Einschreiben mit und ohne Rückschein?

7 Antworten

Du hast halt die Unterschrift des Empfängers und damit auch den Zeitpunkt der Annahme bzw. Abholung des Briefs. Mehr auch nicht. Eigenhändig würde ich eher vorziehen, dann bist du sicher dass es die entsprechende Person auch angenommen hat und nicht jemand anders im Haushalt /falls der Fall).

Du hast halt die Unterschrift des Empfängers und damit auch den Zeitpunkt der Annahme bzw. Abholung des Briefs.

Den Zeitpunkt der Annahme habe ich auch so, weil ich mir die Sendungsdetails online abrufen kann. Mir geht’s eben darum, ob mir die Originalunterschrift etwas bringt.

Eigenhändig würde ich eher vorziehen, dann bist du sicher dass es die entsprechende Person auch angenommen hat und nicht jemand anders im Haushalt /falls der Fall).

Ich danke Dir für die Anregung. Allerdings muss ich gestehen, dass ich damit noch nie Probleme hatte. Ich stelle es mir unter Umständen sogar eher hinderlich vor, wenn ich jemandem einen Brief schicke und die Sekretärin ihn dann gegebenenfalls gar nicht entgegennehmen kann. Da hätte ich dann schon Bedenken, dass die Sendung deswegen zurückkommen könnte.

Rückschein hat in der Tat einen höheren Beweiswert - wenn er denn auch zurückgeschickt wird. Dazu ist niemand gezwungen. Niemand muss sein Einschreiben annehmen oder von der Post abholen.

Am besten ist es so:

Man schickt vorab eine Faxnachricht

Dann parallel dazu noch ein Einschreiben/Rückschein

Und noch eine E-mail hinschicken, in der man auf die Versendungsformen hinweist.

Viel Arbeit, viel Aufwand, aber vor Gericht am sichersten.

Es genügt, ein Einschreiben eigenhändig mit Rückschein zu versenden. Dieses kommt garantiert an oder garantiert zurück, wenn es keiner angenommen hat. Der Rückschein ist ein Service der Post und wird immer zurück geschickt, wenn das Einschreiben sein Ziel erreicht hat.

@DerPinocchio

Er kommt natürlich garantiert zurück - nur dann ohne den Nachweis, daß das Einschreiben angenommen wurde.

Ein Rechtsanwalt des Verbraucherschutzes hat neulich genau für den Hergang plädiert, den ich aufschrieb.

@DerPinocchio

Das scheint aber in manchen Ländern nicht bekannt zu sein, dass der zurückgeschickt werden soll/muss. Wie oben erwähnt, bekam ich nix zurück. Und die Antwort von der Dame am Postschalter war ein Achselzucken.

Rückschein hat in der Tat einen höheren Beweiswert - wenn er denn auch zurückgeschickt wird.

Das finde ich interessant. Inwiefern ist denn der Beweiswert höher? Was ist denn der wesentliche Unterschied, ob der Empfänger auf dem Rücksein oder auf Auslieferungsbeleg unterschreibt?

Viel Arbeit, viel Aufwand, aber vor Gericht am sichersten.

Am sichersten dürfte wohl die Zustellung per Gerichtsvollzieher sein. Aber für die allermeisten Dinge, die ich so verschicke, ist das auch ein bisschen übertrieben.

@john4711

Warum der Beweiswert höher ist, weiß ich nicht. Ich habe nur aufgeschrieben, was ich kurz vorher gelesen habe.

Beim Rückschein muß der Empfänger den Erhalt des Einschreibens bestätigen. Bei einem Einwurfeinschreiben bestätigt auf Nachfrage das zuständige Postamt, dass der Briefträger den Brief in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen hat. Daran kannst Du sehen, dass das Einschreiben / Rückschein etwas höherwertiger ist. Für die Beweispflicht reichen beide aus. Anders sieht es aus, wenn das ES/RS nicht übergeben werden kann, dann muß der Empfänger dieses beim Postamt abholen. Die Lagerfrist endet allerdings nach 4 Wochen. Danach erhälst Du das komplette schreiben zurück mit einem entsprechenden Hinweis, dass die Zustellung nicht erfolgen konnte. Auch das hätte vor Gericht Beweiskraft, da ein nicht abgeholtes Schreiben der Gegenseite sicher nicht positiv angerechnet werden würde.

Beim Rückschein muß der Empfänger den Erhalt des Einschreibens bestätigen. Bei einem Einwurfeinschreiben bestätigt auf Nachfrage das zuständige Postamt, dass der Briefträger den Brief in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen hat.

Beim normalen Einschreiben bestätigt der Empfänger auch, dass er die Sendung erhalten hat. Nur bekommt man als Absender eben nicht den Originalbeleg, sondern nur einen Scan. Und genau darum geht’s mir: Nützt mir dieser Originalbeleg irgendwas, oder ist das Einschreiben mit Rückschein sonstwie sicherer? Vom Einwurfeinschreiben rede ich nicht.

@john4711

Sorry, ich dachte ernsthaft, dass es das klassische Einschreiben gar nicht mehr gibt. Wir haben im Dienst nur Einwurf- oder Rückschein versendet. In dem Falle hat der RS nur den Vorteil, dass Du eine schriftliche Bestätigung bekommst. D.h. vor Gericht musst Du nicht erst alle Infos von der Post einholen. Und Du selbst bist vielleicht auch etwas ruhiger, wenn Du den Nachweis hast.

Hallo,

Ohne Rückschein bekommst Du keine Info, ob und wann der Brief angekommen ist. Wenn Du es wissen willst, müsstest Du bei der Post anrufen und anhand der Einschreibenummer eine Nachforschung anstreben.

Bei Einschreiben mit Rückschein bekommst Du einen schriftlichen Nachweis mit der Info, wann und wem der Brief übergeben wurde bzw. bei Einwurfeinschreiben, wann der Brief an der Zieladresse eingeworfen wurde.

Ohne Rückschein bekommst Du keine Info, ob und wann der Brief angekommen ist. Wenn Du es wissen willst, müsstest Du bei der Post anrufen und anhand der Einschreibenummer eine Nachforschung anstreben.

Das stimmt so nicht. Ich kann mir online einen Scan des Auslieferungsbelegs abrufen.

Ich hab eigentlich mit Rückschein nur die Erfahrung gemacht, dass es teurer ist. Hatte vor einiger Zeit einen Artikel nach England geschickt extra mit Rückschein. Nur hab ich den nie bekommen und der Empfänger hat mir sogar noch ne Mail geschrieben, dass der Postbote vergessen hatte den abzumachen und ausfüllen zu lassen. Blos gut war der Empfänger so ehrlich. Wirklichen Sinn sehe ich seitdem nicht mehr in einem Rückschein.

Es ist teurer und es ist sicherer. Der zurückgesandte Rückschein ist die unumstößliche Empfangsbestätigung. WENN er denn zurückgesandt wird, WENN das Einschreiben angenommen wird.

Ansonsten habe ich in meiner Antwort geschrieben, was neulich ein Rechtsanwalt vom Verbraucherschutz schrieb, wie man sich gegen Handy-Abzocke und ähnliche Dinge wehrt.

Ich hab eigentlich mit Rückschein nur die Erfahrung gemacht, dass es teurer ist. Hatte vor einiger Zeit einen Artikel nach England geschickt extra mit Rückschein. Nur hab ich den nie bekommen und der Empfänger hat mir sogar noch ne Mail geschrieben, dass der Postbote vergessen hatte den abzumachen und ausfüllen zu lassen.

Nun, vor Fehlern der Post ist mal wohl nie sicher. Das dürfte von der Versandform unabhängig sein. Ich verschicke die meiste Post allerdings innerdeutsch. Trotzdem ist es mir schon mal passiert, dass das Einschreiben den Empfänger zwar erreicht hat, die Post das hinterher aber nicht beweisen konnte.

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