Ist eine verdeckte Schenkung von den Erben anfechtbar?

3 Antworten

Man kann nicht den Kaufvertrag anfechten, aber schon sagen, dass die Wohnung unter Wert verkauft wurde, dass es sich damit zum Teil um eine Schenkung handelt und somit ein

"Pflichtteilergänzungsanspruch"

besteht.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Kaufvertrag anfechten? Aus welcher Bestimmung des BGB soll sich denn ein Anfechtungsgrund ergeben können? Mir ist keine bekannt und das, obwohl ich mich in meiner Ausbildung intensiv damit beschäftigen mußte.

Um über andere Ansprüche urteilen zu können müßte man weit mehr Sachverhalt haben.

War zum Beispiel ein Erbvertrag geschlossen worden könnten diesen beeinträchtigende Schenkungen zurück gefordert werden. Oder dann, wenn die übrigen Erben weniger als ihren Pflichtteil erhalten.

Davon abgesehen werden enttäuschte Gewinnerwartungen nicht geschützt.

In der Erbmasse fehlt nichts - der Vater hätte die Wohnung auch zur Gänze verschenken können.

Er hat wohl erkannt, warum er es so gemacht hat.

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Natürlich hätte er es können, aber die Erben hätte dann natürlich einen Pflichtteilsergänzungsanspruch

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Wohnrecht bei (gemischter) Schenkung zu Lebzeit

Hallo,

primär geht es darum dem Vater Wohnrecht auf Lebenszeit zu erteilen. Dabei soll jedoch vermieden werden, dass das Wohnrecht als Schenkung besteuert wird.

Also der Vater verkauft seine Wohnung für 200.000 Euro. Die Tocher kauft ein Haus für 300.000 Euro und tilgt 200.000 mit dem Erlös der Wohnung des Vaters. Der Vater (Alter: 70 Jahre) erhalt im Grundbuch des Hauses "Wohnrecht bei (gemischter) Schenkung zu Lebzeit"

Die Schenkung von Vater an Tochter ist doch steuerfrei? Bis 400.000 kann der Vater an die Tocher steuerfrei schenken, oder?

Kann das Wohnrecht mit der Schenkung verrechnet werden? Wenn ja wie? Wird eine Tabelle mit Lebenserwartung herangezogen?

Könnte das dann wie folgt aussehen: Lebenserwartung Vater: 14 Jahre hypothetische monatliche Miete: 700 Euro

14 Jahre x 12 Monate x 700 Euro = 117.600 Euro

Damit beträgt die Schenkung 200.000 - 117.600 = 82.400 Euro und das Wohnrecht ist verrechnet. Damit fällt keine Schenkungssteuer von Tocher an Vater an, weil Tochter nicht an Vater schenkt? Aber Vater schenkt an Tocher 82.400 Euro was aber steuerfrei ist, weil 400.000 Euro steuerfrei sind.

Kann das im Kaufvertrag des Hauses dann so hinterlegt werden? Muss ein Gutachten für die Wohnung vorliegen, damit die Schenkung von 200.000 belegt werden kann?

Viele viel viel Fragen :) ... ich hoffe nicht zu viele um beantwortet zu werden.

Ich danke Euch schon vorab vielmals,

Mit besten Grüßen Mike777

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Können die ausgeschlagenen Erben bei Vermögen trotzdem noch erben

Also es geht um eine Erbschaft eines verstorbenen Großonkels. Da dieser selbst keine Kinder hatte, sollte sein Bruder erben, dieser hat es aber ausgeschlagen. Danach sollten die Kinder dieses Bruders erben, die beiden Kinder haben aber auch ausgeschlagen. Eines der Kinder hat selbst einen Sohn und hat diesen als Erbe angegeben. Da dieser aber noch minderjährig zum Zeitpunkt war wollten seine Eltern das Erbe auch ausschlagen, da niemand etwas über das Vermögen wusste. Einer Ausschlagung des Erbes wurde aber durch das Familiengericht nicht stattgegeben, weil Vermögen vorhanden war. Die Eltern sind geschieden und der Vater hat vor dem Amtsgericht erklärt, er möchte das sein Sohn das Erbe bekommt. Dies ist jetzt 10 Jahre her. In diesen Jahren wurden durch die Mutter des Kindes immer wieder Unterlagen von Ämtern angefordert, die für die Erbschaft gefehlt haben. Inzwischen ist alles zusammen und es könnte jetzt der Erbschein erstellt werden, der Antrag ist auch schon eingereicht. Leider informiert das Amtsgericht jetzt aber die ausgeschlagenen Erben über den Wert des Erbes. Meine Frage haben diese jetzt noch die Möglichkeit nach so langer Zeit das Erbe anzunehmen???

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