Der Versicherer Ihrer Mutter leistet hier den Zeitwert - sprich: was ist der Tisch inklusive der Vorschäden heute noch wert? Dass keine Rechnung mehr vorliegt, ist kein Problem, hier genügt den meisten Versicherern Ihre Aussage, wann und zu welchem Preis der Tisch angeschafft wurde.Tipp: schauen Sie doch mal, ob Sie den Tisch bei eBay oder Amazon finden, das wäre der ungefähre Ersatzwert im unbeschädigten Zustand. Und keine Sorge: auch Gutachter wissen, ob der Tisch 100,- € oder 10.000,- € wert war oder ist. Wahrscheinlich läuft es auf eine Abschlagszahlung hinaus.

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Beantworte Dir die Frage selbst: wie seriös ist ein Unternehmen, das jemandem, der nirgendwo sonst noch Geld bekommt, unbedingt Geld leihen will?

Das wird, selbst wenn Du die Flocken bekommst, auf Dauer nicht gut gehen. Sieh den Tatsachen ins Auge: Du bist pleite.

Das ist an- und für sich nicht schlimm, die Konsequenz kann aber nicht lauten "noch mehr Schulden zu machen", sondern nur, sämtliche Kosten zu senken und die Einnahmen zu erhöhen.

Kosten senken: Zeitungen abbestellen, Pay-TV abbestellen, Abos kündigen, Versicherungen (bis auf Haftpflicht, Unfall, Berufsunfähigkeit) kündigen oder beitragsfrei stellen, Telefon, Miete und andere laufende Kosten werden künftig nicht mehr abgebucht, sondern nur noch überwiesen, Handyvertrag kündigen, auf Prepaid umsteigen

Einnahmen erhöhen: Nebenjob suchen, überflüssigen Krempel bei ebay verscheuern

Bis dahin: mit Schuldnern verhandeln, offenes Gespräch suchen und sich an Vereinbarungen auch dringend halten.

Du musst jetzt handeln. Raus aus der Komfortzone des ewigen Darlehenszahler, hin zum Zinsempfänger.

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Nein, "Formsache" ist der Versicherungsschein eben nicht. Damit die Versicherung in Kraft tritt, müssen alle drei "Beginne" erfüllt sein:

  • Der technische Beginn: das ist der Zeitpunkt, zu dem die Versicherung beginnen soll
    • der materielle Beginn: Zahlung des ersten Beitrags
    • der formelle Beginn: Annahmebestätigung des Versicherers in Form des Versicherungsscheins

Eine Lösung gibt es aber doch: wenn der Vertreter eine sogenannte vorläufige Deckung" auf dem Antrag gegeben hat, dann ist der Schaden bereits versichert, obwohl noch keiner der Beginne eingetreten ist. Da muss der Nachbar mal auf seinen Antrag gucken.

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Ja, geht problemfrei. Einfach dem Versicherer den Fahrer nebst Geburtsdatum und Zeitraum melden, viele Versicherer verzichten sogar auf die Erhebung eines Beitrags, weil die das für den kurzen Zeitraum viel zu teuer käme. Aber melden solltest Du es in jedem Fall.

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Es ist durchaus möglich, dass es durch den Druck auf is Anhängerkupplung zu einer Stauchung des Rahmens kam. Die Frage lautet letztlich aber, was der Spass kosten soll. Zur Prüfung des Schadens hat mein Vorredner ja schon etwas gesagt.

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Ich möchte die Frage noch einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten: wäre ich Sie, dann würde ich auf jeden Fall klagen. Sehr laut würde ich klagen. 25.000,- futsch. Wenn das kein Grund zum Klagen ist - was dann?

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In der Regel sind Schäden in der Mietwohnung (ausser Abnutzung für den üblichen Gebrauch) in der Privathaftpflichtversicherung des Mieters mitversichert.

Ausnahme: Glasschäden am gemieteten Objekt, da Du Dich dagegen separat versichern kannst.

Mieter zahlen keine höheren Prämien als Eigentümer, die durch Mieter verursachten Schäden an Mietwohnungen bewegen sich in einem derart geringen Bereich, dass dies über die ganz normale Haftpflichtversicherungsprämie abgedeckt ist.

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Vergiss die anderen Antworten.

Also, die Sachlage sieht wie folgt aus:

Sofern Deine Eltern ein selbstbewohntes EINFAMILIENHAUS haben, sind Schäden am Zaun des Nachbarn - oder am Nachbarn selbst - durch die in der Privathaftpflicht der Eltern eingeschlossene "Haus- und Grunbesitzerhaftpflicht für selbstbewohnte EINFAMILIENHÄUSER" abgedeckt.

So.

Fällt der Baum nun aufs Haus Deiner Eltern, dann haben sie zuerst einmal Pech gehabt, weil sie für die Tätigkeit des holzfällenden Kumpels dessen "Arbeitgeber" waren und es sich somit um einen "Eigenschaden" handelt, es sei denn...

...es sei denn, Dein Holzkumpel hat in seiner eigenen Privathafflicht wiederum den Passus der "Gefälligkeitshandlungen" mitversichert. Dann Kriegen Deine Eltern nicht nur eins aufs Dach, sondern auch den Schaden bezahlt.

Fällt der Baum auf den Kumpel, dann hat dieser hoffentlich eine private Unfall- oder Lebensversicherung, ansonsten hat er leider garnichts - außer Pech gehabt.

Bitte. danke.

Nach Diktat verreist.

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Die Versicherer sagen sehr genau, was sie meinen.

So ist ein Unfall ein "plötzlich von außen unfreiwillig auf den Körper einwirkendes Ereignis" - also eine mechanische Einwirkung auf den Körper. Alle 5 Punkte müssen in den Standardbedingungen erfüllt sein, damit der Versicherer leistet.

Dem "Umknicken" fehlt aber damit "von außen", da eben Eigenbewegung.

Daher solltest Du sogar sehr dringend darauf achten, dass Eigenbewegungen mitversichert sind, einige Versicherer haben diesen Passus bereits.

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Kann mich mein Mann aus unserem Haus, wofür ich mit hafte, einfach so rausekeln?

Hallo,ich hoffe,es kann mir irgendjemand weiterhelfen,ich bin momentan sehr verzweifelt:

Problem ist: Wg. Schwangerschaft haben mein Mann (39) und ich (40) vor knapp 20 J. geheiratet und auch gleich angefangen, die Scheune meiner Schwiegereltern auszubauen, wofür wir ein gemeinsames Darlehen aufgenommen haben. Trotzdem ich in den vergangenen Jahren mehrfach gesagt hatte,das Haus endlich auf uns beide umschreiben zu lassen,wurde dies unterlassen,d.h. Grund und Boden gehört noch immer meinem Schwiegervater und wir bezahlen eigentlich ein Haus ab, was rein rechtlich gesehen noch nicht einmal unser Eigentum ist. Mein Mann wurde vor zwei Jahren (wahrscheinlich schon davor) depressiv, er bekam entsprechende Medikationen, eine Therapie lehnte er ab bzw. es dauerte lange, bis er sich endlich bei einem vorstellte und da war er auch nur zweimal,wobei seine Depression sich so verschlechtere,daß die Medikamente stark erhöht wurden,das war vor rund einem 3/4 Jahr. Seit nahezu zwei Jahren macht er mir das Leben zur Hölle, schikaniert mich,wo er kann,so daß auch ich nicht mehr in der Lage war, noch irgendein normales Gespräch mit ihm zu führen. Innerhalb der letzten drei, vier Wochen hat sich das Ganze noch wesentlich verschlimmert, er hat sich ne Freundin gesucht (wobei er anfangs alles lapidar hinstellte, weil sie würde ihm ja nur zuhören und helfen), er ist sogar die letzten zwei Wochen zu dieser Dame gezogen,kam aber wg. der Arbeit vergangen Samstag wieder nach Hause und meint seit dem, er könne den Hausherrn spielen. Er reagiert nur noch aggressiv,er greift mich gleich ohne Gründe an,er verlangt von mir, ich solle unten auf der Couch schlafen,worauf hin ich ihm gesagt habe, daß ich das nicht einsehe, weil er ja gegangen wäre. Er verlangt, ich solle jetzt endlich machen, daß ich ausziehe, sollte ich das nicht freiwillig machen, würde er eben mit seinem Vater reden, der würde mich schon rauskriegen. Ich weiß nicht mehr ein noch aus. Ich war immer mit Arbeiten, habe mich um Haushalt und um unseren Sohn gekümmert, habe jeden verdienten Cent mit in dieses Haus und unser Leben gesteckt und das soll dann der Dank sein. Ich brauche wirklich Hilfe und wäre für jede Antwort sehr dankbar.

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Eine Möglichkeit gibt es schon... Du veranlasst einfach, dass das Darlehen nicht mehr bedient wird, räumst sämtliche Konten ab und überziehst auch noch kräftig. Dann haust Du mit der Kohle einfach ab. Was meinst Du, wie Deinem Göttergatten dann das Wasser im A kocht... Du kannst Dir dann gemütlich aus der Ferne ansehen, wie das Haus zwangsversteigert wird, Dein Freund erst die neue Freundin anpumpt, um die Hütte dann doch wegversteigert zu bekommen und Du hast Deine perfekte Rache. Und wenn er sich dann selbst wegmacht, hast Du gewonnen. Dem, sorry, Idioten würde ich heimleuchten. Aber massiv!

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Da ist alleine schon in der Fragestellung ein Fehler. Anhand der Frage gehe ich davon aus, dass Ihr Mieter seid und die kleine Tochter unter 7 Jahre alt ist. Du fragst nach der Deckung der (hoffentlich) bestehenden Haftpflichtversicherung.

Soweit korrekt? Gut. Haare ankleben, festschnallen, hier ist die Antwort.

Also: Kinder unter 7 Jahren sind grundsätzlich deliktunfähig, weil sie laut BGB noch keinen Einblick in die Folgen ihrer Handlung haben. Ein Kind unter 7 kann für seine Handlung nicht haftbar gemacht werden.

In diesem Fall also haften die Eltern für die "Untaten" ihrer Leibesfrüchtchen, wenn (achtungachtung) sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Nur dann haben die Eltern Schuld an dem Schaden, nur dann haften die Eltern. Haben die Eltern auf ihr Kind aufgepasst und es kommt trotzdem zum Schaden, dann hat der Geschädigte schlicht Pech gehabt und kriegt nix. Dann war das Schadenereignis "unabwendbar" - wie ein Blitzschlag.

Das hat noch nichts mit der Haftpflichtversicherung zu tun, sondern ist schlicht BGB.

Jetzt zu Eurem Fall: der Schaden ist nachts in Eurer Wohnung passiert, selbst wenn Ihr geschlafen habt, ist Euch keine Aufsichtspflichtverletzung anzulasten. Es kann nicht permanent jemand neben dem schlafenden Kind Wache stehen, dass es keinen Unfug treibt.

Der Haftpflichtversicherer wird also den Anspruch Eures Vermieters als "rechtlich unbegründet" ablehnen. Wenn der Vermieter trotzdem Geld sehen will, dann muss er Euren Haftpflichtversicherer verklagen. Egal wie - Euch kostet das keinen Cent.

Soviel zur rechtlichen Theorie, nun zur Praxis:

Wenn Euer Haftpflichtvertrag nur in etwa 5 Jahre alt ist, dann habt Ihr trotzdem "Schäden durch deliktunfähige Kinder" mitversichert, in diesem Falle prüft der Versicherer nicht, ob eine Aufsichtspflichtverletzung vorliegt. Er wird also leisten, aber nur bis zu einem Betrag X, wahrscheinlich habt Ihr in dem Passus auch eine kleine Selbstbeteiligung. Vertreter fragen, wenns nicht gerade ein sogenannter "Unvermögensberater" ist.

Die Lösung des Problems ist aber eine andere: je nach Gebäudeversicherer des Vermieters wird dieser den Schaden regulieren und dann im Innenverhältnis auf Euren Haftpflichtversicherer regressieren, also sich von diesem einen Teil des Schadens wiederholen.

Ihr macht jetzt folgendes: Ihr meldet den Schaden Eurer Haftpflicht, gleichzeitig bittet Ihr den Vermieter, Euch den Gebäudeversicherer mitzuteilen und meldet den Schaden auch dort - günstigstenfalls findet Ihr den Gebäudeversicherer auch in Eurer Nebenkostenabrechnung, denn der Vermieter legt den Versicherungsbeitrag auf Euch um.

So oder so, der Schaden kostet Euch keinen Cent. Gut, gell? Ihr dürft mir huldigen. So geht das!

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