25 Jahre, eigene Wohnung, was steht mir zu?

5 Antworten

1.) Dir steht Bafög oder Unterhalt durch deine Eltern zu. Warum willst du das nicht in einerAnspruch nehmen? Glaubst du, dass du neben einem Vollzeit Studium so viel arbeiten kannst? 2.) Um Wohngeld beziehen zu können muss erstens der Anspruch auf Bafög oder Unterhalt ausgeschöpft sein. Zweitens benötigst du ein Mindesteinkommen, von dem du leben kannst. Die Wohngeldstellen zahlen ungern an Studenten. Mit 400 Euro wird dir Wohngeld verwehrt. 3.) Um deinen Studentenstatus bezüglich des Krankenversicherung nicht zu verlieren, darfst du nicht mehr als 20h pro Woche arbeiten.

Wenn du kein Anspruch auf Bafög mehr hast, kannst du Wohngeld bekommen sofern du es schaffst ein Mindesteinkommen aufzutreiben.

Mindesteinkommen= Sozialhilferegelsatz + Miete + Nebenkosten

Regelsatz liegt bei 364€, in den Nebenkosten ist auch die Krankenversicherung mit drin. Da du über 25 bist, bist du nicht mehr familienversichert, musst diese also selbst bezahlen (ca 80€ im Monat). Das bedeutet, dass du bei Mietkosten von 250€ knappe 700€ verdienen musst um Wohngeld zu bekommen. Wenn du wirklich keinen Anspruch auf Bafög mehr hast (auch von mir die Frage: Wieso nicht?) bleibt dir nix anderes übrig als Nebenjob + Studienkredit. Die sind relativ einfach zu bekommen und lohnen sich in den meisten Fällen auch, weil du je nach Studienfach nach dem Studium mehr verdienst und demensteprechend schneller zurückzahlen kannst. Wenn du das mit dem Studienkredit absolut nicht willst bleibt dir nur, das Studium in Teilzeit zu machen und dir nen Teilzeitjob zu suchen (auch hier kann dann Wohngeld beantragt werden).

Dir steht vom Staat nichts zu. Du müsstest dir eine Job suchen, der mehr als 400 Euro hergibt.

Ich weiß gar nicht was ihr alle habt. Der TH will sich nen Nebenjob suchen, dass hat er ausdrücklich gesagt. So, und mehr kann man von nem Studenten auch nicht verlangen. Denkt doch mal nach, wenn es kein Bafög (und Bafög ist AUCH eine staatliche Unterstützung an Studenten) geben würde, hätten wir eine Zweiklassengesellschaft in der sich nur noch die Studies aus wohlhabenden Elternhaus ein Studium leisten könnten. Und wenn man KEINEN Anspruch auf Bafög hat gibt es Wohngeld - und das ist auch gut so. Jeder Student verdient später dementsprechend und zahlt Steuern an den Staat. Es wäre doch grotesk wenn man jedem eine weiterführende Ausbildung verweigern und denjenigen auf Hartz4 oder Teilzeitjobniveau herunterstufen würde, nur weil man keine 300€ im Monat zuschiessen will. Damit würde der Staat sich nur selber schaden. Die Förderung von Studenten ist eine Investition in die Zukunft, die auch in den meisten Fällen aufgeht (von Ausnahmen mal abgesehen - und Ausnahmen sind es wirklich, die Arbeitslosenquote von Akademikern liegt bei 2.5%).

Und jeder der schonmal ein Studium gemacht hat weiß, dass mehr als ein Nebenjob zeitlich nicht drin ist wenn man das Studium in der Regelstudienzeit durchziehen will. Ich finde es bewundernswert, dass jemand dessen Eltern selbst ALG Empfänger sind, aus diesem Sumpf ausbrechen und was für seine Zukunft tun will anstatt sich auf unserem Sozialstaat auszuruhen!

Wohngeld steht mir mit 25 Jahren zu

Als Student? Ein Blick in das Wohngeldgesetz §20 (2) f. verschafft einen Einblick in den tatsächlichen Sachverhalt.

Unterhalt bekommst du offenbar ebensowenig, bleibt nur dein Kindergeld bis zum Zeitpunkt der durchschnittlichen Studiendauer.

Und den 400 EUR-Job - zumal in einer Studentenstadt - müßte man erst einmal haben und dauerhaft behalten :-O

G imager761

Wenn kein Anspruch auf Bafög besteht, besteht Anspruch auf Wohngeld. Und genau so steht es auch im §20

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