Spekulationssteuer fällig obwohl Angehöriger mietfrei wohnt?

2 Antworten

Bis Ende März galt die kostenfreie Überlassung an die Tochter als Eigennutzung.

Ab April war es dann eben keine Eigennutzung mehr.

Damit gilt dann somit die 10 Jahresfrist, um die Einkommensteuer zu sparen.

Wir hatten eine fast gleich lautende Frage heute schon mal.

Wenn der Eigentümer die Wohnung an seine Tochter verkauft ohne einen bedeutenden Gewinn zu machen, kostet das ja kaum Steuer.

Die Tochter wohnt selbst drin und hat dann die Wohnung zwischen Erwerb und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt und muss keine Einkommensteuer zahlen.

Kleiner Hinweis:

Es gibt kein Spekulationssteuergesetz und damit auch keine Spekulationssteuer.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Danke für die Antwort!

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Ich hab mich ja vorhin schon gefragt, wie so etwas laufen kann, wenn eine mittellose Tochter ihrem Vater eine ETW abkauft, ohne Geld zu haben. Wird ein FA da nicht hellhörig und prüft auf Gestaltungsmißbrauch? Prüft evtl. konkrete Zahlungen? Oder "glaubt" an ein Darlehen des Vaters, dass eben erst nach Verkauf der Wohnung zurückgezahlt wird? Ich kann mir das alles so gar nicht vorstellen. Aber ich bin ja auch keine Steuerberaterin.

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@Andri123

Da hast Du vollkommen recht.

Nur im vorliegenden Fall sehe ich keinen Verkauf an die Tochter.

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@Andri123

Der (neue) EIgentümer muss dann aber noch ein paar Jahre drin Wohnen um das Steuerfrei zu verkaufen. Und beim Verkauf an die Tocher fallen auch Steuern an. Und das man die erst billig an die Tocher und die dann teuer weiterverkauft - wird das FIamt bemerken und nachprüfen.

Lohnt sich der Aufwand ?

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@topbaugutachter

Warum muss der neue Eigentümer ein paar Jahre darin wohnen?

Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;

Das mit dem Jahr der Veräußerung und den zwei davorliegenden Jahren ist der Ersatztatbestand.

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@topbaugutachter

Der Focus Redakteur, der das verbrochen hat, sollte lieber vorher einen Steuerexperten von FocusMoney, oder falls die dort keinen haben, einen Steuerberater gefragt haben.

Es fehtl völlig der Fall, das einer eine Wohnimmobilie kauft, sie nach kauf selbst bezieht und dann, nach beliebiger Zeit und seien es nur zwei Monate, wieder verkauft. Es ist Einkommensteuerfrei, weil zwischen Kauf und Verkauf nur für eigene Wohnzwecke genutzt.

Aus Steuerlinks: http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/spekulationsgeschft-immobilien.html

Ausnahmen für zu eigenen Wohnzwecken genutzten Immobilien

Für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Immobilien sieht § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStGunter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme von der Besteuerung eventueller Überschüsse bei Veräußerung innerhalb der Spekulationsfrist vor. Trotz Anschaffung und Veräußerung innerhalb von 10 Jahren liegen daher keine Spekulationseinkünfte vor, wenn ein Gebäude

  • zwischen Anschaffung/Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich für eigene Wohnzwecke des Steuerpflichtigen oder
  • im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken

genutzt worden ist.

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Mietfrei wohnen lassen ist nicht vermieten.

Soweit ich erinnere zählt die Überlassung an die kindergeldberechtigte Tochter zur Selbstnutzung.

Danke für die fixe Antwort! Dem Eigentümer wurde gesagt, dass die Spekulationssteuer anfallen würde. Daher die Verwirrung.

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@Annschee

Der Eigentümer sollte sich vom Stammtisch fernhalten -

diese Steuer gibt es nämlich gar nicht.

Sie würde also so oder so nicht anfallen.

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@Annschee

Wenn der Eigentümer seit April 2016 keinen Anspruch auf den Kinderfreibetrag bzw. Kindergeld für die Tochter mehr hatte (nach Abschluß ihrer Ausbildung), ist der Veräußerungsgewinn ja auch zu versteuern.

Denn dann kann für das Verkaufsjahr 2019 und die beiden vorangegangenen Jahre 2017 und 2018 nicht von einer Eigennutzung durch Überlassung an ein Kind im Sinne des § 32 EStG ausgegangen werden.

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@Andri123

Die Tochter hat aber zu dem Zeitpunkt drei Jahre darin mietfrei gelebt und der Vater hat Kindergeld bezogen. Demnach ist die Steuer doch nichtig? Die Tochter wohnt auch aktuell noch mietfrei in der Wohnung.

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@correct

Woher bist du dir so sicher dass es die nicht gibt? Kannst du das belegen? Wäre natürlich umso schöner :)

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@Annschee

Die Spekulationssteuer gibt es ebensowenig wie die GEZ. Es heißt beides inzwischen anders, und trotzdem weiß jeder, was gemeint ist.

Für Dich gilt §23 EStG. Einkommensteuer auf Veräußerungsgewinn.

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@Andri123

Die Spekulationsteuer hat es noch nie gegeben.

Den § 23 jedoch schon.

Manche Märchen halten sich noch länger als die Sache mit dem Spinat und dem Eisen.

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§ 23 EStG Private Veräußerungsgeschäfte, Nutzung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken, Kind erwerbstätig?

Angenommen Herr Steuerzahler und Vater 'V.' hat 2016 ein Haus gekauft.

Das Haus wurde renoviert und vermietet. Vermietung endet Ende 2018.

Anschliessend stellt V. das Haus seiner Tochter 'T.' zu "ausschliesslich privaten Wohnzwecken zur Verfügung". T. meldet sich ordnungsgemäß mit der dortigen Anschrift bei der Meldebehörde.

T. ist seit 2017 in Ausbildung. Ausbildung endet voraussichtlich 08/2019 - sie wird vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden.

Haus soll 2021 verkauft werden.

Gem. § 23 EStG würde für den Verkaufserlös ESt anfallen, aber, da die Tochter dort wohnt, würde der Verkauf steuerfrei passieren, denn von der sog. "Spekulationssteuer" ausgenommen sind: "Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden"

Dies gilt auch für die Überlassung der Wohnung an ein im Sinne des § 32 EStG zu berücksichtigendes Kind T. zur alleinigen Nutzung. Dies beruht auf der Obliegenheit, für die Unterbringung des Kindes zu sorgen, sofern dies aufgrund einer unterhaltsrechtlichen Verpflichtung geschieht (Unterhaltspflicht des V. ggü. T.).

Ist V. ggü. T. auch dann unterhaltspflichtig, wenn T. Lohn/Gehalt bezieht (derzeit ca. €600,- als Azubi und ab 08/2019 mehr, wenn sie übernommen wird). Ich nehme an, die Unterhaltspflicht des V. endet, sobald T. ihr eigenes Geld verdient? Oder gilt V. weiter formell (und i.S. EKStG) als unterhaltspflichtig, muss aber faktisch nicht mehr für ihren Unterhalt aufkommen, weil sie selbst Einnahmen in enstsp. Höhe hat? Gilt T. auch nach Beendigung der Lehre als unterhaltsberechtigtes "Kind" i.S. EStG?

Andersrum gefragt:

Kann V. das Haus 2021 steuerfrei verkaufen, da die Tochter T. unentgeltlich dort wohnt und das Haus 2,5 Jahre ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde ODER fällt ESt. in Höhe des Steuersatzes des V. an, weil die Tochter seit 2019 erwerbstätig ist und seit Beginn der eigenen Erwerbstätigkeit steuerlich nicht mehr als 'Kind' berücksichtigt werden kann?

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