Nebentätigkeit als freiberuflicher Dozent?

3 Antworten

Lehrer, Ärzte, Anwälte, Politiker..... mein absolutes Lieblings-Klientel.

Du hast doch die Begründung schon selbst geliefert bzw. zutreffend abgelesen: Wenn etwas steuerfrei ist, dann ist es eben steuerfrei. Das betrifft sowohl die Einnahmen (§8) als auch die Ausgaben (§ 3c).

Und was steuerfrei ist, steht in § 3.

Zum Vergleich: Wenn ich nach mehr als 10 Jahren ein privat genutztes Grundstück mit Gewinn verkaufe, wird der nicht besteuert, das ergibt sich aus § 23 EStG. Und wenn ich es mit Verlust verkaufe, wird der nirgendwo angesetzt.

Das ist doch nur logisch!

Den Ausweg bringt hier aber Satz 2 des § 3 Nr. 26:

Überschreiten die Einnahmen für die in Satz 1 bezeichneten Tätigkeiten den steuerfreien Betrag, dürfen die mit den nebenberuflichen Tätigkeiten in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Ausgaben abweichend von  § 3c nur insoweit als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden, als sie den Betrag der steuerfreien Einnahmen übersteigen;

Das bedeutet, dass ebendies dem Finanzamt glaubhaft gemacht werden muss. Bei 800 Euro klappt das aber leider nicht.

Mich würde mal interessieren, ob man bei durchschnittlich 66,-€ Einkommen pro Monat für die selbständige Tätigkeit tatsächlich die Kosten für ein Arbeitszimmer ansetzen könnte. Das wären als ärztlicher Dozent so höchstens 1,5 Stunden pro Monat und kein normaler Mensch würde für diese geringen Einnahmen ein Arbeitszimmer unterhalten.

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Steuerberater sehen das sicher anders als ich.

Nö.

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Hallo Andri 123,

Das mit dem Freibetrag von 2.400 EUR im Jahr habe ich verstanden.

Liegt die Einstufung meiner Honorare aus freiberuflichen Dozententätigkeit als steuerfreie Einnahmen im Ermessen des Finanzbeamten oder gibt es dafür -außer dem Freibetrag von 2.400 €- noch andere qualitative Abgrenzungskriterien?

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Du hast 800 Euro Einnahmen und 950 Ausgabem ? Dann nennt man das Hobby. Reduziere deine Ausgaben auf 799 Euro, dann wäre wieder steuerpflichtig. Oder erkläre dem Fiamt ab wann du Gewinn machen.

Dir geht es wie dem Wendler (angeblich berühmter Sänger)

Muss ich mein Stipendium und eine geringfügige Beschäftigung als Einnahmen in der Steuererklärung angeben?

Ich hoffe ihr hatte ein paar ruhige und angenehme Feiertage winking smiley

Kurz zu meiner persönlichen Situation: - seit Oktober 2014 Vollzeitstudium - Semesterferien 2015, kurzfristige Beschäftigung: Einnahmen 3000 € - geringfügige Beschäftigung 450 € pro Monat - Aufstiegsstipendium 750 € pro Monat - Nebenbei werden ich noch freiberuflich kleinere Jobs ausführen: ca. 1000 €

Ich möchte am Ende des Jahres immer eine Steuererklärung abgeben und meine Studienkosten ansetzen um für diese Jahre einen Verlustvortrag zu erstellen.

Für mich ist noch nicht ganz klar ob ich die Einnahmen aus dem Stipendium sowie die Einnahmen aus der geringfügigen Beschäftigung mit den anfallenden Kosten aufrechnen muss. Sowiet ich das richtig verstanden habe muss ich die Einnahmen aus der gerrigfügigen Beschäftigung gar nicht angeben in der Steuererklärung sofern der Arbeitgeber es mit 2 % pauschal versteuert. Wie ist es dann mit dem Stipendium?

Somit würde ein Verlustvortrag nicht wirklich Sinn machen da die Einnahmen ja deutlich höher sind als die Ausgaben.

In den unterlagen zum Stipendium steht folgendes:

2.7 Steuerliche Behandlung des Aufstiegsstipendiums Das Stipendium ist steuerfrei (§ 3 Nr. 44 EStG). Es ist als Einnahme oder Bezug in der Steuererklärung anzugeben. Eine Bescheinigung der Steuerfreiheit für Ihre Steuererklärung erhalten Sie bei unserem zuständigen Finanzamt.

ich kann allerdings damit gerade noch nichts anfangen, kann es mir vielleicht jemand ganz simpel erklären?

Danke und Gruß Luckyslevin

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Vorsteuer bei der Umsatzsteuererklärung nicht aufgeteilt. Kann man mit dem Finanzamt bzgl. der zu erwartenden Forderung eine Teilzahlungsvereinbarung treffen?

Ich war von 4/1999 bis 1/2016 freier Handelsvertreter und erzielte Umsätze aus Vermittlungstätigkeiten. Das Gewerbe läuft jetzt als Einzelunternehmer weiter.

Primäres Ziel war es Umsätze aus steuerpflichtigen Vermittlungsprovisionen zu erzielen. Daneben wurden auch steuerfreie Vermittlungsprovisionen generiert.

Aufgrund der primären Gewinnerzielungsabsicht, habe ich in der jährlichen Umsatzsteuererklärung regelmäßige die vereinnahmte Umsatzsteuer und mit der gesamte Vorsteuer meiner Betriebsausgaben verrechnet.

Bis August 2016 gab es seitens des Finanzamtes keine Einwände gegen meine Umsatzsteuererklärung.

Im Rahmen einer anberaumten Umsatzsteuer-Sonderprüfung für die Jahre 2014/15 wollte sich das Finanzamtsamt über die Art meiner erzielten Umsätze ein Bild machen.

Bei der Prüfung hat das Finanzamt festgestellt, dass ich die Vorsteuer falsch abgerechnet habe. Meine Betriebsausgaben sind nicht ausschließlich den Umsatzsteuerpflichtigen Einnahmen zuzuordnen.

Ich hätte die Vorsteuer nur im Verhältnis von steuerpflichtigen/steuerfreien Umsätzen (z.B. 30/70) ansetzen dürfen.

Dementsprechend wurde mir eine Rückzahlung der zu hoch ausgewiesenen Vorsteuer angekündigt.

Nachdem jetzt die Sachlage für die Jahre 2014/15 feststand, wurde die Prüfung auf die, noch nicht rechtskräftigen, Umsatzsteuererklärungen zurück bis zum Jahr 2011 ausgedehnt.

Zum 29.9.16 erhalte ich eine Bewertung der Prüferin. Die dann das ermittelte Ergebnis umgehend an Ihre Dienststelle weiter gibt, die dann mir eine Forderung schicken wird.

Ich rechne mit einer Forderung von 11.500 € die ich nicht aufbringen kann. Aufgrund einer Neuausrichtung meines Geschäftes, sind meine Erlöse nicht so hoch, dass ich - zeitnah - die Forderung ausgleichen könnte.

Eine Insolvenz möchte ich vermeiden.

Gibt es Spielraum für ein Arrangement mit dem Finanzamt? oder Ist es günstiger, bevor das Finanzamt eine Zahlungsaufforderung schickt, das Gewerbe abzumelden / Insolvenz anzumelden / ein pfändungssicheres Konto einzurichten?

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