Darf man eine Stelle ablehnen wenn man ALG 1 bekommt?

3 Antworten

Keine Kürzung aber 12 Wochen Sperre. 50 km Arbeitsweg sind durchaus keine Zumutung. Und dass man nach einer Kündigung anschließend weniger verdienst, ist heute leider ganz normal.

Bekommt er Alg1, darf er unter Umständen den Job ablehnen, wenn er nach dem Regeln des § 121 SGB III unzumutbar ist (einfach mal lesen).
Bekommt er ergänzend Alg2 - und dafür spricht, dass er von der ARGE die Einladung bekommen hat -, darf er den Job zwar auch ablehnen, wenn er unzumutbar ist, aber hier sind die Zumutbarkeitsregeln wesensentlich enger.
Geringerer Lohn begründet keine Ablehnung; erst wenn der Lohn sittenwidrig ist, wäre das möglich.
50 km Entfernung begründen auch keine Ablehnung. Erst wenn die Pendelzeiten bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit über 3 Stunden liegen, kann er ablehnen, wobei er in strukturarmen oder ländlichen Gebieten auch längere Pendelzeit in Kauf nehmen muss.
Bei Ablehnung droht Sperrzeit im Alg1 und Sanktion im Alg2

Nein, darf er nicht!!! Er ist verpflichtet, jede zumutbare Arbeit anzunehmen, die er körperlich und geistig bewerkstelligen kann. Aber: bei wichtigen Gründen kann er die Stelle ablehnen, denn bei Vollzeit darf er z.B. nicht länger als 1 1/2 Stunden unterwegs sein. Also von Tür zu Tür.

Ansonsten droht eine Sanktion.

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