Aus Wg sofort ausziehen

9 Antworten

Wer steht denn im Mietvertrag?

Wenn man in einer Wg wohnt, muss man auch Kompromisse finden. Und in einer normalen Wohnung hast du auch drei Monate Kündigungsfrist, deine Freundin von heute auf morgen einfach so sitzen lassen zu wollen ist einfach nur unfair und geht so nicht.

Du musst die Kündigungsfrist von 3 Monaten einhalten, kannst also zum 01.05. ausziehen. Dass du bis dahin noch die komplette Miete inklusive Nebenkosten zahlen musst, ist vollkommen selbstverständlich. Schließlich muss auch der Abtrag an den Stromanbieter weiterhin bezahlt werden, das sind doch laufende Kosten. Am Jahresende gibt es eine Nebenkostenabrechnung, da bekommt man dann zu viel eingezahltes zurück.

Dass du für das Zimmer genauso viel bezahlst wie deine Freundin, obwohl deines kleiner ist, ist jetzt tatsächlich dein Problem - wenn dich das stört, hätte man von Anfang an anderes vereinbaren müssen. nach Monaten damit anzukommen ist Unsinn, ihr habt euch ja schließlich auf diese Zahlungen geeinigt.

WIe wollt ihr das mit der Kaution den handhaben? Die Kaution bekommt man ja beim Auszug zurück. Wie hoch war diese Kaution? Dass du deinen Anteil an den Maklerkosten übernehmen sollst, halte ich für vollkommen legitim.

Du musst die Kündigungsfrist von 3 Monaten einhalten,

Das ist rechtlich so nicht haltbar. Es sieht so aus, als ob beide gemeinsam einen Mietvertrag mit dem Vermieter unterschrieben haben. Da müssen beide gemeinsam kündigen oder gemeinsam eine Lösung finden, wie man das Mietverhältnis auseinanderdividiert. Der Vermieter scheint entgegenkommend zu sein. Aber das WG-Binnenverhältnis hat keine derartige Kündigungsfrist!

@anjanni

Der Vermieter hat gesagt, dass sie natürlich sofort ausziehen kann, WENN die Mitbewohnerin das Zimmer übernimmt. Aber das kann sie ja anscheinend nicht (wer kann schon so spontan für vier Monate die doppelte Miete bezahlen?).

Und dann muss der Mietvertrag im Zweifelsfall eben aufgelöst werden. Man kann nicht einfach so ohne weiteres von heute auf morgen ausziehen, mit einem Mietvertrag verpflichtet man sich. Es stehen beide im Mietvertrag, also sind beide für die Zahlung der Miete verantwortlich.

Ich denke, wenn ihr nicht schriftliches und auch nichts mündlich ausgemacht habt, brauchst du auch nicht diese 500 Euro zahlen. Auf der anderen Seite hast du ja auch eine Zeit lang in der Wohnung gewohnt und ich denke, wenn du weiter mit ihr befreundet sein möchtest solltest du diese 500 Euro lieber bezahlen :/ Denn wie heißt es so schön "Bei Geld hört die Freundschaft auf"

Hallo Deansal,

Ihre Frage kann ich summarisch gerne wie folgt beantworten:

-So wie ich Sie verstanden habe, stehen Sie und Ihre Mietbewohnerin als Hauptmieter im Mietvertrag. Es ist daher davon auszugehen, dass Sie ein Mietverhältnis eingegangen sind. Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten für Sie:

  1. Erste Möglichkeit : gemeinsame Kündigung, ggf. neuer Mietvertrag für den der bleiben und dazu kommen will.
  2. Zweite Möglichkeit : Änderungsvereinbarung mit der Vermieterin, die den ausziehenden aus dem Mietvertrag entlässt. Dieser Vereinbarung müssen alle drei zustimmen.

-Ein Mietverhältnis, an dem mehrere Mieter beteiligt sind, kann seitens der Mieter nur gekündigt werden, wenn alle Mieter die Kündigung schriftlich erklären. In diesem Fall müsste dies auch Ihre Mitbewohnerin tun.

Wenn nun sich Ihre Mietbewohnerin, die in der Wohnung bleiben möchte, mit der Kündigung nicht einverstanden erklärt und keine entsprechende Kündigungserklärung abgibt ergibt sich ein Problem. Da die Kündigung nur von allen Mietern gemeinsam ausgesprochen werden kann, sind Sie, der das Mietverhältnis beenden möchte, darauf angewiesen, dass Ihre Mitbewohnerin an der Kündigung mitwirkt. Tun sie dies nicht, stellt sich die Rechtslage wie folgt dar:

Grundsätzlich hat derjenige von mehreren Mietern, der das Mietverhältnis beenden möchte, gegen den anderen Mieter einen Anspruch, dass dieser an der Beendigung des Mietverhältnisses mitwirkt, indem er sich seiner Kündigung anschließt. Der Ausziehende muß, wenn seine Mitbewohnerin einer gemeinschaftlichen Kündigung nicht zustimmen und er aus der Haftung für die Miete rauskommen will, seine Mitmieter auf Erteilung der Zustimmung zur Kündigung verklagen, was letztlich bedeutet, daß alle Mieter aus der Wohnung ausziehen müssen, wenn sich der Vermieter weiterhin nicht kooperativ zeigt.

So verhält es sich aber in dem von Ihnen mitgeteilten Sachverhalt mit Ihrer Mitbewohnerin nicht!

Vielmehr ist diese damit einverstanden, dass Sie ab Juni aus dem Mietvertrag raus können. Wenn Sie früher ausziehen wollen, müssten Sie sich mit der Mitbewohnerin einigen. Die Maklergebühr in Höhe von 500 Euro kann Sie von Ihnen nicht verlangen, solange nichts schriftlich oder mündlich vereinbart wurde. Jedoch könnte Sie dies als Bedingung für ein früheres Ausziehen stellen, was für Sie eventuell vorteilhafter wäre als bis Ende Juni die Miete zu zahlen.

Sie sollten daher mit Ihrer Vermieterin das Einverständnis schriftlich festhalten. Dies hat für Sie den entscheidenden Vorteil, dass Sie für weitere, evtl. entstehende Mietrückstände nicht mit haftbar gemacht werden können.

Allerdings werden Sie für die bis dato angelaufenen Mietschulden mit haften.

Ggf. empfiehlt es sich, hier anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über Ihre Möglichkeiten vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Tugba Yavuz

Rossmarkt 21, 60311 Frankfurt Tel: 069/2740250 Email: tugbayavuz@outlook.de

Ich finde es nicht fair, so schnelle Entscheidungen zu treffen. So kann deine WG Partnerin gar nicht darauf reagieren. Ihr müsst zusammen eine Lösungn finden denn du wohnst genau so dort, auch wenn du weniger zuhause bist. Freundschaft ist ein Ehrensache und nicht etwas käufliches. Überleg dir wie du mit deinen Freunden umgehst. Denke nicht das du möchtest das deine Freunde so mit dir umgehen würden.

Du schreibst Ihr habt einen gemeinsamen Mietvertrag.

Da kommst Du nur raus wenn alle Personen, Du, Mitbewohnerin und Vermieterin, zustimmen.

Wenn ich ausziehe möchte sie dedhalb 500 € von mir. Kann sie das verlangen?

Sie kann das zur Bedingung machen einer Vertragsentlassung zuzustimmen.

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