Antworten von heinerbumm

  • Wie hoch fallen ca. die Gerichtsgebühren aus?
    Antwort · · 7

    Die Vergleichsgebühr richtiger Einigungsgebühr ist nicht an das Gericht zu zahlen. Das ist eine Gebühr die Dir Dein Anwalt - neben der Geschäfts- bzw. Verfahrensgebühr - im Falle einer Einigung/Vergleich in Rechnung stellt und dürfte, wenn nichts anderes vereinbart ist, bei 45 Euro liegen. Der Anwalt kann auch noch Nebenkosten (z.B. Post- und Telekommunikationspauschale, Terminsgebühr bei gerichtl. Verhandlungs- oder Erörterungstermin) ansetzten. Welche das sind findest Du im Vergütungsverzeichnis zu Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Gerichtskosten fallen bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit wenigen Ausnahmen (z. B. vor den Sozialgerichten) immer an. Diese dürften bei einem Streitwert von 300,- Euro bei 35 Euro liegen. Auf die Gerichtskosten fällt keine MwSt. an, auf die anderen Gebühren schon.

    Kommentar von elliellen ,

    Herzlichen Dank

  • Krankengeld oder Erwerbsminderungsrente, wo liegen die Vorteile?
    Antwort · · 43

    Das die Blockfristen da nicht zählen ist ein Irrglaube. Die Krankenkasse fordert aber in solchen Fällen dazu auf einen Reha-Antrag zu stellen, der in einen Rentenantrag umgedeutet werden kann. Gegen die Umdeutung kann sich der Versicherte nicht zunächst nicht wehren, sofern der Bescheid rechtskräftig ist. Ist nämlich Erwerbsminderung von der DRV festgestellt endet da Krankengeld.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von FrauFanta ,

    Ok, aber dann bekommt mal halt dann Erwerbsminderungsrente. Sparrt man sich das ganze, jahrelange gekämpfe. Dann macht es doch auch quasi Sinn, so lange Krankengeld zu beziehen, bis die einen freiwillig Erwerbsminderungsrente anbieten, oder?

    Kommentar von hubkon ,
    Dann macht es doch auch quasi Sinn, so lange Krankengeld zu beziehen, bis die einen freiwillig Erwerbsminderungsrente anbieten, oder?

    Antwort:

    Freiwillig wird Ihnen Niemand eine Erwerbsminderungsrente anbieten! Die Erwerbsminderungsrente muß in der Regel beantragt werden!

    Tricksereien werden früher oder später auffallen und der Schuß wird nach hinten losgehen!

    Kommentar von FrauFanta ,

    Wenn einen eh niemand freiwillig Erwerbsminderungsrente zahlt, dann kann man ja auch ruhigen Gewissens weiter Krankengeld beziehen.

  • Wo finde ich die gesetzlich Grundlage dafür, dass man mit über 55 nicht mehr von der priaten Krankenersicherung in die gesetzliche wechseln kann?
    Antwort · · 28

    Zwischen versicherungsfrei und nicht versicherungspflichtig gibt es auch Unterschiede. So ganz stimmt das auch nicht, dass man ab 55 Jahren nicht mehr in die gesetzliche Krankenkasse kommt. In § 6 Abs. 3a steht da noch etwas drin. Für Laien ist das aber schwierig herauszulesen.

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von SirVival ,

    Wer kann sowas herauslesen?

    Soweit ich das bisher sehe, wäre eine Möglichkeit, jemand gesetztlich versicherten zu heiraten, ein Jahr von dessem Gehalt zu leben und sich bei ihm mitzuversichern. Bei mir speziell reicht ein Gehalt aber nicht. Vielleicht, wenn wir in Rente sind?

  • angestellt in der eigenen GbR?
    Antwort · · 30

    Wenn man aus der GbR eine GmbH macht geht das. Aber einer müsste weniger als 50% der Anteile haben und in der Gesellschafterversammlung wird mit einfacher Mehrheit entschieden.Alternative: Die Ehefrau oder Freundin wird GbR-Gesellschafterin und dann wird ein normales Anstellungsverhältnis beschlossen.Von wenigen Ausnahmen abgesehen, kann man auch als Selbständiger Arbeitslosenversicherung zahlen und sich auf Antrag bei der Rentenversicherung pflichtversichern. Im Bereich KV und PV bleit es bei der freiwilligen Versicherung

  • Krankenkasse will Nachzahlung . 450€ Job bis September ab Oktober bewusst auf 500€ Aufstocken damit man beim Lohnsteuerjahresausgleich über 5400€ kommt?
    Antwort · · 40

    Leider ist die Frage etwas unpräzise. Ich gehe im Folgenden davon aus, das neben dem 450,- Euro Job kein weitere Job besteht und dass keine Anspruch auf Familienversicherung in der Krankenversicherung besteht (d. Ehegatte ist nicht vorhanden oder nicht gesetzlich krankenversichert). In diesem Falle liegt ein freiwillige gesetzliche Krankenversicherung vor. Somit müssen auch die Beiträge je Kasse und Zusatzbeitrag ca. 160 Euro je Monat gezahlt werden. Mit der Steuer hat das nichts zu tun. Die Versicherungspflicht in der Krankenkasse ist immer monatlich zu sehen. Unterschreitet man 450,- Euro nicht, ist man freiwillig krankenversichert, in den Monaten mit mehr als 450,- Euro ist man pflichtversichert. Wenn also der 450 Euro-Job der einzige ist, den man hat und auch keine Familienversicherung möglich ist, hat man den Mindestbeitrag zu zahlen. Eine Lösung wäre ein 451,- Euro-Job.

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    Kommentar von LittleArrow ,

    Unterschreitet man 450,- Euro nicht, ist man freiwillig krankenversichert,

    Ist das richtig?

    Wenn man € 450 nicht unterschreitet, verdient man € 450 oder mehr. Wie ist man dann versichert mit € 451? Nach Deiner Aussage einmal freiwillig und einmal pflichtversichert.

    Kommentar von Question13 ,

    Was ist denn wenn man über Jahr gesehen mehr als 5400€ verdient . Dann wird doch der Minijob zum Midijob und mann muss alle sozialabgaben und somit auch die  Krankenkasse bezahlen oder???

  • AG-Zuschuss Direktversicherungen Swiss Life sozialversicherungsfrei?
    Antwort · · 25

    Hat der Arbeitgeber den Vertrag übernommen oder wurde das Deckungskapital übertragen? Sowie Du das schilderst, klingt das nach letzterem. Um hier antworten zu können brauche ich genauer Angaben.

    Kommentar von HilfeHilfe ,

    Hallo,

    kann ich so nicht sagen. Mein letzter Arbeitgeber hat für alle Mitarbeiter einen Kollektivvertrag gemacht und neben mir eingezahlt. Als wir entlassen wurden ( mit Abfindung) hat jeder seine Direktversicherung mitgenommen. Meine wurde dann von meinem aktuellen Arbeitgeber im kleineren Rahmen weitergeführt ( AG Zuschuss wurde geringer, mein Anteil blieb gleich).

     

    Anosten keine Veränderung, außer Anpassung der Versicherungssumme wegen den geringeren Einzahlungen      

     

    Kommentar von heinerbumm ,

    Das ist dann eine Direktversicherung nach altem Recht. Der neue Arbeitgeber ist jetzt Versicherungsnehmer im "alten" Vertrag. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Die Prämien werden pauschal versteuert (mit 20%), soweit der Jahresbeitrag 1.752 Euro nicht übersteigt. Mit Prämien ist hier sowohl der AG- als auch der AN-Anteil gemeint. Sozialabgaben sind aber zu zahlen auf den Teil den Du durch Entgeltumwandlung zahlst, außer es ist aus einer Sonderzahlung.

    2. Der Vertrag, den Du hast erfüllt auch die Voraussetzung der steuerlichen Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG (z. B. muss es eine Rentenversicherung sein ob mit oder ohne ist unerheblich, Kapitallebensversicherungen gehen nicht auch nicht mit Rentenwahlrecht, eingeschränkter Begriff der Hinterbliebenen etc.). Dann sind die Prämien (wieder AG- und AN-Anteil) bis zu 4% der BBG in der gesetzl Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei. Der übersteigende Teil ist sozialversicherungspflichtig aber steuerfrei, wenn Du die Pauschalversteuerung einer anderen Direktversicherung nicht nutzt.

    Theoretisch gibt es auch die Möglichkeit der reinen Nettoumwandlung, das ist aber bei Dir nicht der Fall. Was Dein Arbeitgeber aber hier macht kann so nicht sein.

  • Hallo, Wer zahlt bei Krankenhausaufenthalt?
    Antwort · · 35

    Die Aussteuerung bedeudet nur, dass Du kein Krankengeld mehr erhältst. Du musst Dich jetzt darum kümmern wie Du weiter krankenversichert bist. Das könnte Arbeitslosengeld I sein, Du könntest Anspruch auf Familienversicherung haben oder bist freiwillig versichert oder als Rentenantragsteller versichert oder Du hast Anspruch auf Grundsicherung. Alle diese Tatbestände führen dazu, dass Du weiter krankenversichert bist, nur Krankengeld gibt es keines mehr.

  • Wie komme ich als Beamter in die GKV?
    Antwort · · 61

    Hallo, als Beamter übernimmt der Dein Dienstherr nicht 50% der Beiträge. Als beamter bist Du beihilfeberechtigt, d. h. der Dienstherr beteiligt sich direkt an Deinen Krankheitskosten. Du muss also nur das versichern, was der Dienstherr nicht zahlt. Da gibt es in der GKV keine Tarife, in der PKV schon.

  • Ich kann mit 63 J. und 6 M. abschlagsfrei in Rente gehen. Kann ich Rente beantragen und trotzdem bis 65 weiterarbeiten, ohne den Arbeitgeber zu fragen?
    Antwort · · 86

    Ich wüsste nicht warum der Arbeitgeber informiert werden müsste. Wenn natürlich im Arbeitsvertrag steht, dass das Arbeitsverhältnis endet, wenn man einen Altersvollrente erhält würde das Arbeitsverhältnis u. U. enden. Man kann aber eine Teilrente von 99% beantragen. Eine Teilrente ist unschädlich. Allerdings wird das Arbeitseinkommen zu 40% auf die Rente angerechnet soweit es 6.300 Euro jährlich übersteigt. Ein kleiner Nebeneffekt: Altersvollrentner erhalten bei Krankheit nach dem Ende der Lohnfortzahlung kein Krankengeld, Teilrentner schon auch wenn die Teilrente 99% ist. Das ist eine der Neuerungen durch das Flexirentengesetz.

  • Hallo zusammen, ich bin jetzt seit 3,5 Jahren im Krankenstand, bringe keinen Krankenschein mehr und werde immer noch als arbeitend geführt, ist das rechtens?
    Antwort · · 35

    So etwas nennt man ein ruhendes Arbeitsverhältnis. Dein Arbeitsverhältnis besteht noch aber da der Entgeltfortzahlungszeitraum vorüber ist, besteht kein Anspruch auf Lohn und deswegen auch kein Anspruch auf Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen. Du könntest aber jederzeit wieder an Deinen Arbeitsplatz zurückkehren.

  • Muss die Selbstbeteiligung einer Gebäudeversicherung auch gezahlt werden, wenn der Schaden durch einen Handwerker verursacht wurde?
    Antwort · · 83

    Aber ja. Die Versicherung zahlt ja unabhängig vom Verschulden. Allerdings kann Sie den Handwerker in Regress nehmen. Das könntest Du auch in Höhe der Selbstbeteiligung,

    Kommentar von tommys ,

    Hallo, danke für deine Antwort.

    Wenn meine Versicherung den Handwerker in Regress nimmt, dann kann sie ja den gesamten Umfang des Schadens von der Versicherung des Handwerkers verlangen. Meine Selbstbeteiligung spielt in diesem Fall doch keine Rolle? Oder verstehe ich das falsch?

    Danke!

    Kommentar von Brigi123 ,

    Ich würde das auch so sehen wie Du, Tommys.  Deine Hausratversicherung wird ja gar nicht in Anspruch genommen.

    Mit der Selbstbeteiligung wird wohl eher der Handwerker gegenüber seinem Haftpflichtversicherung zu tun haben, bzw. sein Betrieb bzgl. der Betriebshaftplfichtversicherung.

    Aber Aussage ohne Rechtskenntnisse.

    Kommentar von Snooopy155 ,

    So einfach ist es nur bei klein Erna.

    Defakto ist ein Versicherungsfall eingetretetn und der wird gemäß den Versicherungsbedingungen abgehandelt. Also mit Selbstbeteiligung.

    Danach wird die Versicherung prüfen, wieweit sie den Handwerker in Regeress nehmen kann und dies auch gegebenenfalls tun.

    Unabhängig kann der Versicherte seine geleistete Selbstbeteiligung beim Handwerker einfordern, da dieser der Schadensverursacher war.

  • Komme ich aus meiner rückwirkenden GKV-Pflicht zum 01.01.2016 heraus wenn ich für 2016 eine entsprechende Knappschaftsanmeldung nachreiche?
    Hilfreichste Antwort · · 35

    Hallo. Da hast Du aber einen sehr alten Rechtsstand. Das Gesetz scheint nicht aktuell zu sein. Rückwirkend kannst Du aber nichts machen, für die Zukunft kann das funktionieren. Wenn Dich Deine Mutter anstellt, muss aber auch tatsächlich das Geld fließen. Deine Mutter hat natürlich dann auch mehr Ausgaben als Dein Nettoeinkommen, ob sich das rechnet ist fraglich. DIe Grenz liegt überigens bei 450,- Euro. 

    Wenn Du in einem zweiten Arbeitsverhältnis diese Grenz übersteigst mit z. B. 451 Euro hast Du Steuerklasse VI. DIr bleiben netto dann ca. 350 Euro. Die Ausgaben die Deine Mutter zahlen müsster würden sich auf ca. 530 Euro belaufen.

    Alle 2 Antworten
    Kommentar von Nickelback ,

    Die Beschäftigung endete am 31.12.2016. Das ganze wird nur gemacht, um rückwirkend zum 01.01.2016 aus der GKV-Pflicht zu kommen.

  • Wie ergeben sich Blockfristen bei Kankengeld, wenn man gar keines bezogen hat?
    Antwort · · 55

    Wenn während der AU (nicht des Krankengeldbezugs!) eine zweite Diagnose hinzutritt, gelten für die hinzu getretene Krankheit dieselben Blockfristen (es sei denn es lag schon früher wegen dieser Diagnose mal AU vor). Es ist deshalb ratsam, dass die Ärztinnen und Ärzte nicht zu verschwenderisch mit den Diagnosen bei der AU-Bescheinigung umgehen. Die Krankenkassen können aber auch verschiedenen Diagnosen zusammenfassen (z. B. Angststörung und Depressionen). Das ist nicht immer richtig aber eben auch manchmal möglich. Auch die wenn die Erkrankung 2 die Folge einer anderen Erkrankung ist, kann dieselbe Blockfrist entstehen. Das ist aber eine relativ komplexe Berechnung und ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Die Rechtsgrundlage findet sich im wesentlichen in § 48 Abs. 2 SGB 5.

    Noch ein Hinweis. Im Gesetzestext steht zwar etwas vom Bezug des Krankengeldes. Hierzu zählt aber nicht nur der echte Bezug sondern es fallen auch Zeiten darunter in denen der Anspruch zwar dem Grund besteht der Höhe nach aber null ist. Der Krankengeldanspruch entsteht nämlich am Tag nach dem der Arzt die AU festgestellt hat. Der Anspruch ruht aber der Höhe nach solange Lohnfortzahlung gewährt wird. Es kommt also auf den Anspruch dem Grunde nach an nicht auf die Höhe (die auch null sein kann). Das steht dann in Abs. 3 des o. erwähnten Paragraphen.

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von FrauFanta ,

    Ich freue mich sehr über Anworten. Aber wann bitte soll eine Krankheit hinzugekommen sein. Blockfrist 1 ist beendet, die 3 Jahresfrist ist längst um, es läuft bereits die zweite Blockfrist für die Hüfte. Der Unfall ( Krankheit 2) ereignete sich während einer Arbeitsfähigkeit, ist also auch nicht " hinzugekommen". Ich weiß, das dieses Problem schwierig ist, da es wegen der Hüfte nur 3 mal zu einer AU kam, insgesamt aber nur paar Tage. Eigentlich ist es natürlich der Theorie nach einmal wirklich zu einer fiktiven  AU gekommen während der Krankschreibung durch den Unfall, jedoch wird eine Blockfrist immer und ohne Ausnahme vom ersten Tag der AU gebildet gleich ob Krankengeld bezogen wurde. Und der erste Tag der AU war 2013