Da es bei Eurobonds eine solidarische Haftung für die Rückzahlung gibt, ist immer das Land der Dumme, welches sich bemüht hat, solvent zu bleiben.

Oft wird gefragt, ob man einem Freund Kredit geben soll. Die Antwort ist Nein, denn man verliert entweder den Freund oder das Geld oder beides. Unter Staaten ist das nicht anders.

Wer helfen will der schenkt oder hilft durch Taten. Aber hier mault der Pöbel ja schon, wenn ein paar Kranke aus Italien oder Frankreich in deutsche Krankenhäuser gebracht werden.

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Den einzigen Nachweis für deinen Besitz von Fondsanteilen (auch ETFs gehören dazu) kann nur deine Depotbank führen. Dazu erhältst du auch regelmäßige Depotauszüge.

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft, welche den Fonds aufgelegt hat, weiß meist nicht, wer alles wieviele Fondsanteile besitzt. Die Verwahrstelle, also die Bank, welche das Depot des Fonds führt, weiß das auch nicht.

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Sei vorsichtig!

Die Immobilienpreise sind derzeit überteuert und die solventen Mieter werden immer weniger. Im Falle eines längeren Anhaltens der beginnenden Rezession droht langer Mietausfall. Die monatlichen Kreditraten musst du aber weiterzahlen, sonst bist du dein Haus schnell los.

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Ich würde das alte Haus verkaufen, solange es noch Käufer gibt, welche Vertrauen in die Zukunft haben und die derzeit extrem niedrigen Zinsen ausnutzen wollen und können.

Aus dem Erlös, sollte Dein Vater die im Zusammenhang mit dem Neubau entstandenen Kredite so weit wie möglich ablösen.

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Wenn überhaupt, dann macht die Anschaffung einer kleinen Wohnimmobilie derzeit nur Sinn, wenn man sie selbst bewohnen will und die Zinsen für die Finanzierung niedriger sind als die bisher gezahlte Miete.

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Ohne nähere Angaben, ist es nahezu unmöglich einen guten Rat zu geben.

  • Ist das Haus den Kaufpreis wert?
  • Sind die Nebenkosten im Hauspreis von 420 TEUR enthalten?
  • Wie hoch ist Eure aktuelle Miete?
  • Welche Konditionen hat die Bank für die Baufinanzierung angeboten?
  • Wie viele Kinder habt Ihr?
  • Sind Eure Arbeitsplätze sicher?

Grundsätzlich sieht es bei Euch sehr knapp aus. Im Zweifel würde ich lieber sorgenfrei zur Miete wohnen, als mit Stress und finanziellen Sorgen im eigenen Haus.

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Wenn Du nachweisen kannst, dass die Aufstellung des Messgeräts nicht korrekt war, dass der das Gerät bedienende Angestellte nicht richtig eingewiesen wurde oder dass das Gerät nicht vorschriftsmäßig geeicht war, dann kannst Du Dein Glück in einem Berufungsverfahren versuchen.

Wenn Du verlierst wird es nocht teurer.

Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.

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Typische Lohepudel-Larifari-Frage.

Auch in der Wirtschaftswunderzeit hat das Gehalt einer Alleinverdiener-Familie nur ausnahmsweise für den "kleinen Luxus" gereicht.

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So einen ähnlichen Fall hatte ich auch schon mal, wegen einer ins Ausland erbrachten Dienstleistung. Die hatte mein Unternehmen nach Gesetz und der Rechtsprechung des Bundesfinanzhof korrekt, dem ausländischen Kunden ohne UST in Rechnung gestellt. Bei einer Betriebsprüfung konfrontierte uns der Betriebsprüfer mit einem „Nichtanwendungserlass“ des Bundesfinanzministeriums bezüglich der Rechtsprechung des BFH und verdonnerte uns zu einer hohen USt-Nachzahlung. Wir haben zunächst gezahlt und dann Einspruch erhoben. Nach dessen Ablehnung durch das FA haben wir beim Finanzgericht geklagt - ohne Rechtsanwalt und ohne Steuerberater.

Da haben die Finanzbehörden kalte Füße bekommen und uns angeboten, dass, wenn wir die Klage zurückziehen, sie uns den streitigen Steuerbetrag erstattet - zuzüglich 6% Zinsen für mehrere Jahre.

Für uns war das eine gute Geldeinlage und für die Finanzbehörde das Eingeständnis, dass das Finanzministerium (Schäuble!) mit seinen „Nichtanwendungserlassen“ bedenkenlos gegen die geltende Rechtsordnung verstößt.

Prüfe die Angelegenheit mit einem Steuerberater, bezüglich der Fristen und des Sachverhalts, ob Dein Fall Aussichten auf Erfolg hat. Und wenn ja, dann klage!

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Finger weg von allem was Bausparvertrag heißt.

Am besten ist ein Annuitätendarlehen mit 20 Jahren Laufzeit, 20-jähriger Zinsfestschreibung und Volltilgung in diesem Zeitraum.

Dass Du Dir dafür das Angebot mit der niedrigsten Effektivverzinsung aussuchen solltest, braucht eigentlich keiner Erwähnung.

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Es gibt keine "sicheren" Anlagen.

Am unsichersten sind langfristig alle verzinslichen Anlagen. Also zum Beispiel auch Staatsanleihen, die man Otto Normalanleger als besonders sicher anpreist. Mit diesem Schrott hat man in den letzten 100 Jahren sein Geld zweimal verloren. Mit einem Korb breit gestreuter Aktien wäre das trotz aller Kriege, Inflationen und Währungsreformen und Kurseinbrüchen nicht passiert. Ganz im Gegenteil.

Nun zu Deiner Frage: Verkaufen solltest Du auf jeden Fall WKN A0RBX2 und WKN 847625. Die haben vorwiegend verzinsliche Anlagen im Depot mit unterirdischen Renditen und dem hohen Risiko einer sich beschleunigenden Inflation oder schlimmer noch, einem Zusammenbruch des Kartenhauses, welches sich Weltfinanzsystem nennt.

Die beiden anderen Fonds, WKN 984811 und WKN A0M430, legen vorwiegend in Aktien (Sachwerte) an, haben eine gute langfristige Performance und sind als Sachanlagen vor Inflation einigermaßen geschützt. Mit heftigen Kursschwankungen im Zuge einer mehr oder weniger kurzen Baisse, muss man allerdings umgehen können.

 

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Aktiv verwaltete Fonds sollten keinen Index nachbilden. Das können ETFs billiger.

Flexible Mischfonds bilden also grundsätzlich keinen Index ab und man kann sie weder mit solchen, noch mit ETFs vergleichen. Ein guter flexibler Mischfonds eignet sich als Alleinanlage, da er selbst schon alle interessant erscheinenden Märkte abdeckt.

Im Grunde sind aktive, flexible und international anlegende Mischfonds die einzige Fondsklasse, die sich im Anlageuniversum frei bewegen kann. Solche Fonds sind derzeit zu etwa 90% in Aktien investiert, können aber, wenn es irgendwann in ferner Zukunft mal wieder interessant erscheint, auch einen hohen Anteil verzinslicher Anlagen haben.

Da flexible Mischfonds international und breit gestreut anlegen, liegen sie in keinem Jahr in der Spitzengruppe der Wertpapierfonds. Das schaffen nur die auf bestimmte Regionen oder Branchen spezialisierten Fonds –  und das sind jedes Jahr andere, die leider im Voraus nicht angekündigt werden.

Ein guter flexibler Mischfonds zeigt seine Vorteile nur auf lange Sicht. Über mehrere Börsenzyklen hinweg, schlagen sie jeden einzelnen Index und erst recht jeden Indexfonds.

Die Suche nach einem guten Fonds dieser Art ist etwas mühsam, da die meisten öffentlich zugänglichen „Rennlisten“ sich auf viel zu kurze Zeiträume beziehen. Da heißt es suchen. Ohne Fleiß kein Preis!

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Auf Festgelder gibt es keine realen Zinserträge. Warum also willst Du Dir mit der Umschichtung deines Geldvermögens 5 Jahre Zeit lassen? Der künftige Werthaltigkeit des Euros ist durchaus fragwürdig. Wer dem zustimmt, sollte mit der Anlage seines Geldvermögens nicht lange warten.

Eine Anlage in ETFs ist auch fragwürdig. Die niedrige TER ist ihr einziger Vorteil, dem aber viele andere Nachteile und Probleme gegenüberstehen. Die eigene Lebenserfahrung sollte jedem bisher gezeigt haben, dass die billigsten Produkte selten die besten sind. Hierzu habe ich hier bereits mehrmals geantwortet. Z.B. am 27.5 16.https://www.finanzfrage.net/frage/neben-etf-sparplan-noch-in-einzelaktien-investieren?foundIn=list-answers-by-user#answer-1021524

 

 

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Aktien aus Privatdepots an einen Leerverkäufer verleihen, kann nur der Depotinhaber.

Anders sieht es bei den Anlegern aus, die Anteile an einem Aktien- oder Mischfonds besitzen. Vor allem weniger seriöse Fondsgesellschaften betreiben ein reges Verleihgeschäft. Die Kontrahentenrisiken aus dem Verleihgeschäft trägt allein der Fondsanleger, von den Erträgen (Verleihgebühr) erhält er aber nur die Hälfte - oder noch weniger. Den großen Rest kassiert die Fondsgesellschaft. Keine faire Verteilung!

Überhaupt ist fraglich, ob auch die ungeteilte Verleihgebühr ein angemessenes Entgelt für das Risiko darstellt.    

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In Deiner Situation direkt in Aktien anzulegen ist nur sinnvoll, wenn Du wild entschlossen bist, Dich in die „Kunst“ der Aktienanlage einzuarbeiten und bereit bist das Lehrgeld zu zahlen, welches sich aus den zu Anfang überdurch-schnittlich häufigen Fehlentscheidungen ergibt.

In einen ETF anzulegen, macht aber gar keinen Sinn. Für dieses Urteil gibt es viele Gründe. Hier nur drei:

1. Ein einzelner Index bietet keine hinreichende breite Streuung. Der Dax z.B. enthält nur 30 und dazu nur deutsche Aktien. Ein Fonds, der einen Index abbildet bietet keine hinreichend breite Streuung.

2. In keinem Index werden irgendwelche Kosten eingerechnet. Ein Fond der einen Index abbildet, muss sich also immer um seine Kosten schlechter entwickeln als der abgebildete Index. Die Verwaltungskosten eines ETFs liegen zwischen 0,3 und 0,7%

3. Nach Aussagen der Ratingagentur Morningstar, lagen auch aktiv verwaltete Aktienfonds für deutsche Standardwerte in den vergangenen fünf Jahren pro Jahr jährlich 0,3% hinter dem DAX zurück. Das ist schon mal nicht schlechter als ein vergleichbarer ETF.
Dieses vergleichbare Anlageergebnis haben die aktiv verwalteten Aktienfonds jedoch trotz ihrer sehr viel höheren Kosten von durchschnittlich 1,55% erzielt. Daraus ergibt sich, dass selbst ein durchschnittlicher aktiv verwalteter Aktienfonds sich besser entwickelt als ein ETF, wenn er mit
seinen Kosten unter diesen 1,55% p.a. liegt.

Eine doppelte Chance hat der Anleger, welcher sich nicht nur einen kostengünstigen, sondern auch einen guten aktiv verwalteten Fonds sucht. Davon gibt es nicht wenige.    

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Bezüglich thesaurierender Fonds aus Luxemburg hat LittleArrow das Notwendige gesagt.

Hinzuzufügen ist, dass man ETFs aus verschiedenen Gründen besser meiden sollte. Wären die niedrigen Kosten das einzige Argument ein Produkt zu kaufen, würde jeder sein Auto nur aus China, Indien, Russland und Rumänien kaufen.

Vor allem breit und international streuende ETFs legen oft garnicht in Aktien an, sondern bilden die Indizes aus verschiedenen Ländern synthetisch ab. Sie kaufen also keine Aktien (Sachwerte!) sondern Versprechungen anderer Finanzinstitute, den Fonds so zu stellen als hätte er Aktien. Gehen diese Geschäftspartner aus der Finanzbranche im Zuge eines großen Finanz- und Bankenkrachs unter (Kettenreaktion!) hat der Anleger solcher ETFs das Nachsehen.

Im übrigen sind ETFs immer schlechter als der Index den sie abbilden. Bei aktiv verwalteten Fonds hat man trotz der höheren Kosten immerhin eine etwa 20%ige Chance besser als der jeweilige Vergleichsindex abzuschneiden.         

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Ob Online oder nicht, die bei einer Bank geführten Kunden-Wertpapierdepots gehören nicht der Bank, es sind Sondervermögen, welche von einer Insolvenz der Bank nicht betroffen sind und auf die andere Bankengläubiger oder der Konkursverwalter keinen Zugriff haben.

Im Fall des Falles bittet man die Bank oder den Kursverwalter einfach um Übertragung des Depots auf ein anderes Institut.

Eine Gefahr besteht allerdings dann, wenn sich die Bank in ihrer Not in betrügerischer Weise an den Depots ihrer Kunden vergreift. Not macht erfinderisch und leider oft kriminell. Man sollte sein Geld also besser nicht Banken und Finanzdienstleistern anvertrauen, welche eine schwaches Eigenkapitalquote haben und dazu noch seit mehr als einem Jahr Verluste produzieren.

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Eigene Konten hat eine Bank bei der Zentralbank oder bei anderen Banken. Es gibt keine Vorschrift, dass eine Bank die Einlagen ihrer Kunden an die EZB weiterreichen muss.

Wenn eine Bank keine hinreichend solvente Kreditnehmer findet, was soll sie machen? Da ihre Korrespondenzbanken das gleiche Problem haben und daher Negativzinsen berechnen, bleibt nur der Tresor oder die EZB mit ihren Negativzinsen. Bargeld im Tresor verursacht aber Handhabungs- und Versicherungskosten, die derzeit noch höher sind als der negative EZB-Habenzins.

Die Banken (sie sind keine Wohltätigkeitsinstitute, sondern auf Gewinn ausgerichtete Unternehmen) werden deshalb früher oder später die Negativzinsen an ihre Kunden weitergeben.

Es hilft alles nichts, wer sein Geld sicher anlegen will (auskömmliche Zinsen zahlen nur noch Institute geringer Bonität), der muss demnächst bei allen Banken Negativzinsen akzeptieren, oder sein Geld windigen Schuldner leihen, in Aktien, eigene Wohnung oder Gold anlegen oder es mehr oder weniger sinnlos verkonsumieren.

Wenn dabei die Altersvorsorge draufgeht, macht das unseren gut und sicher versorgten Politikern nichts. Altersarmut wird nur für die normalen Bürger eine interessante Erfahrung werden.     

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Geldgeschenke in dieser überschaubaren Größenordnung sollen einem 13-Jährigen Freude machen und nicht zur Knausrigkeit erziehen. Der Junge soll, nach Absprache mit den Eltern, selbst entscheiden was er mit dem Geld macht. Den guten Umgang mit Geld lernt man nur eigenes Handeln und ja, auch durch eigene Fehler.

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1. Einen Fondssparplan braucht man nicht. Viel praktischer ist es, selbst entscheiden zu können, welchen Betrag man zu welcher Zeit in welche Anlageform investiert.

2. Riester und ähnliche steuerlich ein wenig begünstigte Anlagen würde ich sowieso meiden. Steuerlich begünstigt werden nur Anlagen, die man sich ohne diese Förderung gewiss nicht kaufen würde. Überdies verliert man diese Begünstigung, wenn man vorzeitig über sein Geld verfügen möchte. Im Alter von 29 Jahren kommen noch so viele Bedürfnisse die zunächst wichtiger sind als die Altersversorgung. Dafür ist ab dem Alter von 45 Jahren noch lange Zeit und dann hat man in der Regel auch mehr Geld zum Anlegen übrig.  

2. Wichtiger als die Frage von welcher Kapitalverwaltungsgesellschaft ein Fonds angeboten wird, ist die Entscheidung ob man einen Aktienfonds, eine Mischfonds oder einen Rentenfonds kaufen will. Aufgrund der Situation an den Kapitalmärkten kann man Rentenfonds, wie alle verzinslichen Anlagen, als Anlage schon gleich ausschließen. Bei Aktien- und Mischfonds muss man bei der Auswahl neben der Langfrist-Performance (mindestens über 7 Jahre) vor allem auf die Höhe der internen Fondskosten achten, dabei aber aufpassen, dass man nicht einem ETF aufsitzt. 

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