Erfolgreich Schadensersatz vom Finanzamt erzielt

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Eine Schätzung des Finanzamts erfolgt nur, wenn man seinen steuerlichen Verpflichtungen zur Abgabe von Steuererklärungen trotz Mahnung nicht nachgekommen ist. Und auf jedem Schätzungsbescheid steht eine Rechtsbehelfsbelehrung. Wenn man trotz Rechtsbehelfsbelehrung keinen Einspruch einlegt und die Schätzung rechtskräftig werden lässt, wird das Finanzamt sich auch die Festgesetzte Steuer holen, und wenn es nicht anders geht, durch Gehalts- oder Kontenpfändung. Ergebnis: Wenn man alles falsch macht was man nur falsch machen kann, darf man sich nicht beschweren.

Nö, uns das wird auch nicht vorkommen. Denn für Schadenersatz muss ein Verschulden des Finanzamts vorliegen. Gegen überhöhte Schätzungen gibt es Rechtsmittel. Wer diese nicht einlegt, nimmt die Schätzung in Kauf und somit haben wir kein Verschulden des Finanzamts.

Auch gegen Pfändungen gibt es Rechtsmittel.

Klagen musste ich dazu bisher noch nie, das Finanzamt hat es immer freiwillig eingesehen und gezahlt. Die Verschuldensfrage war auch stets eindeutig: Amtspflichtverletzung (§ 839 Abs. 1 BGB) im Zusammenhang mit unterlassener Anhörung (§ 91 AO).

Bei einer Schätzung - selbst wenn sie überhöht ist - sehe ich allerdings kein Verhalten seitens des Finanzamts, das Schadensersatz begründen könnte. Erstens lässt sich eine Schätzung ganz leicht aus der Welt schaffen: durch Abgabe einer korrekten Steuererklärung. Und zweitens ist eine der Höhe nach bewusst zum Nachteil des Steuerpflichtigen erfolgte Schätzung (also eine "Strafschätzung") ohnehin von vornherein nichtig (FG München Urteil vom 23.02.2010 - 13 K 3668/08; FG München Urteil vom 30.03.2007 - 14 K 2502/05; FG Münster Urteil vom 25.04.2006 - 11 K 1172/05 E; FG München Urteil vom 14.03.2005 - 10 K 1418/02), kann also keinerlei Wirkung entfalten, also auch keinen Schaden anrichten. In der Regel sind Schätzungsbescheide aber nicht nichtig, sondern lediglich rechtswidrig und mit Einspruch anfechtbar.

Muss ich meinen Casinogewinn versteuern?

Ich habe schon viel im Internet über dieses Thema recherchiert aber meist nur wiedersprüchliche Antworten gefunden.

Ich bin ein gewöhnlicher Angestellter mit einem leider mehr als gewöhnlichen Gehalt.

Um das aufzubessern hab ich es mal mit Glücksspiel und Online Poker versucht, nicht so erfolgreich, hab mir nämlich damit mehr geschadet als geholfen.

Doch irgendwann lernte ich daraus und habe mir selbst Limits gesetzt, ich lernte bescheidener und intelligenter zu Spielen und siehe da im Online Pokern fahre ich regelmäßig gewinne ein die teilweiße doppelt, sogar dreifach so hoch wie mein Monatsverdienst sind.

Ich nehme einmalig im Monat 500€ in die Hand und mach an einem Tag zwischen 4 und 8 000€ und spiel dann erst wieder im nächsten Monat. 500€ lass ich immer auf mein Spielkonto drauf und der Rest wandert auf Paypal oder über Paypal auf mein Girokonto. In den letzten 5 Monate sind damit schon über 30 000€ zusammengekommen. Mehr als mein Jahresgehalt. Jetzt habe ich etwas Angst ob ich das nicht irgendwo hätte melden müssen bzw. versteuern lassen. Bisher hst jedenfalös niemand danach gefragt.

Zur eigentlich kurzen Frage: Muss ich die Gewinne versteuern? Werde ich damit vom Finanzamt als "Profispieler" gesehen der gewerblich Einnahmen erzielt? (Ich hab einen Aufwand von etwa 5 Stunden und das nur einmalig im Monat! Trotzdem mehr Einnahmen erzielt als bei meinem Job wo ich 180 Stunden im Monat arbeite! Relevant????)

Ich möchte meinen sicheren Job nicht aufgeben, vielleicht auf Teilzeit runtergehen. Auch weil das zu meinen erlernten Erfahrungswerten und Spielprinzipien gehört nicht gierieg zu werden, deshalb strebe ich auch nicht an das "Hauptberuflich" zu machen.

Falls das allerdings auf langer Hinsicht weiterhin so gut klappt denke ich zumindest darüber nach gar nicht mehr zu arbeiten. In dem Fall was müsste ich beachten? Würde mir ein Umzug ins Ausland Vorteile verschaffen (hatte sowieso vor spätestens zur Rente in die Heimat meiner Eltern nach Mazedonien auszuwandern)

Wer kann mir zu dem Thema ein paar Infos geben?

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Zweitkonto einer Dritten für Alltagsüberweisungen nutzen bei gepfändeten eigenem Konto?

Hallo,

Hintergrund:

es geht um folgendes. Ich habe ne Pfändung auf dem eigenem Konto Girokonto Sparda Bank(wg. Kein ALG2 trotz Krankenversicherungspflicht). Jetzt bin ich mal "kaufmännisch ungut", nichts für ungut. Damit fallen Onlinebanking, Dauerüberweisung weg und es gibt Freibeträge des P-Kontos. Alles in allem zu schikanös und ich habe oft dringend höhere Beträge als 1100€ zu überweisen, etwa bei Mietnachzahlungen. Die zu überweisenden Beträge, nehmen wir mal an, kommen von Darlehen von Freunden. (Da auch gerne oft gefragt)

Frage:

Ist es nicht möglich, eine Vertrauensperson zu gewinnen, die ein a) auf ihren Namen ein Zweitkonto ohne Dispo und Onlinezugangschlüssel einrichtet, b)keine Transfergeldempfängerin mit eigenen Freibeträgen ist und die mir dann selbsttätige Kontoaktivitäten per Internet ermöglicht, welche sich dann im Rahmen von Alltagsgeschäften bewegen sollten, Miete, Strom, Computer kaufen, etc.

Was spräche noch dagegen? (Die Person hätte Zusatzaufwand bei Erklärungen, Steuerklärungen, mit dem Finanzamt)

Und im welchem Risikorahmen bewegen wir uns sonst? Könnte man etwa davon sprechen, um eine Hausnummer zu geben, es ist so, als ob man in einen Freundeskreis fürs Gemeinschaftsauto die Auto-Versicherung stellt? Wäre das Risiko eines "Kontoservice aus Gefälligkeit" eher höher oder geringer? (Ich würde meinen geringer.)

Gibt es formal-legale Hürden? Und auf welchem Hintergrund? (Z.b. sehe ich es nicht ein, was dagegen, spricht für eine Dritte Person, bevollmächtigt eine Überweisung auf ihrem Onlinezugang zu tätigen - auf ihrem Rechner, neben ihr sitzend, ihr helfend den Computer zu bedienen, wo ist denn da die Grenze? Wäre das dann in der Tat ein Grauzone?).

Was hat es mit Befürchtungen wider Terror, Geldwäsche etc -Gesetze zu verstoßen auf sich? (Nichts)

Welche Art von "Bank-Angebot"kommt dazu in Frage? Etwa ein Gemeinschaftskonto?? unter Einbeziehung meiner Person? Aber das wäre dann doch auch pfändbar, oder nicht? Wie kann ich bei solcher Abwicklung einer Kontoeinrichtung als nutznießender Dritter behilflich sein, schließlich gehe es um einen fremden Aufwand an der eigenen Person?

Danke für Hilfestellung im Voraus.

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