Als Rechtsanwaltsfachangestellte in die Verwaltung?

2 Antworten

Bei mir in der Behörde sind einige die früher mal Renos waren und jetzt in der Verwaltung arbeiten. Eine Mitschülerin in meinem Ausbildungsjahrgang macht allerdings die Ausbildung auch neu somit denke ich das man eine neue machen muss beziehungsweise du evtl auf zwei Jahre verkürzen kannst oder mehrere Lehrgänge besuchen kannst und somit umschulst. An deiner Stelle würde ich einfach mal bei deiner Gemeinde nachfragen wie das so wäre.

Hallo Dackel84 - Karin ist vielleicht die bessere Anrede -, ich erlebe in der Praxis dass sich immer noch genügend qualifizierte Verwaltungsfachangestellte bewerben, die es anderen Berufsgruppen - so Deiner - schwer machen, sich "durchzusetzen". Ich stelle mir vor, das wird aber auch von der Region abhängen wo Du arbeiten willst. Als Alternative ist m.E. die Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte durchaus interessant, wobei Du je nach Beruf in der Verwaltung vielfach auch selbst Entscheidungen in Rechtsfragen treffen musst (so beim Ausüben von Ermessen). Ich kann mangels Kenntnis nicht beurteilen, wie intensiv man so etwas als Rechtsanwaltsfachangestellte lernt und in der Praxis auch tut. Problem könnte bei Kommunen grds. die sogenannte Prüfungspflicht für höherwertige Stellen sein; meist gibt es dazu noch den Angestelltenlehrgang I, in dem man berufsbegleitend einen Abschluss gleichwertig den Verwaltungsfachangestellten machen kann. Dies ist aber länderspezifisch geregelt, man muss sehen was bei Dir gilt.

Alles Gute, Martin

Hi Martin!

Vielen lieben Dank für Deine Antwort.

Also es wurde mir bereits konkret "Hoffnung gemacht" auf eine in absehbarer Zeit frei werdende, zunächst auf drei Jahre befristete Stelle im ö.D. (aber nicht kommunal) mit ner 30-Stunden-Woche (und einer Bezahlung, die bei der Anwaltschaft mit viel Glück nur bei 40-45 Stunden-Woche zu erreichen wäre). Die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten hab ich ja schon abgeschlossen und auch schon 6 Jahre Berufserfahrung in Vollzeit dort. Man wird da vor allem im Bereich Gesetze, EDV, Buchführung/Rechnungswesen (auch Personalwesen), Gebührenrecht etc. ausgebildet in der BBS für Wirtschaft und Verwaltung.

Für den "Einstieg" in den ö.D. (wenn auch nicht kommunal) stehen meine Chancen angeblich gut, aber ich frag mich halt, ob ich dann z.B. in 15 Jahren doch wieder auf die Straße gesetzt werden könnte, wenns finanziell immer enger wird, einfach weil ich zwar seit 15 Jahren in diesem Bereich der Verwaltung des ö.D. beschäftigt wäre, aber nicht als ausgebildete Verwaltungsfachangestellte. :o( Auch vor dem Hintergrund, dass man ja meines Wissens schwer aus der Verwaltung wieder in die freie Wirtschaft kommt im Fall der Fälle. Kann das vorkommen, also als nichtverbeamteter ursprünglicher Quereinsteiger aus dem ö.D. entfernt zu werden, auch wenn man sehr lange "zum Club" gehört?

Der Angestelltenlehrgang I hört sich aber nach ner guten Idee an, da werd ich mich dann mal informieren.

Viele Grüße

Karin

@Dackel84

Hi Karin,

Deine Perspektiven hören sich gut an ! Mach Dir mal keine zu großen Gedanken, was in 15 Jahren sein wird .... in der praxis scheint das aber andersrum zu laufen.

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