"Aufwandsspende" zur Vermeidung von Liebhaberei?

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1 Antwort

Dem Unternehmer war indes nicht bewusst, dass er diese Spenden als Betriebseinnahmen ansetzen muss

Sondern? Wie soll denn sonst die Spende aus der betrieblichen in die private Sphäre gelangen? Der Regelunternehmer hätte hier sogar noch Umsatzsteuer abführen müssen.

Es kann ja nun keinen Unterscheid machen, ob ich das Honorar erst entgegegennehme und es dann mit den Worten "hier, spende ich" zurückzugeben oder ob es gleich verrechnet wird.

Der Gedanke an sich ist nicht schlecht. Betriebliche Gewinne zu erzeugen und dann auf der Sonderausgabenebene wieder killen. Hängt aber wohl davon ab, ob man die Spendensumme überhaupt unterkriegt, man braucht also noch andere Einkünfte, damit das klappt.

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Kommentar von Valeskix
05.09.2016, 12:12

Keine USt, da Kleinunternehmer. Es handelt sich um ein Nebengewerbe, hauptberuflich Arbeitnehmer.

"Nicht bewusst" heißt hier, er ist zunächst einfach von einer normalen Spende ausgegangen und hatte diese Spendenbeträge nicht als Einnahmen behandelt. Bei Vorlage der Unterlagen wurde er indes darauf hingewiesen, dass solche Spenden auch als Betriebseinnahmen zu erfassen sind und somit den privaten Spendenabzug neutralisieren, also im Endeffekt nur der Verein etwas davon hat.

Fraglich ist ja nur, ob dies hinsichtlich der gewerblichen Einnahmen zulässig ist, da ja damit die Liebhaberei abgewendet wird, obwohl sich gesamtsteuerlich nichts geändert hat.

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