Darf das Jobcenter den Umzug verbieten?Oder kann es auch sein dass die neue Miete nicht gezahlt wird

11 Antworten

Es kann euch niemand verbieten, wenn ihr die Umzugskosten trägt und ihr habt ja auch einen Arbeitsbezogenen Grund, da wäre sogar eine Unterstützung des Umzuges möglich (wenn auch nicht wahrscheinlich). Informiert euch, was die genauen Bedingungen für die Wohnung in dem Ort sind, wo ihr zuziehen wollt (Preis, qm) und sucht dort nach einer Wohnung. Ich würde dort auch gleich beim Amt vorstellig werden vor dem Umzug (und beim jetzigen auch), möglicherweise braucht ihr von dort das okay, dass die Wohnung nach den Richtlinien entspricht und übernommen wird (wäre für den Vermieter dann ja auch wichtig. Dann den Antrag dort am besten schon stellen, sobald die Wohnung sicher ist, dann wird das mit dem Übergang schon irgendwie hinhauen.

Beim Umzug in einen anderen Kreis werden maximal die dort angemessenen Unterkunftskosten gezahlt - unabhängig von der bisherigen Miete und damit ggf. auch teurer als vorher. Ihr werdet aber dennoch keine Genehmigung erhalten und Euch auf Eure eigene Einschätzung verlassen müssen, ob die Miete tatsächlich angemessen ist.

Geld für Umzug, Renovierung und Kaution gibt es allerdings bei einem ungenehmigten Umzug nicht. Außerdem ist im neuen Kreis ein kompletter Neuantrag nötig, der erst nach erfolgter Ummeldung möglich ist und i.d.R. ein paar Wochen in Anspruch nimmt, die Ihr überbrücken müsst - ggf. sind Abschlagszahlungen möglich, wenn Ihr sonst mittellos seid, wenn Ihr aber den Umzug finanzieren könnt, könnte das JC daran zweifeln.

Das Ganze würde sich vereinfachen, wenn Dein Freund bereits einen Job oder zumindest eine schriftliche Zusage hat. Dann wird genehmigt und bezahlt und ist ggf. bei der Antragsdauer auch deutlich kooperativer.

Er bekommt keine Zusage da die Firmen nicht auf ihn warten...das hatten wir jetzt schon öfters....und bis zum Umzug pendeln geht nicht.

also wenn ihr euch an die Vorgaben des Amtes haltes was den Preis der Wohnung angeht, dann können die euch das nicht verbieten. Im Gegenteil - dann müssen die sogar die Umzugskosten tragen.

Ihr müsst - soweit ich weiß - von mindestens 3 Firmen einen Kostenvoranschlag besorgen - den günstigsten übernehmen die dann.

Es gilt Freizügigkeit - ein Grundrecht, das auch mit Hartz IV nicht erlischt. Also dürft ihr. Lasst euch nichts anderes einreden. Es gibt da auch ein Urteil dazu - aber das müsste ich jetzt erst raussuchen.

Im Gegenteil - dann müssen die sogar die Umzugskosten tragen.

Das ist leider falsch.

Kostenübernahme nur bei vorherigen Beantragung und Bewilligung des Umzugs.

Es gibt noch ein Problem, § 22, Abs.1 Satz 2 SGB II:

"Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt."

Das heisst, sollte die neue Wohnung teurer werden, werden die Kosten nur in Höhe der Kosten für die alte Wohnung übernommen.

Normalerweise herrscht in Deutschland (bzw. der EU) Freizügigkeit. Das heißt, du kannst hinziehen, wo du willst, wenn du keine Gelder dafür beantragen musst.

Wenn die neue Wohnung sich im Rahmen hält (75 qm für 3 Personen) müsst ihr am neuen Wohnort lediglich den Antrag neu stellen

Antwort ist falsch, siehe § 22 SGB II.

@nethippi

@nethippi, was genau ist an der Antwort falsch? (Habe den Paragrafen gelesen.)

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