Bürgschaft für Wohnung trotz Erwerbslosigkeit beider Elternteile - was kann man tun?

4 Antworten

Spannende Rechtsauffassung.

Per Gesetz ist die Einforderung von Mietkaution UND Mietbürgschaft nicht zulässig. Der Vermieter darf Sicherheiten in Höhe von 3 Kaltmieten fordern.

Aber er das KEINE Kaution in Höhe von 3 Kaltmieten UND eine Mietkaution fordern.

Auch eine gegebene Mietbürgschaft, wenn nur 2 Kaltmieten als Kaution gefordert sind, darf nur bis zur Gesamthöhe von 3 Kaltmieten gehen. Also: bei einer Gesamthöhe von 300 € Mietsicherheit, bei einer Kaution von 200 € ist der Mietbürge maximal bis zur Höhe von gesamt 3 Kaltmieten heranzuziehen, also bürgt der Bürgschaftsgeber hier über 100 €.

Mein Tipp: Kaution über 3 Kaltmieten hinterlegen, Mietbürgschaft abgeben lassen, einziehen, anwaltlich die Kaution zurückfordern.

AUF GAR KEINEN FALL SELBST MIETBÜRGSCHAFT/ BANKBÜRGSCHAFT anbieten, um eine Wohnung zu bekommen! DANN nämlich wird es legal, übe die Kaution hinaus Geld zur Absicherung des Mietverhältnisses zu nehmen. Ganz dumm.

Und den Teufel würde ich tun, eine Teil meines Geldes bei meinem Vermieter zu immobilisieren ( festzulegen).

Wie gesagt: es ist, bei Hinterlegung einer Kaution von 3 Monatskaltmieten gar nicht zulässig, weitere Sicherheiten zu verlangen. Wer dennoch freiwillig mehr abgibt bringt sich selbst um den Schutz, den das Gesetz den Mietern bietet.

Mietbürgschaft kann auch ein Onkel, Tante, Cousin mit Job geben. Es müssen nicht zwingend die Eltern sein.

Die Bürgschaft von 2 ALG 2 Empfängern macht sich wohl nicht so gut.

Bei 3-monatigen ALG-Bezug muss das doch kein ALG II sein. Ich vermute, es ist ALG I.

Naja - wer vorerst am längeren Hebel sitzt, ist doch wohl klar. Ich habe mal Folgendes erlebt: ein Wohnungsbesitzer sagte mir zuerst "die Gesetze sind was für draussen - hier drin gelten sie nicht" und "sie können mir die Miete für zwei Jahre auch gleich geben, dann haben wir nichts mehr miteinander zu tun". Verrückt, oder? Von Rechten kann man erst sprechen, wenn man mit einem unterschriebenen Vertrag in der Hand der Mieter einer Wohnung ist. Für die Absicherungsmentalität der Vermieter habe ich teilweise Verständnis.

Interessant. Wie kann man ein relativ grosses Vermögen haben und Barfög beziehen...? Auch einen Nebenjob fände ich dann überflüssig (bzw. kaum lohnend) und du könntest dich ganz deinem Studium widmen. Aber das nur am Rande. Ich würde ihm, wie hier auch schon angeraten, sagen, dass du keinen Bürgen auftreiben kannst - die Eltern, wenn er fragt, seien nicht bereit dazu - du würdest ihm aber anbieten, 6 Monatsmieten...etc. Wenn er drauf eingeht und du die Whg haben willst - ok. Wenn nicht - geht die Wohnungssuche eben weiter für dich. Dass der Vater arbeitslos ist, geht den Vermieter nichts an, finde ich.

Wenn du selbst, wie du schreibst, über ein großes Vermögen verfügst, dann könntest du dem Vermieter doch als Sicherheit meinetwegen 6 Monatsmieten auf ein gesondertes Konto überweisen. Das er natürlich nur angreifen dürfte, falls du mit der Mietzahlung in Verzug gerätst!

Oder sprich mit deiner Bank und biete eine Bankbürgschaft an. Da gibt es sicher Möglichkeiten, deine Eltern rauszuhalten, bei denen eh nichts zu holen wäre!

biete ihm doch statt einer bürgschaft eine hinterlegung von sechs monatsmieten im voraus an...dann ist er sicher sein geld immer zu haben...mehr will er doch eigentlich nicht...

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