Wenn Du die 45jährige Wartezeit jetzt schon erfüllt hast, spielt es keine Rolle, dass die Zeit einer Arbeitslosigkeit nicht für die 45jährige Wartezeit zählt, denn die hast Du ja schon ohne die Zeit des möglichen ALG-Bezugs.

Wenn Du aber Deinen Job kündigst, oder an der Kündigung mitwirkst, musst Du mit 12 Wochen Sperrzeit rechnen. Ein möglicher ALG-Bezug reduzziert sich dadurch auch um die Sperrzeit.Kündigust Du also zwei Jahre vor Erreichen der Altersgrenze für die Rente für besonders langjährig Versicherte, stellt sich die Situations so dar:

Gehalt bis zu dem Monat in dem Du 63 wirst. Anschließend 12 Wochen kein Einkommen, danach ALG I bis zum 65. Lebensjahr.

ALG I ist aber an Voraussetzungen geknüpft. Du musst eine gewisse Zeit beschäftigt gewesen sein und während dieser Zeit auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt haben. Das dürftest Du erfüllen. Zweite Voraussetzung ist: Du muss vermittelbar sein. Das Arbeitsamt wird also durchaus bemüht sein Dich zu vermitteln. Allerdings ist ALG I nicht ALG II. Du musst Dich also nicht auf alles bewerben was geht. Es muss schon zu Deinem Beruf und zu Deiner Qualifikation passen und das Einkommen darf auch nicht zu starl unter demjenigen liegen, dass Du vorher erzielt hast (wieviel genau ist gesetzlich nicht normiert, qua Rechtsprechung ist i. d. R. aber ein um 20 - 25 % geringeres EInkommen zumutbar)

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Aber selbstverständlich. Eine Sperrzeit gibt es i. d. R. dann, wenn man an seiner Arbeitslosigkeit auch nur mitwirkt. Also nicht nur die eigene Kündigung, sondern auch die Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages führt zur Sperrzeit.

Ausnahmen gibt es nur bei Kündigung aus wichtigem Grund. Z. B. auf ärztlichen Rat oder bei Umzug des Lebenspartners.

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Ein Änderung des Arbeitsvertrages (und das ist ja eine Änderung) setzt eine Änderungskündigung voraus. Für eine Änderungskündigung gilt dasselbe wie auch für Kündigungen. Da sehe ich wenig Chancen für den Arbeitgeber. Bitte beachten Sie jedoch, dass nach dieser Änderungskündigung schnellstens Klage eingereicht werden muss. Die First beträgt nur 3 Wochen!

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Grundsätzlich erbt man auch Schulden. Ich bezweifle aber, ob überhaupt ein wirksamer Vertrag zu Stande gekommen ist. Als Minderjähriger wird man von beiden Erziehungsberechtigten gemeinsam vertreten (§ 1629 BGB). Unterschreibt nur einer, ist der Vertrag nicht wirksam

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Du hast Leistungen bezogen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen (vermutlich Arbeitslosengeld). Dur wirst darüber informiert, was die Agentur für Arbeit an das Finanzamt gemeldet hat.

Was ist der Progressionsvorbehalt? Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dass, dass zur Berechnung Deines Steuersatzes in Prozent diese Leistungen berücksichtigt werden. Der so ermittelte Steuersatz wird auf das Arbeitslosengeld aber nicht angewendet, sondern nur auf die steuerpflichtigen Einkünfte.

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Grundsätzlich gilt für die Steuern der Wohnort. Die Rente ist also in Deutschland steuerpflichtig, allerdings wären die Steuern, die Ungarn erhebt ganz bzw. teilweise zu berücksichtigen Da Ungarn aber keine erhebt ist die Rente steuerpflichtig.

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Leider nein. Nichtwissen ist eigenes Pech. Eine Nachzahlung gibt es nur für 3 Monate vor der erstmaligen Stellung eines Rentenantrags. Sollte Deine Rente zum 01.03.2021 jedoch Abschläge beinhalten, könntest Du noch schnell die Rentenart wechseln in eine Altersrente für Schwerbehinderte.

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Ja, ein Anspruch auf Familienversicherung besteht nicht. Renten sind nämlich beitragspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung sofern Du nicht privat krankenversichert bist. Im Rentenantrag muss Du deshalb auch Deine Krankenkasse angeben. Wenn Du pflichtversichert bist, werden die Beiträge auch gleich von der Rente einbehalten.

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Das ist in Ordnung. Es gibt immer Schwankungen - auch größere. Als Aktienanleger solltest Du eine Anlagehorizont von mind. 10 besser 15 Jahren haben.

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Es zählt der aktuelle Jahresarbeitsverdienst. Eine bewilligte BG-Rente wird uübrigens dadurch erhöht, dass auch der Zugrunde liegende Jahresarbeitsverdienst regelmäßig (i. d. R. jährlich) angehoben wird.

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Da würde ich zu einem versiertem Anwalt, Aktuar oder Rentenberater gehen. So etwas wird aber nicht ganz billig sein, kann sich aber durchaus lohnen. Das Problem ist, so zumindest bei vielen meinen Mandanten, dass keinerlei Unterlagen mehr vorliegen. Es gibt nicht die Betriebsrente, es gibt 5 Durchführungswege. Das ist schon die erste Schwierigkeit, da kaum ein Mandant sagen kann welchen Durchführungsweg er hat. Dann benötigt man die Rechtsgrundlage, also wo ist die Betriebsrente geregelt (einzelvertraglich, kollektivrechtlich, durch Tarifvertrag usw.), welche Regeln gelten und ggfs. wann wurde das Versorgungssystem umgestellt. Wurde auch Entgelt umgewandelt usw. Alles aufzuführen würde den Rahmen hier sprengen.

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Es gibt tatsächlich so etwas wie das Verbot einer geringen Gebühr. Zumindest in gerichtlichen Verfahren ist es i. d. R. nicht erlaubt, geringere als die gesetzlichen Gebühren zu fordern. Im außergerichtlichen Verfahren wäre so etwas u. U. denkbar. Aber wenn nichts schriftlich vereinbart wurde, gibt es Probleme mit dem Nachweis als Folge gelten die gesetzlichen Gebühren.

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Der Bezug von Arbeitslosengeld I ist schon lange keine Anrechnungszeit mehr, sondern Beitragszeit,es sei denn es handelt sich um eine Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug (Achtung: auch da gibt es wieder Ausnahmen z. B. bei einer Sperrzeit) Wenn Du Dir Deinen ALG I-Bescheid anschaust, wirst Du feststellen, dass Rentenbeiträge abgezogen werden. Das Arbeitsamt legt da auch nochmal was drauf.Dur wirst in etwa so gestellt, als würdest du ca. 80% das dem Arbeitslosengeld zu Grunde liegende Bruttoentgelt erhalten.

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Grundsätzlich ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen, eine Erfolgshonorar nicht erlaubt nach § 4a RVG. Allerdings kann der Anwalt eine Vergütungsvereinbarung abschließen. Die zählt (sofern in der Vergütungsvereinbarung drin steht, dass die Erstattung durch die Versicherung geringer ausfallen kann) auch, wenn die Rechtsschutzversicherung weniger zahlt.

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Da Du weniger als 50% der Anteil hältst, bist Du grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Aber ohne Gehalt gibt es auch keine Bemessungsgrundlage. Aber: Da Du eben nicht selbständig bist, da Dir die Mehrheit fehlt, zumindest kannst Du Beschlüsse der Gesellschafter nicht verhindern, gilt auch hier natürlich der Mindestlohn. Selbst wenn Du rechtswidrig den Mindestlohn unterschreitest ist mindestens dieser für die Berechnung der Sozialabgaben zu Grunde zu legen.

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Wenn eine Vergütung nach Zeit vereinbart ist, gilt die Zeit die der Handwerker braucht um den Auftrag auszuführen. Das ist nicht immer die Zeit, die er in Deinen Räumen arbeitet. Da es ja zwei Handwerker waren, gelten grundsätzlich auch beide Zeiten, außer der zweite Mann war nicht erforderlich. Somit sind Zwei Handwerke á 30 min schon eine Stunde. Auch Reisezeiten sind meist aber nicht immer Arbeitszeiten. Hier hilft ein Blick in die AGB des Handwerkers.

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Bei der VBL Extra gibt es zwei Varianten: Einmal eine "normale" Entgeltumwandlung, da wird der Beitrag direkt vom Bruttolohn abgezogen un somit nicht versteuert und verbeitragt. Es gibt aber auch die Variante mit Riesterförderung. Dann musst Du in in den Zeilen 4, 6, 9, 10, 12, 13, 19 und ggfs 20-23 der Anlage AV die entsprechenden Angaben machen.

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In dem Monat in dem das Weihnachtsgeld gezahlt wird ist der Hinzuverdienst höher. Es zählt der komplette Bruttoverdienst des entsprechenden Monats.Es wird grundsätzlich genauso angerechnet wie das Gehalt in den anderen Monaten. Allerdings kann es sein, dass dadurch der Freibetrag überschritten wird und es so überhaupt erst zu einer Anrechnung kommt.

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Einen Rentenantrag kann man solange zurücknehmen, solange der Bescheid noch nicht rechtskräftig ist. Rechtskräftig ist der Bescheid einen Monat nach Zugang (nicht nach Rentenbeginn o. ä.).

In der Tat hätte das Verletztengeld weitergezahlt werden müssen, solange der Anspruch noch nicht erschöpft ist und weiterhin Arbeitsunfähigkeit besteht.

Das tragische ist, dass das Verletztengeld auch die Rente erhöht hätte. Hier empfiehlt es sich immer, sich vorher beraten zu lassen, da man oft mehrere hundert oder tausend Euro weniger haben kann.

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Die VBL-Rente ist eine Betriebsrente und fällt grundsätzlich unter das BetrAVG. Der Druchführungsweg ist der einer Pensionskasse. Eine Kapitalabfindung einer laufenden Rente ist zwar rein arbeitsrechtlich nicht möglich, wenn die Rente nach dem 31.12.2004 begonnen hat. Außerdem hätte weder Dein Arbeitgeber, noch Du noch die Pensionskasse ein einseitiges Abfindungsrecht (Ausnahme sind Kleinstanwartschaften). Im übrigen sehen die Regelungen der VBL keine Abfindungen vor.

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