Wie sinnvoll ist ein Bausparvertrag?

5 Antworten

Ich kann in dieser Situation nur ScottlaRue zustimmen. Ein BSV ist nichts als Schwachsinn. Annahme:

Ich lege 15 Jahre lang, jeden Monat 50€ zurück.


Beispiel 1:

Ein Sparplan auf 15 Jahre kann im Moment etwa 6% erarbeiten.

Erreichte Endsumme: 13.297,79€

Zinsen: 4.297,79€

geringe (bis 50€) bis keine Abschlussgebühren


Zum Vergleich:

Ich habe für 15 Jahre einen BSV mit einer Zielsparsumme von 10000€. Bei 2% Zinsen und Zinseszins, habe ich am Ende einen Wertverlust. Ich zahle 50€ im Monat ein und habe eine

erreichte Endsparsumme: 10488,46€

getätigte Einzahlungen: 9000€

Zinsen: 1.488,46€


Abzüglich den anfänglichen Eröffnungsgebühren kommt man so auf die Zielsparsumme von 10000€.

Die Förderung ist hier bewusst ausgelassen, da es andere, zinslukrativere Angebote gibt und die Wohnugsbauprämie eh nicht mehr ausgegeben wird.

Rechnet man jetzt die Rendite aus und bereinigt sie um die Inflation ist das Ergebnis fast schon enttäuschend.

Wer mir nicht glaubt: http://www.youtube.com/watch?v=W6fzoQiL0E4

bei Fragen: The_Marine@gmx.net

Bausparverträge sind eine sehr konservative, sichere Anlage, die man gefahrlos eingehen kann. Der Haken an der Sache ist eben nur, daß man an das eingezahlte Kapital eine gewisse Zeit nicht herankommt. Der Vorteil ist, daß bei einem guten Vertrag sowohl die Habenzinsen marktgerecht sind als auch die eventuellen Kreditzinsen meist sehr günstig sind.

Als reine Geldanlage würde ich bei den heutigen Zinssätzen keinen Bausparvertrag abschließen, aber falls ein späterer Kredit eventuell interessant ist, kann man sich so attraktive Zinssätze sichern, oder ein Risiko einzugehen.

Man muss hier zwischen 2 Grundsätzen unterscheiden:

Bausparvertrag als Sparanlage: Die Zinsen sind mit Boni oft recht hoch, aber es müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, um diesen Zinssatz auch über die Laufzeit zu bekommen. Ein kompetenter Berater kann Dir vorab ausrechnen, wann du den Vertrag frühestens auflösen kannst um alle Boni und Zinsen zu erhalten.

Außerdem gibt es noch die staatlichen Zulagen (Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie). Diese können, wenn man innerhalb der Einkommensgrenzen liegt, ebenfalls beantragt werden und erhöhen die Rendite des Vertrages nochmal maßgeblich.

WICHTIG: Bausparsumme möglichst niedrig (10.000 reichen völlig aus, die Abschlussgebühr richtet sich hiernach, deshalb hauen viele Berater dir da eine große Summe drauf; Staatliche Prämie muss beantragt werden und macht den Vertrag mE erst interessant für Sparer, weil nach Abzug der Abschlussgebühr der Zinssatz auch nicht besser ist, als auf einem normalen Tagesgeld. Die Verfügbarkeit während der Laufzeit ist nicht gegeben, weil Verfügungen vor Vertragsaublauf sowohl für die staatlichen Prämien, wie auch für die Boni schädlich sind.

Bausparer für Finanzierungen: Das würde den Rahmen hier deutlich sprengen und erfordert eine umfassende Beratung. Kann im Einzelfalle sinnvoll sein.

Falls individuelle Fragen bestehen, kann man mich jederzeit kontaktieren.

das kommt darauf an, was du mit einem Bausparvertrag bezwecken willst...für die Anlage von VWL ist ein Aktienfonds wesentlich interessanter

Also ein Bausparvertrag ist in jeder hinsicht schwachsinn. Bei so einer schwachen Verzinsung, ich geh einfach mal von 2 % aus (wobei das echt viel für einen BSV ist) und rechne die derzeitige infaltion von 2,5 % p.a. dagegen kommt eine Verzinsung von -0,5 % heraus. Da bringen die tollen zulagen auch nichts. Wobei man dafür auch einige Kriterien erfüllen muss. Es gibt wesentlich sinnvollere Inflationsgeschützte Produkte die weitausmehr Rendite bringen und ebenso sicher sind. Und auch noch flexibel, was für viele Anleger wichtig ist damit man in Notlagen auch an sein Geld kommt.

Bei fragen: scottlarue@t-online.de

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