Geschäft einer eK an die nächste Generation?

Sehr geehrte Damen und Herren, 

meine Mutter betreibt als eingetragene Kauffrau seit ~2000 ein Bastelgeschäft für Schmuck. Das Geschäft hat Waren im Wert von etwa 100.000 € und eine Immobilie im Wert von etwa 300.000 € und einen Verlustvortrag von etwa 50.000 € aufgebaut. Das Geschäft mietet zwei Gewerbeimmobilien zu sehr vorteilhaften Konditionen aus alten Mietverträgen. Die Mietverträge lassen explizit die Untervermietung zu und waren auch während Corona immer wieder so vermietet, dass es sich lohnt.

Gemeinsam mit meiner Mutter überlegen mein Bruder und ich, welche Optionen wir sehen. Dies geschieht im Moment ohne Handlungsdruck.

Optionen

1. Geschäft verkaufen

Falls man das Geschäft zB mit Immobilien, Waren und Mietverträgen für 500.000 € verkaufen würde, wie würde das steuerlich gehandhabt? 

Vermutung: Wenn der Verkauf einmal über die Bühne geht fällt einmal die Einkommensteuer an? Stimmt das?

Dann hätte meine Mutter ~300.000 €

2. Geschäft schließen

Falls man schließt würde man die Immobilie und die Waren getrennt verkaufen, vielleicht für 400.000 €, vielleicht für ein wenig mehr. 

Vermutung: Wenn die Verkäufe abgewickelt sind fällt einmal die Einkommensteuer an? Stimmt das?

Dann hätte meine Mutter ~250.000 €

3. Geschäft zerschlagen, Räume vermieten und Waren verkaufen

Man könnte das Geschäft als Vermietungsgesellschaft weiterführen, die die beiden gemieteten Objekte und die Immobilie vermieten würden. Die Waren würden dann verkauft. Dadurch hätte man einmal Steuern auf die 100.000 €. 

4. Geschäft zerschlagen, Räume vermieten und Waren ins privatvermögen überführen

Die Waren bestehen etwa zur Hälfte aus Schmuckstücken, deren Wert schwankend ist und bei denen ein "spontaner" Verkauf ungünstig sein könnte. Gleichzeitig ist der Handel als Gewerbe steuerlich nachteilig. Der Verkauf als Privatperson dagegen wäre steuerfrei. Man könnte wohl einmal alle Stücke für zB 20.000 € an uns Kinder verkaufen und müsste dann diese 20.000 € entsprechend bei meiner Mutter versteuern.  

Fragen

Geschäft an die Kinder übertragen vs Geschäft an die Kinder vererben

Wenn unsere Mutter uns das Geschäft jetzt "schenken" würde und aber weiter wirtschaften würde, was wäre hier der Unterschied zu einem Erbe in (hoffentlich) vielen Jahren? 

Immobilie in das Privatvermögen übertragen

Ich verstehe immer die Rechtsform eingetragener Kaufmann nicht recht. Könnte meine Mutter auch die Immobilie auf sich privat übertragen, oder wäre das eine Gewinnentnahme?

Sie sehen: Fragen über Fragen. Wie bewerten Sie die Überlegungen? Was übersehen wir?

Ich freue mich von Ihnen zu hören,

Steuern, Geschäft
Baustelle verursacht massive Umsatzeinbrüche. Was kann man raten?

Es geht um einen kleinen Tabakladen mit Hermes und Lotto. Durch die Baustelle kommen die Kunden einfach nicht mehr, das Ganze dauert wohl noch bis mindestens November, und auch danach sind die vorherigen Parkplätze nicht mehr vorhanden.

Die Inhaberin steht also den ganzen Tag in einem leeren Geschäft. Das tut mir so leid, ich mag sie sehr gerne.

Ob das Geschäft nach Abschluß der Bautätigkeit wieder ausreichend besser laufen wird, läßt sich bezweifeln, da auch dann die vorherigen Parkplätze fehlen.

Sie will natürlich ihr Geschäft nicht aufgeben, aber sie wird ordentlich Minus machen, befürchte ich.

Mein Tip war jetzt erstmal, sich die KV-Beiträge runtersetzen zu lassen. Das müßte doch aufgrund der massiven Umsatzeinbrüche möglich sein, und rückwirkend per Steuerbescheid für 2017 geht das ja nicht.

Kann sie sich z.B. bei der IHK beraten lassen?

Sie bräuchte bestimmt einen Berater. Also, sie müßte sich die Zahlen mal durchrechnen.

Aber den Mut zur Geschäftsaufgabe muß man auch erstmal finden. Zumal es hier in der Gegend auch für eine 50-jährige Frau auch nicht soviele Alternativen gibt.

Es ist ein kleiner Laden in einem abgelegenen Viertel einer Kleinstadt. Die Miete wird also auch nicht so hoch sein wie in anderen Gegenden.Sie macht natürlich mit ihrem Angebot ohnehin keinen großen Gewinn, eher bei Lotto. Bisher reichte ihr der Gewinn. Sie hat aber über Jahre keinen Urlaub gemacht, mit 6-Tage-Woche. Freie Tage bescherte ihr die 80-jährige Mutter als Vertretung.

Ja, wenn ich meinen Text so lese... fällt mir auch nichts mehr ein.

Ich würde den Laden (also den small-talk mit der Inhaberin) jedenfalls vermissen.

Geschäft, Umsatz

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