Ablehnung Kinderzuschlag wegen zu niedrigem Einkommen, Jobcenter errechnet ebenfalls keinen Anspruch

7 Antworten

tausend dank für eure antwort. mittlerweile blick ich schon viel besser durch. ich bin ja bereits vor dem gang zum jobcenter in Widerspruch bei der Familienkasse gegangen und die haben mir dann eine ausführliche kalkulation zugeschickt. nachdem ich mich nun rechts und links erkundigt habe, müsste denke ich wie folgt berechnet werden: 345+345+224+120 (private Vers. Kind und ich)+740 Warmmiete=1774 Euro (BEDARF) Mein Einkommen Elterngeld 750- 300 Euro Freibetrag-30 Pauschalbetrag Versicherung wie Haftpflicht etc +120 sonstiges Einkommen (Vers.-Erstattung) = 540 Euro
Kindergeld: 184 Einkommen Partner: 1350 Euro netto-30 Euro Pauschalbetrag Vers.-230 Freibetrag-266 Werbungskosten Fahrt (0,20x70kmx19Tage) - 30 KFZ Haftpflicht=794 --> 1774 - 540 -184 - 794 = 256 Also wenn das jetzt richtig ist, dann müssten uns 256 Euro zustehen. Ihr dürft gerne nochmal sagen, ob das schlüssig klingt ;) DANKE

Zwei Ämter - drei unterschiedliche Aussagen... - typisch

Ich empfehle folgendes:

Du hast ja zunächst den Kinderzuschlag beantragt. Dieser wurde abgelehnt - dagegen sollte Widerspruch eingelegt werden, wie die AA das auch angeregt hat.

Wenn der Widerspruch abgelehnt wird, ist ALG-II zu beantragen, wenn er Erfolg hat kann kein ALG-II beantragt werden.

Der Ablehnungsbescheid ist sicherheitshalber dem Antrag beizufügen, obwohl die ALG-II-Stelle entsprechende Mitteilung erhält.

Hier ist ein Link, der sowohl einen möglichen Kindergeldzuschlag als auch einen enstprechend ALG-II-Anspruch berechnet. Diese Rechner sind natürlich nur zur allgemeinen Orientierung zu verwenden und haben keine Rechtskraft.

http://rechner.welt.de/Soziales/ALG2rechner.php

Die Grundfrage ist, ob das Jobcenter überhaupt auffordern darf, bei der Familienkasse Widerspruch einzulegen, denn schließlich kannst du als Antragstellerin auf die Rechtmäßigkeit des Bescheids nicht nur vertrauen, sondern du hast ja nicht einmal einen Anhaltspunkt, was das zuständige falsch berechnet haben soll. Ich sehe für das Ansinnen des JC keinerlei Rechtsgrundlage außer vielleicht die Wischiwaschi-Generalnorm des § 2 Abs. 1 SGB II (aber daruf kannst du dir imo eine Ei backen).

Zwar wird den JC-Trullas ein KiZ-Rechner zur Verfügung gestellt, der korrekt arbeitet; aber 80% der Sachbearbeiter können den nicht richtig "bedienen".

Zudem ist, das, was man dir beim JC sagt, vollkommen irrelevant; entscheidend ist ein schriftlicher Bescheid.

DAHER: Sofort hin zum JC, dort schriftlichen Antrag stellen (Ablehnungsbescheid KiZ beipacken), denn dadurch wirkt nach § 28 SGB X die Antragstellung in den Januar zurück und abwarten, was SCHRIFTLICH beschieden wird.
Hebt die Trulla im JC auch nur die Augenbraue, Dienstaufsichtsbeschwerde, verweigert sie die Antragsannahme, Fachaufsichtsbeschwerde.

ich würde so vorgehen:

bei der familienkasse wiederspruch einlegen um keine frist verstreichen zu lassen. einen schriftlichen hartz4 antrag stellen und ablehnungsbescheid der familienkasse beilegen.

irgendeiner muss leisten wenn der bedarf nicht gedeckt ist und solange der kinderzushlag nicht gezahlt wird sollte eigentlich das jobcenter in vorleistung treten.

irgendeiner muss leisten wenn der bedarf nicht gedeckt ist und solange der kinderzushlag nicht gezahlt wird sollte eigentlich das jobcenter in vorleistung treten.

Genau so!

Hier sieht es so aus, als ob euch jedes Amt dem amderen zuschiebt, weil es selbst das Geld nicht bewilligen will.

Das JobCenter hat bei seiner Berechnung vergessen, den Freibetrag auf Arbeitseinkommen zu berücksichtigen. Oder sind damit die 120.- € Versicherung gemeint? Die wären dann doch zu niedrig angesetzt, denn einen Freibetrag von 120.- € habt ihr bereits bei einem Arbeitseinkommen von 200.- €.

Desweiteren könnte es sein, dass die Mietkosten für das JobCenter zu hoch sind (ich weiß nicht, wo ihr wohnt). In diesem Fall und weil euch keiner zwingen kann, ALG II zu beantragen, solltet ihr doch bei der Familienkasse Einspruch einlegen. Aber auch euren ALG-II-Antrag muss das JobCenter annehmen und evtl. in Vorleistung gehen.

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