Umzugskosten - sind das außergewöhnliche Belastungen bei Steuer, wenn Umzug wegen Schimmel nötig?

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Zu dieser Thematik habe ich kürzlich gelesen, daß es zu einem Prozess durch 2 Instanzen bis vor den BFH kam. (BFH AZ VI B 66-08) Steuerermässigungen sind wohl nur zu erwarten, wenn nachweislich ein Umzug auf grd. Krankheit nötig wurde. Dazu düfte ein ärztliches Gutachten erforderlich sein.

korrekt ohne das geht nichts ...

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Ich denke, so was ist nur dann möglich, wenn dem Finanzamt alles einwandfrei durch Gutachten und ärztliche Atteste nachgewiesen werden kann. Außerdem wird vermutlich ein Nachweis verlangt, dass man den Vermieter über die Wohnsituation hinreichend informiert hatte. Sonst könnte ja jeder hingehen, und seine Umzugskosten mit dieser Begründung versuchen abzusetzen.

Wieso kann man eine Krankenzusatzversicherung bei der Einkommensteuererklärung nicht unter "außergewöhnliche Belastungen" absetzen?

Hallo, ich habe da mal eine Frage!

Wieso kann man, wenn man in der Einkommensteuererklärung den Höchstbetrag von 1900 Euro an Vorsorgeaufwendungen erreicht hat, weitere Kranken- und Pflegezusatzversicherungen nicht unter außergwöhnliche Belastungen angeben?

Ich kann zwar die Differenz der medizinischen Behandlungen, die ich nicht durch die Krankenzusatzversicherungen erstattet bekomme unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben, die entsprechenden Jahresbeiträge für die Krankenzusatzversicherung aber nicht. Dabei entstehen doch durch diese Krankenzusatzversicherungen auch erhebliche außergewöhnliche Belastungen. Und hätte man keine Krankenzusatzversicherung müsste man ja den kompletten Betrag z.B. für eine Zahnkrone selber bezahlen. Diesen könnte man dann allerdings voll unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben.

Meine Frau und ich haben für 2016 knapp 6000 Euro an Versicherungsbeiträgen gezahlt (Sterbegeld-, private Pflege-, Unfall-, Kinderpflege-, diverse Krankenzusatzversicherungen usw.). Also alles Versicherungen die absetzbar wären. Geltend machen konnten wir nur 3800 Euro.

Die außergewöhnlichen Belastungen (Medikamente, Zahnbehandlung, Brillen, Physio, Krankenhaus, Fahrtkosten usw.) betrugen in 2016 3000 Euro (somit konnten wir hier 2000 Euro geltend machen).

Da wäre es ja fast besser, man kündigt alle Krankenzusatzversicherungen und bezahlt die entstandenen Arztkosten selber, damit man die Summe komplett unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben kann.

Oder gibt es eine Möglichkeit, Versicherungen die über den Betrag von 1900 Euro Vorsogeaufwand liegen, in der Einkommensteuererklärung liegen, steuerlich abzusetzen.

Wir sind Kassenpatienten.

Gruß

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