Absicherung beim KFZ Privat Verkauf - Ist ein Vertrag sinnvoll?

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Hallo, ich bin Spediteur und kann dir deine Frage daher rechtlich genau beantworten.


Bei der Abholung solltest du dir bescheinigen lassen, dass der Frachtführer ("der Fahrer") die Ware ordnungsgemäß und in gutem Zustand übernommen hat. Das brauchst du unbedingt schriftlich! Bei der Ablieferung das gleiche Prozedere, nur andersum. Der Empfänger muss sich bescheinigen lassen, dass er die Ware in ebenfalls gutem Zustand erhalten hat. Kommt es dabei zu einem Schaden, d.h. die Ware wird beschädigt angeliefert, muss sich der Auftraggeber an den Spediteur wenden. ("Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch, d.h. die Ansprechpartner sind die jeweiligen Vertagspartner").

Wenn die Übernahmequittung bei dir ohne bescheinigte Mängel ist, und beim Absender mit einer beshcädigung vermerkt ist, ist der Spediteur in der Beweispflicht. Kann dieser nicht nachweisen, dass er nicht für den Schaden verantwortlich ist (mit den erwähnten Belegen nahezu unmöglich!), so ist er in der Haftung. Die haftungshöchstgrenze liegt hierbei bei 8,33 Sonderziehungsrechten, d.h. ungefähr 10€ pro kg der Sendung. Wenn der Wert des Autos höher ist, als die gesetzliche Haftung (Beispiel: das Auto wiegt 1 Tonne, d.h. im Schadenfall würden maximal 10.000€ rausspringen), ist eine Transportverischerung auf jedne Fall sinvoll. Kostet zwar etwas extra (im zweistelligen Bereich), aber lohnt sich! Da der Empfänger der Ware aber wohl der Auftraggeber ist, ist das sein Bier.

Der Käufer ist übrigens nicht verpflichtet, die Ware anzunehmen, wenn diese beschädigt ist. Er kann die Ware auch Annahmeverweigern. Dann geht das aber ebenfalls wieder über den zuständigen Spediteur.

Wenn noch Fragen auftauchen einfach melden :)

Super, Ich danke ihnen.
Also ein Kaufvertrag an sich ist erstmal nicht von Nöten, weil er die Haftungssache beim Transport nicht mit abdeckt, richtig?
Die bescheinigung, dass der Fahrer die wahre Ordnungsgemäß angenommen hat, brauch die eine bestimmte NORM oder reicht da ein 2-3 Zeiler + Unterschriften?
Und sobald der Wagen aufgeladen ist und der Fahrer den Wisch unterschrieben hat, sind wir sogesehen abgesichert, sollte der Fahrer den wagen dann beim Transport beschädigen?
Wäre halt einfach nur ein unding, wenn der Wagen beim Käufer ankommt, er voller macken ist und er diesen nicht mehr kauft und wir den Wagen dann aus eigener Tasche Reparieren/Ersetzen müssten.

@Questioner0704

Der Kaufvertrag sagt nichts über den transport aus. Der kaufvertrag sagt nur: Er Käufer kauft das Auto, in dem angegebenen Zustand, zu dem Preis. Mit dem transport an sich hat er garnichts zu tun. Daher hast du völlig Recht. es gibt keine bestimmte Norm bei der Übernahmequittung. Wichtig ist, dass klar hervorgeht, dass die Ware auch in ordnung war. Ihr seid beide abgesichert, sofern von Absender und Empfänger das richtige auf dem beleg vermerkt ist. Sollte die Ware beschädigt sein, und der Empfänger nimmt diese trotzdem ohne Wiederrede an, dann schaut es schlecht aus. Es reicht auch nicht, wenn der Empfänger zum Fahrer sagt: Hey, da ist was kaputt, aber das hast du ja gesehen, da machen wir nichts schriftlich. Wie gesagt unbedingt schriftlich die Übernahme quittieren lassen.

@Lafutsch

Was wäre für den Fall, wenn der Käufer unseres Autos kein l Übernahmeprotokoll mit dem Lieferanten macht? 

Bzw ist uns ja vorerst wichtig, dass wir auch schon abgesichert sind, wenn der Wagen in einem anderen Zustand beim Käufer ankommt, als wie er bei uns abgeholt wurde. 

@Questioner0704

Wenn er keinen schriftlichen Ablieferbeleg ausfüllt, wird davon ausgegangen, dass er die Ware ordnungsgemäß übernommen hat. In dem Falle wäre der Käufer selbst Schuld... Ein anderer Zustand kann ja eigentlich nur beschädigt heißen. Am besten sollte der Käufer vorher alle kratzer und Dellen ansehen. Am besten auch irgendwie notieren und durch Foto beweisen. Dann kann er beim Empfang genau vergleichen ob beim Transport was kaputt gegangen ist.

@Questioner0704

Wenn er keinen schriftlichen Ablieferbeleg ausfüllt, wird davon ausgegangen, dass er die Ware ordnungsgemäß übernommen hat. In dem Falle wäre der Käufer selbst Schuld... Ein anderer Zustand kann ja eigentlich nur beschädigt heißen. Am besten sollte der Käufer vorher alle kratzer und Dellen ansehen. Am besten auch irgendwie notieren und durch Foto beweisen. Dann kann er beim Empfang genau vergleichen ob beim Transport was kaputt gegangen ist.

Ich bin Spediteur UND habe immerhin fünf Semester Jura studiert: Ähätsch!!!

Einen "Vertrag" schließt man schon durch einfaches konkludentes Verhalten: Der Kunde, der die Waren aus dem Einkaufswagen im Supermarkt auf das Kassenband legt, "erklärt" seinen Willen, das Zeug kaufen zu wollen. Das über den Scanner Ziehen des Kassierers dokumentiert, dass der Laden bereit ist, gegen die entsprechende Bezahlung dem "Eigentumsübergang" zum Kunden zuzustimmen. Der Vertrag ist in dem Moment abgeschlossen, in dem sich Käufer und Verkäufer einvernehmlich Ware und Geld übertragen haben. Im Supermarkt muß man noch nicht einmal sprechen, um gleich mehrere Kaufverträge rechtsverbindlich abzuwickeln.

Also auf jeden Fall einen Kaufvertrag (schriftlich )machen,. Darin auch vermerken, dass man privater Verkäufer ist und Gewährleistungsansprüche ausschließt,

Auch kann man in den Vertrag aufnehmen (der muss ja immer von beiden unterschrieben sein - Beidseitigkeit), das das Fahrzeug bei Aushändigung an den vom Käufer beauftragten Spediteuer als ausgehändigt gilt, und der Gefahrenübergang (Unfall auf Fahrt des Transporteurs) auf den Transporteur übergegangen ist. Ich würde auch in den Vertrag aufnehmen, das das Auto verkauft wie besehen wird (ggf. Hinweis das Käufer ja Möglichkeit hatte von einem TÜV den Wagen prüfen zu lassen). Neben dem Vertrag würde ich das gsamte Auto per Handy/ Kamera fotographieren. Auch bietet es sich wohl an gemeinsam mit dem Käufer eine äußere Inaugenscheinnahme durchzuführen und das im Vertrag zu erwähnen.

Darüber schlage ich vor zu googeln und alle Hinweise zu diesem Thema noch aufzugreifen,weil eine spätere Rückabwicklung unangenehm ist(käme m.E zum Beispiel bei arglistiger Täuschung zum Tragen: Fahrzeug ist Unfallwagen wird aber als unfallfrei verkauft) also nebst meinen Zeilen noch Mal googeln - ich glaube auch dass der ADAC oder andere Automobilclubs Standardverträge haben (natürlich kann man auch einen schreiben - aber da wird vielleicht was vergessen)

Einen Kaufvertrag habe ich schon vorgefertigt.
Da ist aber nichts von der Spedition und dem Transport erwähnt, sondern nur dass unser gegenueber das Auto kauft wie gesehen.
Was aber auch nicht möglich ist, da er das Auto erst nach Transport "offiziell sieht".
Und wenn es da nicht zufriedenstellend ist, haben wir den Salat.
Besten dank.

Erstelle am Besten einen "Car condition report", z.B. http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=12&ved=0CE0QFjAL&url=http%3A%2F%2Fwww.classiccover.co.nz%2Fimages%2F671_-_Vehicle_Pre-Shipment_Report_1108.pdf&ei=htlmVa3iO-TV7gbW1YO4BA&usg=AFQjCNEbHjFY2TzgONYnUeCsVQ_MY80U2Q&sig2=0VrFv9mv17kyXaw0Ygbz6Q&bvm=bv.93990622,d.ZGU&cad=rja

Druck' und füll' den 2 x aus, gemeinsam mit dem Fahrer und lasse ihn Dir gegenzeichnen.

Für neu entstandene Schäden haftet dann der Spediteur.

Kann man die Sachmängelhaftung bei Gebrauchtwagen (Ver)kauf ausschließen?

Ich habe mein Auto verkauft. Habe dazu so ein ADAC Kaufvertrag benutzt. ( So ein Standard Kaufvertrag... unter Ausschluss der Sachmängelhaftung usw ) zusätzlich wurde unter dem Punkt Sondervereinbarung eingetragen das das Auto ohne Gewährleistung verkauft wird , es sich um ein Bastlerfahrzeug ( Unfallfahrzeug) handelt und "gekauft wie gesehen"

Vorsichtshalber wurden alle Schäden bzw Unfallschäden die am PKW während meines Besitzes entstanden sind aber Repariert wurden zusätzlich notiert. Steinschlag Scheibe wurde repariert , Erneuerung Flexrohr Vorder rohr und Mittelschalldämpfer und das der Anlasser vor 1 Jahr ausgetauscht wurde . Die Belege dazu habe ich dem Käufer mitgegeben. Da der Tüv im Februar 2016 fällig ist frage ich mich ob ich mir nun Gedanken machen muss wenn der Wagen nicht überm Tüv kommt weil weitere Mängel festgestellt werden oder jetzt der Wagen einen Motorschaden bekommt die ich nicht im Kaufvertrag erwähnt habe. Dazu muss ich jetzt sagen das der Wagen über 13 Jahre alt ist und schon über 300000 Km gelaufen hat. der Wagen qualmte beim Gas geben aber das hat der Käufer bei der Besichtigung gesehen. ( Probefahrt wollte der Kaufer nicht machen.

Ich habe wie bereits schon gesagt den Wagen Privat verkauft. Im Kaufvertrag war der Käufer auch Privatperson. Da ich die Kennzeichen behalten wollte und der Käufer das Auto nur Ummelden wollte bin ich mit zum Straßenverkehrsamt gefahren. Der Käufer hat das Auto auch umgemeldet jedoch nicht auf sich als Privatperson sondern auf seiner Firma. Also ist das Auto jetzt " ein Firmenfahrzeug" gibt es da Besonderheiten die ich da hätte beachten müssen ? Im Internet lese ich immer nur was von Privat an Privat , Gewerblich an Privat und Gewerblich an Gewerblich aber nichts von Privat an Gewerblich. oder kann mir das quasi egal sein ob die Person das auto jetzt Privat oder gewerblich benutzt. ich frage jetzt nur weil mein Bekannter mir heute gesagt hatte das als er sein PKW von Privat gekauft hatte und obwohl im Kaufvertrag erwähnt wurde das es sich um ein Unfallauto handelt und die Gewährleistung ausgeschlossen wurde musste der Private Verkaufer meinem Bekannten 10% des Kaufpreis als Entschädigung zahlen weil bei dem Wagen meines Bekannten Mängel aufgetreten sind.

Ich hoffe ihr könnt meine Frage(n) beantworten

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(ich habe den Vertrag nicht aufgesetzt ! hahaha allein dieser Fehler bei Benz usw müsste ihn schon unwirksam machen )

Ich habe mein schönes Auto verkauft und mir was besseres gekauft, mein alter den ich verkaufte war ein Mercedes Cls 350 ich hab den für 11450€ gekauft laut Vertrag Unfallfrei, verkauft habe ich ihn für 9400€ leider weil er die 200000km marke überstieg verkauft wurde er von mir genauso als unfallfrei.

Der Typ ist 3x Probe gefahren und an dem Tag der Zulassung auch nochmal 50min, für Ihn alles tip top ! für mich auch ! also verkaufte ich ihn den wagen ohne mängel und ohne Schäden denn mir waren keine bekannt,

er kannte sich auch erstaunlich gut mit Autos aus, hat uns erklärt was sein darf und was nicht .... ( ICH VERMUTE ER HAT DEN WAGEN EXTRA GENOMMEN UM SO EINEN BETRUG ABZUZIEHEN) denn er hat und auch erzählt wie seine Verwandte den Preis Drücken mit genau so einer Geschichte.

2 Tage Später nachdem der Wagen auf Ihn umgemeldet war, schickte er mir einen Kostenvoranschlag von über 8000€ und der Wagen hätte einen Unfallschaden Karosserie verzogen etc. und meinte ich solle dies behaben sonst geht er zum Anwalt, ich darauf hin soll ich Ihn dir in 2 Monaten auch nochmal Polieren kam nichts mehr, und ich bekam ein schreiben von seinem Anwalt.

Er will den Wagen zurück geben oder den Schaden ersetzt haben, wobei das Augenmerk auf ersetzt haben vermutlich liegt ...... dann hätte ich IHM JA DEN WAGEN GESCHENKT !!

Verkauft wurde er mit dem Mobile.de Vertrag als Privat wo ich die Gewährleistung ausgeschlossen habe, guckt mal bitte Selbst ich hänge den mal mit an.

und Bilder vom Auto.

mit der Versicherung das mir keine Mängel oder Schäden bekannt sind, ich weiss ja nicht ob mein Anwalt Kompetent genug ist aber er meinte dies wird ein schwerer Fall.

vielleicht gibt es hier ja Irgendwen der sich damit ein Wenig auskennt, und uns mal paar Tipps geben kann die ich meinem Anwalt unter die Nase reiben kann.

ICH FRAG MICH WARUM ICH IMMER SO ***** PROBLEME HABE

(Wichtige Daten habe ich ausgegraut )

EDIT ###1-3

ich hab mir schon überlegt ob ich meinem Anwalt sage das ich das Auto zurück nehme aber die Anzahlung von 4000€ behalten werde! weil die Anzahlung ja die Absicherung ist das er den Wagen nimmt bei nicht Erfüllung ist die Anzahlung ja FUTSCH oder?

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