Darf Job Center Schulzeugnis verlangen?

5 Antworten

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nein, ihr müsst es nciht vorlegen, das erwerbslosenforum hatr sich mit diesem thema genauer auseinander gesetzt und dort gibt es folgenden Hinweis dazu:

"Mit einem jugendlichen eLb sollen frühzeitig (ein bis eineinhalb Jahre) vor dessen Schulentlassung bzw. Bildungsabschluss die erforderlichen Schritte (Berufsorientierung und -beratung, Bewerbungs- und Vermittlungsbemühungen) eingeleitet werden, um den Übergang von der Schule in den Beruf möglichst nahtlos sicherzustellen und langfristig die Hilfebedürftigkeit des Jugendlichen zu reduzieren bzw. zu beenden. Dazu sollte der persönliche Ansprechpartner (pAp) kontinuierlich dessen schulischen Werdegang bzw. Ausbildungsverlauf begleiten u. a. durch Fragen nach der aktuellen bzw. angestrebten Schul-/Ausbildungsform, nach dem Stand im Berufswahlprozess oder nach dem schulischen Leistungsstand. Ein wichtiger Indikator sind dabei Noten bzw. Leistungsnachweise. Diese wird der pAp i. d. R. anlass- und einzelfallbezogen bei dem Jugendlichen erfragen. Dem Jugendlichen respektive seinem gesetzlichen Vertreter ist zu erläutern, dass die Vorlage des Zeugnisses zur Einschätzung des aktuellen Schulverlaufs bzw. im Rahmen des Integrationsprozesses erforderlich ist. Zur Mitwirkung ist der eLb durch § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 38 Abs. 2 SGB III verpflichtet. Jedoch führt eine Nichtmitwirkung - anders als im Rechtskreis SGB III (§ 38 Abs. 3 Satz 2 SGB III) - nicht dazu, dass die Vermittlungsbemühungen und damit der Anspruch auf Arbeitslosengeld eingestellt werden. Vielmehr besteht für den eLb weiterhin die grundsätzliche Pflicht, jede zumutbare Arbeit nach § 10 SGB II aufzunehmen. Sofern die schulische Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist, kann sich der Jugendliche auf die Ausnahmetatbestände des § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB II berufen. Aufgrund dieser gesetzlich geregelten Mitwirkungspflicht scheidet daher eine Aufnahme in der EinV aus. Sanktionen sind daher nicht möglich. Sofern die Vorlage des Schulzeugnisses in die Eingliederungsvereinbarung dennoch einvernehmlich aufgenommen wird, hat dies nur den Charakter eines "gemeinsamen Fahrplans", stellt aber keine sanktionsbewehrte Pflicht dar. Sollte der Jugendliche bzw. dessen gesetzlicher Vertreter nicht zu einer freiwilligen Selbstauskunft bereit sein, ist zur Absicherung des weiteren Vorgehens bei der Integration und zur zeitnahen Unterstützung des Profilings (§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 37 SGB III) die Einschaltung des Psychologischen Dienstes (z. B. Berufswahltest, Psychologische Begutachtung) - soweit im Einzelfall erforderlich - in Betracht zu ziehen."

(quelle: http://www.elo-forum.org/25/83073-schulzeugnis-vorgelegt.html).

In deinem Fall sollte das das Jobcenter gar nicht interessieren,da dein Sohn sich im Moment noch nciht im bereich der vermittlung befindet, aber ich würde das Jobcenter mal fragen wofür sie dieses Zeugnis wollen.

Darf ich dich mal aufklären,das es keine berechtigte Sanktion gibt.Das ist illegal.Jede Sanktion ist illegal.Das sollte man wissen.Wir sind nicht bei den Juden im dritten Reich.Und übrigens hat selbst das Bundesverfassungsgericht geurteilt,das das Existensminimum nicht unterschritten werden darf,laut Urteil vom 9.Febr. 2009.Komischer weise haben gerade seit diesem Zeitraum die Sanktionen extrem zugenommen.Ein Klarer Verstoss gegen das Urteil und gegen das Grundgesetz und gegen Menschenrecht.Die ganzen Jobcenter gehören vor dem europäischen Gerichtshof gebracht,weil sie ganz klar sich über die Menschenrechte hinwegsetzen.

@Gelehrter

Mich brauchst du nicht darüber aufklären, das so einges im SGb 2 gegen das Grundgesetz verstößt ( so auch die Sanktionen) den text habe ich aus dem forum kopiert.

Allerdings muss man auch die andere Seite sehen, auch wenn das Jc nciht das recht hat zu sanktionieren tun sie es trotzdem gerne, und klagen kann dauern, in der Zeit muss man dann je nach Höhe der Sanktion erstmal sehen wovon man Miete , Essen etc bezahlt. Dementsprechen sollte man doch schon aus eigenem Interesse darauf achten , sich nicht der gefahr einer ( verbotenen) sanktion auszusetzen.

@Indivia

Das ist aber auch nicht mehr so leicht. seid 2009 häufen sich die Sanktionen dermaßen das man scheinbar nicht mehr Atmen darf ohne Sanktioniert zu werden. Ich habs jetzt erst wieder erlebt. Ich hatte nen Termin zu dem ich auch erschienen bin und etwa 2 Wochen später bekomme ich nen Brief mit Anhörungsbogen etc weil ich den termin nicht wahrgenomen habe? WTF? wie gut das ich mir immer ein Gesprächsprotokoll geben lasse... ich glaube auf den rechtsstreit woltle das JC sich doch nicht einlassen.

@talladin

Du musst dich bloss auf auf das Grundgresetz berufen und dem Urteil vom Bundesverfassungsgericht vom 9.Febr. 2010 dann haben die keine Chance.Bei mir mussten sie das Geld nachzahlen und das ging ohne Rechtsanwalt und Sozialgericht.Und immer drohnen mit Strafanzeige und drohen mit Klage vor dem europäischen Gerichtshof.Du wirst sehen,das hat Wirkung.Und genauso habe ich es gemacht.Über Sanktionen kann ich nur noch lachen.Du musst wissen du kannst jeden Mitarbeiter haftbar machen,da das Jobcenter bzw. die Arge eine GmbH ist,ist somit jeder Angestellte dort haftbar,für sein Tun.

@Gelehrter

@gelehrter

Verrätst du mir was für Drogen du nimmst?

Das eine arge eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist, ist mir neu - und das man Mitarbeiter einer GmbH persönlich haftbar machen kann ebenso, dafür gibt es den Geschäftsführer...wenn du beim JC genauso eine geistigen dünnpfiff laberst, weiß ich auch warum die dich in Ruhe lassen - du bist eh nicht vermittelbar und somit jeder Termin mit dir bestenfalls ein Teil der Abteilungs- Unterhaltung vor'm Wochenende!

Unglaublich...*kopfschüttel*

Bei einer Freundin von mir war es auch so. Da wollte das Job Center das Zeugnis von ihrer 15 jährigen Tochter sehen und wurde auch zu einem Gespräch eingeladen. Das Job Center fragte sie dann wie sie ihre Zukunft gestaltet ob sie die Schule bald beendet und eine Ausbildung anfängt oder ob sie weiter zur Schule geht. Die Tochter sagte dann sie weiter mache um Abitur zu bekommen und das Gespräch war beendet. Allerdings ging es bei den Gespräch nicht nur darüber sondern das Job Center wollte auch wissen ob Fehlzeiten auf dem Zeugniss standen.

und, waren Fehlzeiten vorhanden? - hoffentlich hat dann das JobCenter wenigstens ein pädagogisches Gespräch mit dem Kind geführt...für mich reine Schikane, wenn der Abschluss noch nicht bevor steht.

@Halbwissender

war ganz normal ein paar Fehltage wenn man mal krank ist, aber keine übertriebenen Fehlzeiten. So schaut das Job Center halt ob sie da ein Schulschwänzer vor sich haben oder nicht. Die wollten nur wissen obs sie weiter Schule macht oder eine Ausbildung, sonst hätten sie ihr Tipps gegeben wie sie sich Bewerben kann oder hätten ihr Stellenangebote gegeben wo sie sich bewerben kann falls sie nicht weiter zur Schule geht. Es war ok das sie Abitur macht um so höher die Bildung umso bessere Job Chancen später.

Hast du diese Anfrage schriftlich? Steht dort ne Rechtsgrundlage? Wenn nein, solltest du diese mal erfragen.

Die dürfen alles, wozu es eine Rechtsgrundlage gibt ... und dazu gibts keine!

Ziel solcher Maßnahmen kann nur sein, Kinder aus der Schulausbildung in eine Lehre und damit aus der Bedarfsgemeinschaft zu bringen. Als nächstes folgt dann oft die Einladung ins Jobcenter, wo der Berater versucht die Kinder von einer Lehre zu überzeugen!

Lasst euch sowas auf keinen Fall gefallen. Und falls dein Kind tatsächlich eingeladen wird, trichter ihm ein, auf keinen Fall etwas zu unterschreiben.

Da das Jobcenter die Grundsicherung des Lebensunterhaltes der Bedarfsgemeinschaft abdeckt, darf es alle für die Bearbeitung notwendigen Daten jedes Mitglieds der Bedarfsgemeinschaft erheben.. Da dem Jobcenter die einfache Schulbescheinigung nicht genügt, dürfen sie zudem auch die Zeugniskopie anfordern. Dies ist durchaus legitim.

dürfen sie zudem auch die Zeugniskopie anfordern. Dies ist durchaus legitim. Dann nenn du mir die Rechtsgrundlage!

@jippijajey

... so sollte es:

dürfen sie zudem auch die Zeugniskopie anfordern. Dies ist durchaus legitim.

nenn du mir die Rechtsgrundlage!

@jippijajey

Nein,.denn Schulzeugnisse geht dem Jobcenter nichts an.Außerdem steht das Kind dem Arbeitsmarkt noch nicht zur verfügung,da es die Schulausbildung (also Abitur)noch nicht beendet hat und muss somit der Einladung nicht Folge leisten.So einfach ist das.Das Jobcenter kann nicht einfach tun und lassen was es will.Es gibt immer noch Gesetze an dem es sich halten muss,wie z.B. das Grundgesetz,das über dem Sozialgesetz steht.

Und für welche notwendige Datenbearbeitung wird das zeugnis gebraucht? Als nachweis das man in die Schule geht hat eine Schuklbescheinigung zu reichen, mir ist bisher kein Alg2 Eintrag bekannt , indem man die Notten seiner Kinder angeben muss.

Oder gehört die Schikane zu den Grundlagen das mal ALG2 bekommt?

@Indivia

Oder gehört die Schikane zu den Grundlagen das mal ALG2 bekommt?

ja leben wir denn nicht in Deutschland?

Dies ist durchaus legitim

Unsinn, dazu fehlt schlicht die Rechtsgrundlage!

@helmutgerke

Da gebe ich dir vollkommen Recht.Manche kennen halt unsere deutschen Gesetze nicht.Wie z.B. unsere Grundgesetze die noch immer über dem Sozialgesetze stehen.

Wer Leistungen bezieht, muss halt auch gewisse Dokumente vorweisen - auch wenn es unnötig erscheint..

Man muss alle Dokumente vorweisen, die man vorweisen muss! Und müssen tut man nur das, wofür es eine Rechtsgrundlage gibt. Und die lautet im Falle von Schulzeugnissen eines Gymnasiasten wie?

Quatsch.Das Jobcenter hat sich nach Gesetzen zu richten und nicht einfach sich darüber hinwegzusetzen und das es handeln kann wie es will.In vielerlei Hinsicht hat sich das Jobcenter schon strafbar gemacht.Es wird wahrscheinlich eine ganz große Klagewelle gegen die Jobcenter zukommen,was es zuvor in Deutschland noch nie gegeben hat.Leute haben Betrugsfälle von seitens der Jobcenter aufgedeckt (z.B. Unterschlagungen der Leistungen)im ganz großen Stil.Videobeweise wurden festgerhalten und werden demnächst dem Staatsanwaltschaft vorgelegt.Wir haben hier vermutlich einer der größten Betrugsskandale in Deutschland,seitens der Jobcenter.

@Gelehrter

Da muss ich mich bei euch entschuldigen.. Habe gedacht, dass das Jobcenter sich bestimmt an Gesetze hält und dass das auch irgendwie kontrolliert wird, aber nun bin ich auch schlauer.. Voll die Frechheit was da vor sich geht

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