AU aus REHA entlassen?

5 Antworten

Diesmal ein Lob für die Strukturierung :)

Der Chefarzt hat, wie du selbst sagst, am Ende das Sagen. Wenn du aber andere Gutachten hast, kannst du damit natürlich auch arbeiten...

Ich heiße eine übereifrige Gutachtung zwar nicht gut, weiß aber auch nicht, inwiefern der Chefarzt dich getestet hat und mit seinen Kollegen in Kontakt stand.

Das mit dem Widerspruch verstehe ich nicht ganz. Du bist nach dem 01.00.2016 geboren? Das kann ich nicht so ganz glauben...

Aber ich denke wenn du 4 unabhängige gutachten hast, kannst du ja alle beim Amt einreichen und die Erwerbsminderungsrente trotzdem beantragen.

LG,

Messoras

bin nach dem 01.01.1961 geboren,

4 Gutachten: ärztlicher Dienst AfA, Rentengutachter für Bewilligung der Reha, Gutachten MdK, Gutachten für eine private BU-Rente

alle Gutachten von April bis September 2017 erstellt !!!

 

 

 

 

Hallo,

dein Geburtsdatum hakt etwas.

Ich gehe von davon aus, das das 1961 heissen soll.

Anspruch auch Erwerbsminderungsrente hat jeder, der nach SGB VI die Wartezeiten erfüllt. Wenn man Krankentagegeld und Arbeitslosengeld 1 bezieht hat man Pflichtbeitragszeiten, auch während der Reha.

Ja, erst wenn dein Antrag auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt wird lege schriftlich Widerspruch ein. Beziehe dich auch alle Ärzte die dich bisher behandelten. (Auflisten, Fachrichtung, wegen was behandelt)

Eine eigene Ansammlung von Gutachten benötigst du nicht, die Rechtsmmittelabteilung hat alles anzufordern und der sozialmedizinische Dienst hat das zu begutachten und neu zu entscheiden. Deshalb vergesse nichts.

Der Reheentlassungsbericht ist nur eine Empfehlung für die DRV. Ob der Chefarzt böswillig hier anderes entscheidet als der Stationsarzt möchte ich nicht unterstellen.

Kannst du nachweisen, das du (vor 1961 geboren) auch noch in deinem Facharbeiterberuf arbeitetst oder hast du diesen aus gesundheitlichen Gründen (nachweislich) verlassen?, dann hast du den Berufsschutz.

Ich wollte keine Romane schreiben.

Beste Grüße

Dickie59

Du musst viel mehr differenzieren! Man geht ja eigentlich immer Arbeitsunfähig in eine Reha. Wäre man normal arbeitsfähig, gebe es keine Bewilligung. Entscheidend ist die Arbeitsfähig nach der Reha. Auch da musst du unterscheiden zwischen „ ist“ Zustand und Zustand in paar Wochen. Es ist recht oft, dass man nach einer Reha noch für einige Zeit arbeitsunfähig ist. Das hat nichts mit Erwerbsminderungsrente zu tun. Erwerbsminderungsrente bekommt man erst, wenn klar ist, dass der Zustand für immer so bleibt oder zumindestens für viele Jahre.

Hallo Heime1,

Sie schreiben:

AU aus REHA entlassen?

bin AU in eine Reha (<3 Std. arbeitsfähig)nach 5 Wochen AU entlassen (>6 Std. arbeitsfähig) für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten 

Zitat Chefarzt: als Pförtner, Nachwächter und Museumsmitarbeiter können Sie arbeiten

Der Stationsarzt entschied eigentlich 3-6 h arbeitsfähig, der Chefarzt hatte das Sagen,

Antwort:

Die meisten Beurteilungen, Begutachtungen, Urteile erfolgen nach Aktenlage und werden ggf. durch Kurzbefragungen/Kurzuntersuchungen ergänzt!

Selbst ein Urteil vor dem Sozialgericht kann rein nach Aktenlage entschieden werden!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit und kann somit jederzeit auf leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden!

====

Grundvoraussetzung für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente ist die Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen!

Auf Ihrem DRV Rentenkonto müßen mindestens
60 Beitragsmonate (5 Jahre)-
davon in den letzten 5 Jahren
mindestens 36 Beitragsmonate (3 Jahre)
nachgewiesen werden!
Fehlt da auch nur ein Monats - Beitrag,
besteht in der Regel keine Chance auf Erwerbsminderungsrente!

Im nächsten Schritt geht es
um den Nachweis der medizinischen Voraussetzungen in der eigenen Krankenakte!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist,
hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Für die Bewilligung einer vollen Erwerbsminderungsrente
muß an Hand der eigenen Krankenakte glasklar
und sehr detailliert nachgewiesen werden,
daß die Leistungsfähigkeit auch für leichte Tätigkeiten
am allgemeinen Arbeitsmarkt
dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag,
abgesunken ist!
(Leichte Tätigkeiten
= zum Beispiel Pförtner, Museumswärter, Nachtportier, usw.)

====

hatte vor der Reha aber 4 unabhängige Gutachten, die jeweils <3 Std arbeitsfähig aussagten

kann ein subjektiver Chefarzt, der einen in 5 Wochen 15 Minuten gesehen hat, solche Gutachten über den Haufen werfen ???

Antwort:

Im Endeffekt zählt nicht das, was der Chefarzt macht, sondern was die zuständige Abteilung der DRV aus den gesamten, vorliegenden Akten entnehmen kann!

Außerdem sind die REHA-Einrichtungen in den meisten Fällen von den finanziellen Leistungen der DRV abhängig und werden Ihre Beurteilungen stets zu Gunsten des Zahlers formulieren!

Erst wenn das Verfahren vor dem Sozialgericht landet, werden die Karten ggf. neu gemischt und von der DRV unabhängige Gutachter in die Entscheidungsfindung mit einbezogen!

Deshalb kommt dem Inhalt der eigenen Krankenakte eine sehr große Bedeutung zu!

https://erwerbsminderungsrente.biz/erwerbsminderungsrente-hausaufgaben/der-rote-faden/

Kann ich trotzdem Widerspruch gegen den Entlassungsbericht einlegen und die Erwerbsminderungsrente beantragen. 

-bin nach dem 01.0.16 geboren, hätte aber die Vorraussetzungen für Erwerbminderungsr.

Antwort:

Ihr Geburtsjahr ist leider nicht ersichtlich!

Widerspruch gegen einen REHA-Entlassungsbericht bringt in der Regel nichts, denn ist dieser Bericht erst einmal ausgestellt, wird daran meistens nichts mehr geändert!

Zielführender ist es allemal, neue, aktuelle, ausführliche, sehr detaillierte Arztberichte von den behandelnden Ärzte zu organisieren!

Aus diesen Arztberichten sollte glasklar und sehr detailliert ersichtlich sein, warum, wieso, weshalb die Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt abgesunken ist!

===

https://youtube.com/watch?v=lT893J4l_Co

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Guten Tag Herr Huber,

Sie haben geschrieben:

"Grundvoraussetzung für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente ist
die Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen!

Auf Ihrem DRV Rentenkonto müßen mindestens
60 Beitragsmonate (5 Jahre)-
davon in den letzten 5 Jahren
mindestens 36 Beitragsmonate (3 Jahre)
nachgewiesen werden!
Fehlt da auch nur ein Monats - Beitrag,
besteht in der Regel keine Chance auf Erwerbsminderungen!"



Meiner Meinung nach sollte sich diesbezüglich etwas ändern.

Die Tatsache an sich (das Mensch nur bedingt arbeitsfähig ist) ändert sich ja dadurch nicht.

Werden Menschen die davon betroffen sind diskriminiert?

Man könnte auf Ideen kommen.

Das Menschen, die sich in einer Notlage, bzw. körperlichen Einschränkung ihrer Gesundheit befinden obendrein noch bestraft werden.

Das sagt ja nicht, dass sie nicht etwas tun wollen, sondern, das sie es nicht können.

Ergo werden sie doppelt bestraft. Zum einen sind sie den Vorwürfen ausgesetzt, Du könntest schon, wenn Du nur wolltest.

Zum anderen haben sie ja auch Nachteile bezüglich des täglichen Lebens, sowie auch Einschränkungen bezüglich Unternehmungen (Tanzen , Kinobesuchen, Ausflügen, Reisen etc.)

Es wird nicht berücksichtigt, das sie ja auch Wege zurücklegen müssen, um irgendwo hinzukommen. Außerdem sollen sie ihren Haushalt in Ordnung haben, waschen kochen, putzen etc.

Wird dies berücksichtigt?

Auf Betonboden geht man anders als auf Holzboden, Treppen sind zu bewältigen und und und.

Ich wünsche uns allen diesbezüglich eine deutliche Verbesserung.

Mit freundlichem Gruß

Inkonvertibel

@Inkonvertibel

Hallo Inkonvertibel,

Sie stören sich an den diversen Details der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente und listen in diesem Zusammenhang verschiedene Scenarien auf!

Diese Voraussetzungen gelten für alle Betroffenen und werden vom zuständigen Gesetzgeber so beschlossen!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Gesetzesänderungen zu Gunsten von Betroffenen werden die zuständigen Politiker und Gremien nur auf massiven Druck der Masse der Beitragszahler/Betroffenen in Angriff nehmen!

Der Ausgang der aktuellen Wahlen und die Verhandlungen im Zusammenhang mit der Jamaika-Koalition lassen allerdings bis zum heutigen Stand nicht erwarten, daß die von Ihnen angemerkten Themen ernsthafter Teil des Verhandlungsmaratons sind!

Dafür dürfte die Lobby der Betroffenen noch viel zu gering sein!

Sie schreiben:

Ich wünsche uns allen diesbezüglich eine deutliche Verbesserung.

Antwort:

Die Lebenserfahrung zeigt, daß sich vom "Wünschen" alleine nichts ändern wird!

Das Thema "Soziale Gerechtigkeit" wurde im Zusammenhang mit der Bundestagswahl so gut wie nicht ernst genommen und nicht auf die Fahnen geschrieben!

Der einzige Verbund, der diese Themen propagiert, das ist der Sozialverband VDK, welcher laut eigenen Angaben mit derzeit 1,8 Millionen der größte Deutsche Sozialverband ist!

Aber was sind 1,8 Millionen Mitglieder gegen 25 Millionen Rentner?

Solange diese 25 Millionen Rentner noch nicht Mitglied im VDK sind, werden diese von der Politik nicht ernst genommen und es fehlt die Durchschlagskraft gegen die politischen Küngelkreise in Berlin!

Wenn Sie sich also eine Verbesserung dieser desolaten Situation wünschen, dann wäre der richtige Schritt die Mitgliedschaft im VDK und die Weitergabe dieser Empfehlung im Bekanntenkreis!

Je mehr Mitglieder im VDK, desto mehr Aufmerksamkeit erhalten dessen Initiativen bei der Verantwortlichen!

Unter folgendem Link können Sie die Initiativen des VDK in dieser Sache verfolgen:

https://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/73506/soziale_gerechtigkeit

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6968/umfrage/anzahl-der-renten-in-deutschland-seit-1992/

https://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/73502/rentenpolitik

https://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/kurswechsel_jetzt/72230/vdk-standpunkt_zur_erwerbsminderungsrente

===

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

@Inkonvertibel

warum sollte man hier etwas ändern? Wer vorher nicht gearbeitet hat, ist auch bei Krankheit nicht auf eine Rentenzahlung angewiesen. Alle anderen können die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen!

@turnmami

Ein grosser Sozialverband muss nicht zwingend qualitativ gut in der Sozialrechtsberatung sein, da habe ich in 20 Jahren viel Unsinn lesen können. Wichtig ist der erste qualifizierte einfache Schritt des Widerspruches nach Ablehnung einer Erwerbsminderungrente, dazu braucht man keinen Rechtsfuzzi.

Auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Eine Reha ist nicht die einzige Quelle, deren Infos herangezogen werden für den Rentenantrag.

Am besten einen der bekannten Sozialverbände (SoVD, VdK) hinzuziehen.

Würdest Du sozusagen einen Widerspruch bei der Rentenversicherung über den VdK vorschlagen


Vorsicht beim SOVD?
die kassieren Mitgliedsbeiträge und für jede Vertretung durch die, ob
Krankenkasse oder Rentenversicherung, verlangen die nochmals 100€ (Versteckte Kosten, die beim Antrag verschwiegen werden) Vertreten wird man durch überlastete, ehrenamtliche Personen. Kein Fachpersonal. (Zumindest im Kreis Worms und Kaiserslautern) Besser ist eine Rechtsschutzversicherung, die beinhaltet auch ein Gutachten, wenn es von Richter angeordnet ist, beim VDK oder SoVD ist das nicht der Fall!!!


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