Abgetretene Lebensversicherung läuft aus - kann ich über das Kapital verfügen?

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Da die Versicherung abgetreten ist, ist auch die Auszahlungssumme automatisch mitabgetreten.

Du hast somit drei Möglichkeiten:

1.) Du fragst bei der Bank nach einer ersatzlosen Sicherheitenfreigabe an, also danach, dass die Bank die Sicherheit freigibt und KEINE neue Sicherheit von dir bekommt. Die Sicherheitenlage der Bank verschlechtert sich dadurch also. Dies wird die Bank prüfen und nur dann bejahen, wenn sich deine Gesamtbonität gegenüber der Ursprungssituation entsprechend verbessert hat.

2.) Sollte die Bank auf 1.) nicht eingehen, bietest du ihr an, das Kapital aus der ausgezahlten Lebensversicherung für die Restdauer des Darlehens als Sicherheit zu behalten. Da das Geld weiterhin deins ist, kannst du es in Absprache mit der Bank natürlich anlegen (z.B. als Festzinsvertrag oder als sicherer Wertpapiere), damit du zumindest etwas Erträge daraus generierst.

3.) Sollte die Bank auf 1.) nicht eingehen, bietest du ihr eine Ersatzsicherheit an. Wenn die Bank diese als gleichwertig ansieht, wird sie die Lebensversicherung (bzw. deren Auszahlung) freigeben.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Habe bei der Bank gerade 5 Optionen angefragt. Bin gespannt. Gehe aber davon aus, dass sie auf Sicherheiten nicht verzichten werden. Eine der Optionen war auch eine Umschuldung mit der gleichen oder einer anderen Bank. Der Zins von damals 3,4 wird wohl auf 1 oder 1,5% fallen.

Was ist "von Anfang an"?

Ging es vielleicht nicht um ein Sparkapital innerhalb der LV sondern um eine im Todesfall auszubezahlende Summe?

Letztlich kann dir keiner hier ohne vernünftige Angaben die Frage seriös beantworten. Aber die Bank ist involviert, da macht das mehr Sinn. Abgesehen davon ist die Auslösung des Kredits mit der LV-Summe vielleicht sinnvoll.

Dann wäre die LV zu versteuern. Also ganz schlechte Idee.

@soulis1976

Die Summer wird ausbezahlt. Was sollte man tun, um nicht zu versteuern?

@mrmccaughy

Die LV wurde in 2003 abgeschlossen. Also steuerfreie LV. Wenn ich das Kapital ausgebe oder anlege bleibt sie steuerfrei. Bei Tilgung des Darlehens ist es möglich das besteuert wird.

@soulis1976

Auf welcher Grundlage?

wenn die Summe als Sicherheit hinterlegt wurde, kann die eigtl. nicht ausbezahlt werden. wie die Bank angefragt hat, hast andere Sicherheiten? die das Ablösen könnte

Den 2. Rang einer voll verliehenen Immobilie könnte ich anbieten.

Willst oder kannst du den Geschäftskredit damit tilgen? Ich kann mir vorstellen, dass er höhere Zinsen hat als aktuelle. Vorfälligkeitsentschädigung?

Sonst würde ich eine Umschuldung oder Umbesicherung für den aktuellen Schuldenstand versuchen. Das könnte ja ein neuer Versicherungsvertrag sein. vielleicht wäre ein Bausparvertrag nicht schlecht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bei Tilgung des Kredits muss die LV versteuert werden. Das möchte ich vermeiden. Die Idee mit der Umschuldung finde ich aber gut. Damals 3.76% heute wahrscheinlich unter 2%.

Nein, es sei denn Du bietest Deiner Bank eine andere Sicherheit an, die von der Bank akzeptiert wird.

Widerrufsrecht Lebensversicherung durchErben?

Hallo zusammen,

ich benötige Hilfe. Irgendwie läuft alles aus dem Ruder. Mein RA kriegt das nicht auf die Reihe.Erst hat er nur die Versicherung angeschrieben, jetzt die generische Seite. Er schreibt und schreibt und die gegenerische Seite nimmt seine Schreiben schon nicht mehr ernst.

Der Fall ist so. Meine Schwester hat Suizid begangen. Schon schlimm genug. Man hat alles versucht. Aber nichts hat genützt.

Sie hat nun eine Lebensversicherung, die Bezugsberechtigung ist auf ihren geschiedenen Ehemann gewesen.

Dieser Bezugsberechtigung haben ich bevor es zur Auszahlung kam ,widersprochen. Schriftlich per Mail und Telefonat.

Die Versicherung hat trotzdem dem Bezugsberechtigten ein Schenkungsangebot unterbreitet,dass er dann auch angenommen hat. Nun wird hin und her geschrieben, dass der vermeintlich Bezugberechtigte den Betrag zurückzahlen soll, da ja der Auszahlung widersprochen wurde. Die Versicherung sagt, sie habe zurecht ausgezahlt. Man müsse nun das Geld beim Bezugsberechtigten zurückverlangen.

ich habe widersprochen und trotzdem wurde ausgezahlt. Der gegnerische Anwalt beruft sich darauf, dass ich geschrieben habe. „ ich möchte widerrufen“. Und, dass nicht die ganze Erbengemeinschaft wirderrufen habe. Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch nicht, wer überhaupt Erbe ist, da ein Teil der Erben unbekannt verzogen war und wiederum andere das Erbe ausgeschlagen haben.

Die Versicherung hat erst durch mein Schreiben vom Tod meiner Schwester erfahren. Auch der Grundsatz des Notfallbevollmächtigten lässt die Gegenseite einfach außer Acht.

Es wird nur hin und her geschrieben. Ein Vergleich wurde abgelehnt. Jetzt rät mir der Anwalt zur Klage. Wie das Klageverfahren ausgeht, weiß niemand. Nur die Kosten etwa 10000.Das übersteigt den Wert der Lebensversicherung.

Hat jemand Ahnung, ob eine Klage überhaupt angestrebt werden muss?

Lieben Dank

der

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