Debitor-Inkasso GmbH - Inkassobesuchsdienst

5 Antworten

Du kannst auch schon jetzt zur Polizei gehen und Strafanzeige wegen Nötigung erstatten. Alleine schon das groß geschriebene "Inkassobesuchsdienst" schürt bei dir Albträume und gravierende Panikattacken... :-)

Im Ernst. Man braucht im Prinzip gar nichts tun. Wenn einer kommt, kurz am Gegensprecher fragen, wer er ist. Ist es Inkasso, dann kurz unter Ausrede (Ich ziehe mir kurz eine Hose über) aufhalten und die Polizei anrufen, dass jemand fremdes vor der Tür steht und dir Angst macht. Den dann nicht in die Wohnung lassen, ggf. vor die Tür gehen und ihn in ein Gespräch verwickeln, sich dumm stellen, fragen, wieso er da ist, wieso er überhaupt in die Wohnung will, dass du keine Ahnung hast, weil kein Termin angekündigt war, bis die Polizei kommt. Dann die Polizei die Personalien feststellen lassen und ihn wegen Nötigung anzeigen, fertig. Sprich: Ich würde die mit ihrem Kundendienst auflaufen lassen.

Davon ab: Es wäre spannend zu sehen, wie die 300€ sich zusammensetzen. Daher wäre es taktisch klug, sich direkt auch eine Forderungsaufstellung zu besorgen und die beim OLG anzuschwärzen. Die bekommen demnächst deutlich mehr Handhabe, gegen so einen Unfug vorzugehen.

Woher ich das weiß:Beruf – Mitglied AK Inkassowatch

Die Mühe mit der Mail würde ich mir sparen. Wenn wirklich jemand auftauchen sollte knall ihm die Tür vor der Nase zu.

Klingt gut. Du kannst deren Schreiben auch einfach ignorieren und wenn einer klingelt, nicht aufmachen, oder bei Dauerklingeln sie des Grundstücks verweisen, wenn die Klingel auf dem Grundstück ist und/oder mit der Polizei drohen und die dann aber auch rufen. Die Typen sind ja Abwimmelversuche gewohnt.

Ich würde überhaupt nicht reagieren. Habe mit demselben Unternehmen auch "Ärger", seit nunmehr 1,5 Jahren kommen immer wieder Zahlungsaufforderungen und diverse Telefonate ( hört sich an wie eine Computerstimme?). Der Anfangsbetrag war bei mir 35 Euro, wie hoch er jetzt ist kann ich gar nicht sagen, weil ich seit ca. 1/2 Jahr die Briefe ungeöffnet an den Absender zurückschicke.

Mein Anwalt hat mir gesagt, dass wenn die sich ihrer Sache so sicher wären die schon längst ein Gericht eingeschaltet hätte, es sind ja mindestens schon 10 Mahnungen wo sie das immer wieder angekündigt haben. Aber die wissen, dass die damit nicht durchkommen und wollen keine Präzidenzfall (wird das so geschrieben) schaffen, weil es immerwieder Idioten gibt die bei ein paar Drohungen gleich zahlen.

@janameless

Genau so ist es !!

Der rainerendres hat sicherlich Recht, da ist überhaupt kein Hausbesuch geplant. Üblicherweise haben Inkassobüros weder das Personal noch die Zeit, um hunderte von Kilometern wegen irgendwelcher Bagatellforderungen durch die Republik zu kutschen. Allein die Fahrtkosten und die Arbeitszeit würden die Einnahmen schon neutralisieren. Und, nein: das Inkassobüro hätte auch kein Anrecht auf Erstattung der Fahrtkosten und der Arbeitszeit, denn diese Aufwände wären im Rahmen der Schadensminderungspflicht völlig unnötig und sind daher nicht durchsetzbar. Bis auf extrem wenige Ausnahmen (dann sind es aber Inkassobüros am Ort und es sind sehr hohe Forderungen, z.B. fünfstellig) gibt es keine Hausbesuche von Inkassobüros.

Es gehört zum ganz typischen Drohrepertoire unseriöser Inkassobüros, mit solchen Hausbesuchen zu drohen, obwohl diese niemals geplant sind. Von einem Inkassobüro, das mit dem Deutschen Videoring zusammenarbeitet, braucht man auch kaum etwas anderes zu erwarten.

Selbst, wenn da jemand aufkreuzt: man muss sie nicht reinlassen, das sind keine Behörden, die haben null Sonderrechte. Hausverbot ist durchaus korrekt. Die e-Mail ist insoweit völlig o.k.

Diese Typen wissen im übrigen ganz genau, dass sie sich eigentlich ihren Anspruch ausdrucken und über den Lokus nageln können. Gerichtlich ist der Unsinn nicht durchsetzbar. Der Mahnbescheid (gelber Brief) ist denen wohl auch zu teuer, weil sie da nämlich mit der Gerichtsgebühr in Vorleistung treten müssen. Die kriegen sie auch nicht wieder, wenn Du dem Mahnbescheid fristgerecht innerhalb 14 Tagen widersprichst. Das alles wissen die ganz genau. Die glauben selbst nicht an die gerichtliche Durchsetzbarkeit der Forderung.

Du kannst ja Deinen Anwalt mal zu dem Thema "negative Feststellungsklage" befragen. Damit kann man solche "Firmen" wie den Deutschen Videoring noch am besten ärgern. Außerdem hast Du anschließend Ruhe vor den Belästigungen.

Es gibt ein paar Inkassos, die beschäftigen "Vorort-Mitarbeiter" auf 450€-Basis. Entsprechend ist deren Niveau. Und natürlich stellt man für diesen Hausbesuch völlig ungerechtfertigt horrende Kosten in Rechnung.

@mepeisen

Klar, vereinzelt gibt es das vielleicht. Aber: a) muss man die nicht ins Haus lassen, und b) muss der Schuldner auch nicht die Aufwendungen für den Hausbesuch bezahlen, selbst wenn die Hauptforderung berechtigt wäre. Bei Forderungen um einige Hundert Euro dürfte das kaum lohnen.

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