Was haltet ihr von Rennradfahrern die auf der Straße neben einem Fahrradweg fahren?

13 Antworten

Hallo Hermann!

Ach Gott, ja.. das sind diese selbsternannten "Extremsportler", die sich für sehr sportlich und begabt halten, mit'm Gerolsteiner-Trikot auf der Straße herumfahren & sich jedes Recht herausnehmen von dem sie denken, dass es dieses gäbe^^ ich persönlich bin der Meinung, dass man die einfach nicht beachten sollte bzw. umfahren und hinter sich lassen.

Zwar finde ich es auch nicht okay, zumal die Radwege ja für solche Radler gebaut wurden und sie daher eigentlich von ihnen benutzt werden sollten, aber andererseits muss man sich auch nicht über alles aufregen finde ich^^ zumal die meisten dieses Extremradler beratungsresistent sein dürften & einem das Wort im Munde rumdrehen, so wie sie von sich eingenommen sind.

Da rege ich mich eher über Landwirte auf, die grinsend am Steuer des 25 km/h "schnellen" Traktors sitzen & eine lange Autoschlange hinter sich auf der Bundesstraße haben, während neben ihnen ein breiter Wirtschaftsweg ist ... und auf dem Traktor sitzt noch ungesichert der kleine Enkel, ohne Gurt und sonstige Sicherheiten. Das ist viel gefährlicher und ärgerlicher als ein paar noch recht harmlose Radler.

Viele Grüße :)

Tja, die Rennradfahrer, die auf Landstraßen ihrem Sport frönen, können schon zu einer Landplage werden, vor allem, wenn sie im Rudel auffahren - bei uns bei Schönwetter oft eine Gruppe nach der anderen.

Es gibt aber kein Gesetz, das ihnen das verbietet. Daher bleibt nichts anderes übrig, als sich in Geduld zu üben, hinterher zu zockeln und zu warten, bis sich vielleicht doch irgendwann die Gelegenheit zum Überholen bietet.

Gibt sogar ein sehr eindeutiges Gesetz dazu in der StVO

Beschäftige dich doch mal mit der Radwegebenutzungspflicht.

Ein Rennrad ist ein Sportgerät und mit einem normalen Fahrrad nicht zu vergleichen.

Deshalb kann ich z.B. verstehen, wenn Rennradfahrer innerorts nicht auf holperigen und teilweise zugeparkten, plattenbelegten Radwegen fahren wollen. Oder außerorts auf unbefestigten Wirtschaftswegen.

Anders sieht es außerorts aus, wenn optimal asphaltierte Radwege parallel zur Straße verlaufen. Hier kann jeder Radfahrer problemlos fahren, auch die Herren mit dem Rennrad.

Obwohl ich selbst sehr viel Fahrrad und nur wenig Auto fahre und insgesamt also eher "radfahrerfreundlich" als "autofahrerfreundlich" eingestellt bin, habe ich überhaupt kein Verständnis dafür, wenn die in diesen Fällen trotzdem auf der Fahrbahn fahren.

Ich glaube, im Auto würde mir da auch mal die Hand auf die Hupe ausrutschen, zumal man ja außerorts das Überholen durch kurze Schallzeichen ankündigen darf. ;-)

Und natürlich ist sein Argument schwachsinnig! Wie viele Kilometer der für sein Training fahren muss, interessiert überhaupt nicht.

Ob ein Radweg außerorts benutzungspflichtig ist oder nicht ist auch nicht unbedingt von Belang, denn schon im Paragraph 1 Absatz 2 der StVO steht:

"Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer ... mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird."

Damit ist auch klar, wo (Renn-)radfahrer bei optimal asphaltierten Radwegen außerorts eigentlich fahren sollten, unabhängig von einer Benutzungspflicht durch VZ 237, 240 oder 241. Denn "unvermeidbar" ist es in diesen Fällen ganz sicher nicht, die Fahrbahn zu benutzen, nicht den Radweg.

Das kommt drauf an: Wenn es mehr als 15 sind dürfen sie die Fahrbahn benutzen (außer es ist eine Kraftfahrstraße, Autobahn o.ä.). Darunter darf sie benutzt werden, wenn der Radweg nicht benutzungspflichtig ist (kommt öfters vor, v.a. innerorts) oder Radweg unbefahrbar ist. Wir haben hier einige Radwege mit so breiten Spalten zwischen den Platten, dass Rennräder drinnen stecken bleiben können. So etwas benutze ich selbstverständlich nicht. Die nicht benutzungspflichtigen Wege nehme ich nur, wenn sie in einem angemessenen Zustand sind (keine Fußgänger, nicht übermäßig verdreckt, keine Dooring-Zone).

Es immer eine zweischneidige Sache. Die Radwege sind meist für gemächliches radeln ausgelegt und in einem Saumägen Zustand. Die Städte sind alle bankrott und brauchen das bissel Geld, das sie haben, für Sozialausgaben. Das ist nicht da für Radwege zu unterhalten. Und auf dem Land gibt es entlang der Landstraße nur Wirtschaftswege für Traktoren. So sehen die auch aus. Mit dem RR ist das dann echt eine Zumutung. Fahren da auch noch Omas und Kinder, ist das mit dem RR echt gefährlich. Dann besser mit dem RR auf der Straße.

So viele RR-Fahrer sind da aber auch nicht auf der Landstraße und mit ein bissel Rücksicht kostet nicht mal Zeit, kurz zu warten, bis man überholen kann. Hinter der nächsten Kurve ist der nächste LKW.

Die Regel sagt: mit dem Rad 70cm Abstand zum Farhbahnrand und 1m zu parkenden Autos. Und zwar nicht von Mitte reifen, sondern vom Lenker aus.

Mit dem Auto zum Fahrrad: 1,5..2m je nach Geschwindigkeit. Bei Kindern immer 2 m. Dazu gibt es entsprechende Gerichtsurteile. Das heißt, man kann den Radler nur überholen, wenn man komplett auf die Gegenfahrbahn fahren kann. Insofern kann der Radler auch auf der Mitte der Fahrbahn fahren. Leider ist das vielen garnicht bewusst. Um nicht in ein Schlagloch zu fahren, kann der Radler jederzeit einen Haken schlagen. Damit musst du rechnen.

Klar muss man das ganze differenziert sehen, ich rege mich auch nicht prinzipiell über Rennradfahrer auf. Wenn es für die keine andere Möglichkeit gibt als auf der Straße zu fahren dann ist das eben so, dann hab ich da auch Verständnis dafür. Es gibt Strecken da gehts eben nicht anderst, nur auch in denen Fällen müssen die nicht wenn grade Berufsverkehr ist dort langradeln. Ich kann mich noch an meine Jugend erinnern als ich ab und zu Mofa gefahren bin, als ich da im Berufsverkehr fahren musste und ich ständig überholt wurde und ansonsten, wenn die Autofahrer nicht überholen konnten, eine lange Schlange an Autos hinter mir hertuckeln mussten dann war mir das unendlich unangenehm. Da hab ich drauf geachtet möglichst zu Zeiten mit wenig Verkehr zu fahren.

Manche Rennradfahrer müssen aber trotzdem auf Teufel komm raus ihren Sport ausüben...

Aber abgesehen davon ist es in meinem Fall was anderes, bei uns sind die Radwege super ausgebaut. Schön breit, keine Hügelpisten und werden auch nicht sonderlich viel genutzt. Man sieht ja auch hin und wieder Rennradfahrer darauf, ist also möglich auch mit Rennrad dort zu fahren. Nur viele machen es trotzdem nicht und da hab ich dann kein Verständnis mehr dafür.

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