zu können ist der perfekte Umgang mit den Bike Voraussetzung. Wir können das beibringen! Das ist unsere Aufgabe. Es geht nicht ums Geld, auch die Prüfung ist nicht unser Hauptziel! (Natürlich machen wir die beim Ersten mal! Wir können ja fahren!) Wir müssen nach der Prüfung auf unser Motorrad aufsteigen und es über die schönsten Passstraßen ohne Bedenken und mit reiner Fahrfreude bewegen können. Alle unsere Fahrtrainer sind selbst leidenschaftliche Motorradfahrer. Wir wissen um was es geht! Ich hoffe ich konnte einige Deiner Bedenken klären. Sollten noch Fragen im Raum stehen wende Dich gerne an eine unserer Bürodamen oder auch gerne an mich. Robert robert@drivecompany.cc

danke füe die hilfreiche antwort!

Klingt wirklich merkwürdig, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das bei anderen Fahrschulen in Wien üblich ist.

Auch ich würde mal beim Konsumentenschutz/AK/ÖAMTC nachfragen. Je nach Ausgang des Beratungsgesprächs würde ich dann entweder dieses Fahrsicherheitstraining verweigern oder überhaupt ganz von dem Vertrag zurücktreten und eine andere Fahrschule aufsuchen.

hallo johnny,

nachdem ich selbst bei der von dir genannten fahrschule den A-schein gemacht habe möchte ich dir gerne meine sicht der dinge schildern.

1.es handelt sich beim ASG weder um ein fahrsicherheitstraining noch um ein "driving-camp". 2. die richtige antwort, was es ist, hast du dir schon selbst gegeben.

ich zitiere dich: "Überall sonst geht man mit dem Lehrer auf einen großen Parkplatz und fährt danach auf der Straße, wenn der Lehrer es für richtig hält!"

genauso verhält es sich hier, ausser, dass der parkplatz der übungsplatz der fahrschule ist. es werden die notwendigen basics vermittelt. wenn jemand keine 10m geradeaus fahren kann, jedesmal beim stehenbleiben umfällt oder bei jeder kurve aufgrund mangelnder blickführung geradeaus fährt - na dann viel spaß mit ihm auf der straße. er ist dann nicht nur eine gefahr für sich selbst, sonder auch für die anderen verkehrsteilnehmer. möglich, dass das bei deiner tochter nicht der fall ist - dann wird sie auch nach dem ASG gleich auf der Straße fahren. was die abzocke betrifft, so weiß ich von meinen fahrlehrern, dass sie in der Motorradsaison deutlich mehr als 40h/Woche arbeiten und oft schon wochen im voraus ausgebucht sind - die würden gerne weniger arbeiten. ich hatte nicht den eindruck, dass mir jemand was verkaufen wollte - sie wollten mir einfach sicheres motorradfahren beibringen. Ich hatte auch nicht den eindruck, dass der fahrlehrer nach "Güte" entschied, wie du meinst, sondern nach Wissen und Gewissen. "Güte" hat beim motorradfahren keinen platz - schau dir einfach die unfallstatistiken der letzten jahre an.

liebe grüße

fritz

Hallo johnny,

nachdem ich selbst in der von dir benannten Fahrschule den Motorradführerschein gemacht habe, möchte ich dir gerne meine Sicht der Dinge schildern. 1. Es handelt sich bei den genannten Stunden weder um ein Fahrsicherheitstraining noch um ein "driving-camp". Die Begriffe sind einfach falsch. 2.Es ist einfach so, wie du selbst in deinem posting geschrieben hast.

Ich zitiere dich: "Überall sonst geht man mit dem Lehrer auf einen großen Parkplatz und fährt danach auf der Straße, wenn der Lehrer es für richtig hält!"

Der einzige Unterschied ist, dass du auf einem Übungsplatz der Fahrschule bist. Und wenn jemand mit einem Motorrad keine 10m geradeaus fahren kann bzw. jedes Mal bei stehenbleiben umfällt oder bei jeder Kurve aufgrund mangelnder Blickführung geradeaus weiterfährt - na dann viel Spaß mit ihm auf der Straße. Es werden einfach basics geübt, die man beim Fahren auf der Straße braucht. Und was man nicht kann, muss man eben üben, sonst bist du auf der Straße eine Gefahr für dich und für die anderen. Was die "Abzocke" betrifft, dann hörte ich von meinen Fahrlehrern, dass sie in der Motorradsaison erstens deutlich mehr als 40h/Woche arbeiten und zweitens oft über Wochen im voraus ausgebucht sind - die hätten alle nichts dagegen ein bisschen weniger zu arbeiten - aber such´doch das Gespräch mit den Damen im Büro oder einem Motorradfahrlehrer - die können dir sicher erklären worum´s da geht.

Liebe Grüße

hallo!

schön, dass sich ein mitarbeiter der fahrschule meldet :) ich verstehe schon, dass es gut ist zu üben, auch auf einem großen platz! ich verstehe jedoch nicht, weshalb man jemanden daran hindert dann mit der ausbildung weiterzumachen und nochmal zur kasse bittet! man könnte reguläre fahrstunden dann verwenden um weiter zu üben und dann ggf. nochmal eine fahrstunde am schluss drannhängen! wie du sagtest, alles ist dann wochenlang ausgebucht. man kann sich keine fahrstunden ausmachen, bevor man dieses training absolviert hat. die fahrschule wirbt mit einer expressausbildung, davon kann keine rede sein. ich habe auch mit dem konsumentschutz und öamtc gesprochen, wie man es mir geraten hat. im zweifelsfall, also wenn man nicht 3x vom motorrad gefallen ist und sich selber sicher fühlt für die straße, dann kann und soll man auf die fahrstunden bestehen die einem auch zustehen. weil seien wir uns mal ehrlich, es geht dabei ums geld, in anderen fahrschulen wo es solche "services" nicht gibt bestehen die leute auch die prüfung...

ich werde meiner tochter auch dazu raten mit dem fahrlehrer lange zu sprechen nach dem "training" und (ich weiß sie kann fahren) danach höflich bitten die ausbildung weiter machen zu dürfen. falls ihr das ausgeredet wird, schaue ich mal bei der fahrschule vorbei und spreche mit den damen und herren.

ich will jetzt nicht anfangen mit "früher hätte es sowas nicht gegeben..." aber wenn man sich heute anschaut was die jungen da alles ausgeben müssen für den lappen und was die da zum teil wirklich in den weg gelegt bekommen... das ist schon ein wahnsinn... und die "alten" motorradfahrer leben auch noch und mussten das nicht machen!

Ein Fahrsicherheitstraining ist jedem Motorradfahrer zu empfehlen. Auch wnn man schon 20 Jahre Motorrad fährt.

Aber ein solches, bevor man überhaupt Motorrad fahren kann, also noch bevor man Fahrstunden absolviert hat, ist natürlich ein Unsinn und ich halte das für Nonsens, bzw. für ein Missverständnis.

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