Enorme Stromrechnung eventuell über falsch installierten Boilen / Warmwasserspeicher?

5 Antworten

Elektroboiler sind wahre Stromfresser. Da kann schon eine Menge zusammenkommen. Ich glaube aber nicht, dass er falsch angeschlossen ist. Da ist eher mit einem Schaden im Boiler zu rechnen. Melde ihn als kaputt an Deinen Vermieter, denn der ist für die Reparatur verantwortlich. Der Vermieter schickt dann einen Elektriker, der das Ding überprüft. Der kann Dir auch sagen, was Du machen kannst, um den Energieverbrauch zu senken. Es wird aber nicht möglich sein, Deinen Vermieter an den Verbrauchskosten zu beteiligen. Für seinen Verbrauch ist jeder selbst verantwortlich. Wenn Dir der immense Verbrauch erst bei der Rechnung auffällt, dann ist das zwar traurig, aber dafür bist Du allein verantwortlich. Wenn man in eine neue Wohnung zieht, dann sollte man öfters seine Zählerstände ablesen und vergleichen. Die Maklerin macht das nicht für Dich. Auch wenn sie inkompetent war, die Energiekosten werden immer direkt zwischen Mieter und Versorger abgerechnet. Die Maklerin hatte also wenig Chancen, Dich auf so etwas hinzuweisen - sie wusste es schlicht und einfach nicht. Ich glaube nicht, dass Du ihr bewusste Täuschung unterstellen und sie zur Kasse bitten kannst. Das gleich gilt für den Vermieter. Wenn der vom Mieter keine Schadensmeldung erhält, kann er den Schaden und die daraus resultierenden Kosten auch nicht per Ferndiagnose feststellen.

So ein Boiler ist leider eine Energieschleuder. Der Grund liegt darin, dass Du immer 120 Liter Wasser erwärmst, außer beim Baden, aber niemals soviel warmes Wasser brauchst. Natürlich kühlt das Wasser wieder von alleine ab. Besonders groß ist die Energieverschwendung, wenn das Wasser auf Temperatur gehalten wird, hier ist es effizienter, das Wasser unmittelbar, bevor man es braucht, mit der Schnellheizfunktion zu erwärmen. Bei der Menge lohnt sich wirklich nur zum Baden, den Boiler zu benutzen. Ein normaler Durchlauferhitzer benötigt einen Drehstromanschluß (Dreiphasenwechselstrom) ohne den, und (wahrscheinlich) eine neue Zuleitung geht es nicht. Besser wäre es einen kleineren Boiler anzubringen (wenn Du auf´s Baden verzichten kannst reichen 30 l) z.B. 80 l mit Temperaturreglung. Das Wasser nur so heiß/warm erwärmen, wie unbedingt notwendig. Je heißer das Wasser im Boiler ist, um so größer der Verlust. An Waschbecken könnte man eigene kleine Boiler anbringen, um so gezielter nur die Menge zu erwärmen die man braucht.

Natürlich verbrauchst du über die Boosttaste mehr Energie, wenn du diesen öfters (am Tag) benutzt. Dort wird mit dann mit 100% Leistung 120 liter erhitzt. Im normalen Betrieb wird dieses Wasser auf Temperatur gehalten. Man verbraucht dann kontinuierlich, aber weniger Energie. Vielleicht reicht es über Nacht abzuschalten, oder wenn man länger nicht zu Hause ist. Wie allerdings auf einen normalen Betrieb umzuschalten ist, kann ich dir nicht verraten, vielleicht gibt es irgendwo eine Anleitung?

Generell würde ich mal mit dem Vermieter sprechen, ob man nicht einen elektronischen Durchlauferhitzer installieren kann. Das hat den Vorteil, dass du keinen Vorrat an Warmwasser bereithalten musst und nur noch Energie verbrauchst, wenn du wirklich Bedarf hast. Bei diesen Energiekosten lohnt es sich wahrscheinlich sogar, wenn du dass selber finanzierst.

Der Vermieter ist für die ordnungsgemäße Funktion des Boilers verantwortlich. Du musst ihm das melden (am besten schriftlich) und ihn auffordern, den Boiler zu überprüfen/zu reparieren. Dann kannst du ihn (wenn sich herausstellt, dass der Boiler nicht richtig eingestellt war) natürlich an den Stromkosten beteiligen. Sowas nennt man Regress.

ja ist alles toll und so, aber nicht in der realität

die dinger gehen nicht kaputt und können auch nicht falsch eingestellt sein

sie funktionieren einfach wie ein tauchsieder

@Windradsprenger

Das ist so nicht ganz richtig. Ich hatte auch mal einen Boiler, der im Dauerbetrieb lief, weil er nicht richtig eingestellt war. Zudem war er verkalkt und hatte deshalb ebenfalls höhere Stromkosten.

@trollshow

Ja richtig, dass Ding muss regelmäßig gewartet werden. Diese Kosten trägt allerdings der Mieter.

Den Vermieter kann man nur in Regress nehmen, wenn er einen Mangel an der Wohnung bewusst verschwiegen hat. Das heißt, man muss nachweisen, dass der Vermieter von dem falsch eingestellten Boiler gewusst hat. Das wird kaum möglich sein.

Generell ist immer die gleiche Menge Strom notwendig, um eine bestimmte Wassermenge aufzuheizen.

Ob das in kurzer Zeit mit hoher Leistung oder über längere Zeit mit niedrigerer Leistung passiert, ist unerheblich.

Generell ist solch ein Wasserbereiter sehr teuer und unwirtschaftlich - Strom ist doppelt so teuer als wenn das Wasser mit einer normalen Heizungsanlage erwärmt wird.

perlen vor die säue unzo

Von Prinzip hast du recht, aber es gibt da immer noch den Haken, dass man schauen muss, wann man wirklich Bedarf hat. Wenn man nämlich das Wasser auf Temperatur hält, verbraucht man mehr Energie, wenn man nur einmal am Tag warmes Wasser braucht.

Und Strom ist etwa 4mal so teuer. Aber auch hier ist es unsinnig, wenn man keine Solaranlage hat, den Warmwasserbedarf zu bevorraten. Hierfür den Sommer durch die Heizanlage in Gang zu halten ist zu kostspielig. Besser ist ein Durchlauferhitzer.

Energieeffienzklasse D/E am Haus akzeptabel?

Wir haben ein Haus gekauft und gerade den Energieausweis nachgereicht bekommen. Das Haus ist von 1995 und wir sind davon ausgegangen, dass das schon grob passen wird. Zum Kauf lag der Ausweis noch nicht vor und wurde jetzt nachgereicht.

Es handelt sich scheinbar um die kostengünstige Variante wo einfach mit den Verbrauchswerten der jetzigen Bewohner gerechnet wurde. Meiner Meinung nach, sagt das überhaupt gar nichts über den tatsächlichen Verbrauch aus. Zur Zeit wohnen dort 5 Personen... wir sind erstmal zu nur zweit. Das ist ja wohl kaum vergleichbar?

Ergebnis: Zwischen D und E oder ein E+ bzw. 132,5 kWh/(m2a).

Wie soll ich das nun deuten? Klar, B oder C wäre besser gewesen. Aber ist das ein akzeptables Ergebnis für ein Haus von 1995? Unser Budget ist durch den Kauf und Renovierung fast verbraucht. Große Modernisierungsmöglichkeiten sitzen deshalb nicht drin ABER wären diese denn überhaupt lohnenswert? Ein "Upgrade" zu B? Einen Altbau von G auf B zu modernisieren rechnet sich ja mit Sicherheit. Aber D/E ist ja jetzt nicht ganz soooo schlecht. Oder sehe ich das falsch?

Und, zu guter Letzt: Ich hab so das Gefühl als sei der Energieausweis das Papier nicht wert, auf dem er steht. Angeblich verbrauchen die jetzigen Bewohner jedes Jahr exakt die selbe Menge an Öl / kWh. Zwischen 2010 und 2013 jedes Jahr exakt 1.800 Liter Heizöl bzw. 18.144 KwH.

Was ich auch komisch finde: Das Haus hat eigentlich 125m2 zzgl. ausgebauter Spitzboden und Keller. Im Energieausweis ist die Rede von einer Wohnfläche von 150m2 ? Ist das jetzt einfach inkl. Spitzboden oder wie muss man das verstehen?

Da wurden doch einfach irgendwelche Werte eingetragen!?

Das halte ich für ziemlich unrealistisch?!

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