Darf ein Türsteher mich abweisen?

5 Antworten

Das Urteil bezieht sich auf einen ehemaligen Mitarbeiter des Clubs, bzw. der Bar, der nach seiner Kündigung keinen Zutritt mehr bekam. Dieses Urteil ist nicht als Grundsatzurteil zu sehen. Generell gilt, der Betreiber hat Hausrecht, kann die Gäste abweisen, wenn er begründete Zweifel hat, eine Diskriminierung nicht vorliegt. Daher halte ich dieses von ihnen zitierte Urteil nicht auf andere Vorgänge umsetzbar.

KaterKarlo2016

Hallo Kater, das Urteil bezieht sich NICHT auf den Mitarbeiter sondern ist ein Grundsatzurteil!! das Urteil in dem Fall wurde auf Grundlage des BGH Urteil gefällt nicht anders herum.

 Da Sie scheinbar die einzig fähige Person sind die sich scheinbar intellektuell in der Lage sieht mehr als nur ne 0850 Aussage von sich zu geben hoffe ich, dass sie ihre Aussage dahingehend noch einmal überdenken können.

@nomiS2287

Sie mögen das Urteil, dass Sie als Grundsatzurteil bezeichnen des BGH bitte per Aktenzeichen nennen. 

@nomiS2287

Das Urteil bezieht sich aber auf allgemein zugängliche Orte. Wird eine individuelle Zugangskontrolle durchgeführt, ist der Ort nicht allgemein zugänglich, so dass willkürlich vom Hausrecht Gebrauch gemacht werden kann. 

Das Urteil kann nicht auf alle Lokalitäten umgesetzt werden, dazu ist es zu speziell.

Ein öffentlicher Raum ist ein Lokal noch lange nicht. Der Inhaber kann das Betreten von bestimmten Voraussetzungen abhängig machen, z. B. ein bestimmter Kelidungsstil. Und wenn er verlangt, daß jeder der reinmöchte vorher 10 Kniebeugen macht, ist das auch nicht zu beanstanden.

Grundsätzlich muss der Inhaber des Hausrechts nicht begründen, warum und wie er sein Hausrecht ausübt, d.h. er kann nach Gutdünken jeden seines Hauses verweisen. 

Bei allgemein zugänglichen Räumlichkeiten, Ladenlokalen, Gaststätten usw. gilt dies eingeschränkt. In diesen Räumlichkeiten kann der Hausrechtsinhaber nicht willkürlich Menschen verweisen, das Hausverbot muss einen sachlichen Grund haben. 

Wird aber eine individuelle Zugangskontrolle - wie durch einen Türsteher - durchgeführt, ist es von vorn herein klar, dass der Hausrechtsinhaber nicht jeden in seinen Räumlichkeiten haben will, also keine allgemeine Zugänglichkeit besteht, kann der Türsteher also nach eigenem Ermessen die Leute reinlassen oder abweisen. 

Also: 

Öffentlich zugängliche Räumlichkeit ohne Kontrolle = Hausverbot nur mit Begründung

Zugang nur nach Kontrolle (Türsteher) = Zugangsverbot willkürlich möglich (soweit es nicht gegen das AGG verstößt), da  nicht allgemein öffentlich zugänglich  

Danke, beste und qualifizierteste Antwort. Daumen hoch

Im Zwweifel ist das egal wie Du es bewertest. Bring einem Türsteher der Dich abweist mal diese Begründung mit.  Darf ich dieses Sozialexperiment vielleicht beobachtend begleiten?

in dem Moment, wo ein Türsteher dort steht und entscheiden soll, wer reinkommt und wer nicht, ist das Geschäfft nicht mehr dem allgemeinen Publikumsverkehr geöffnet. Also trifft das Urteil wohl nicht zu.

Doch, auch dann ist es öffentlicher Raum. Etwas anderes ist es wenn die Disco nur für geladene Gäste geöffnet ist.

@Messkreisfehler

Wenn du der Meinung bist, daß meine Antwort falsch ist, einfach beim Support beschweren.

@DerTroll

Er soll das Urteil des BGH zitieren oder das Aktenzeichen nennen das er als Grundsatzurteil erachtet.

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