Was darf der Gerichtsvollzieher alles mitnehmen und gibt es Ausnahmen?

5 Antworten

Hallo.

Ein GV ist keine Eingentumsfeststeller , Er darf alles pfänden, was in der Wohnung ist.

Außer Lebensmittel, Fernseher, Laptop, Arbeitsbekleidung und etwas an Haushaltgeld.
Sollte einem 3. Sachen gehören kann er das als Drittschuldner wieder Einfordern durch Klage.
Es werden nur Sachen gepfändet, die den Wert der Versteigerung übersteigen.

ein gerichtsvollzieher ist kein Unmensch, sie wirken nur so.

anders als die unternehmen bei denen man die schulden hat, ist es dem OGV eig egal ob er was holen kann, er vollstreckt nur nach besten wissen das urteil, und "braucht" das geld nicht selber.

selbst sachen der Ehefrau, dürfen bei einer Pfändung die den mann betreffen nicht angerührt werden.

auch nimmt er nicht rigoros alles mit sondern nur dss was sich auch lohnt.

grade Elektronik ist relativ uninteressant wenn es nicht grade neu ist.

Der Gerichtsvollzieher hat Pflichten. Zu denen gehört, alles zu pfänden, was nicht nachweisbar jemand anderem gehört. Elektronik ist dabei außerordentlich interessant, weil man die ziemlich gut wieder los wird.

@AalFred2

Der Gerichtsvollzieher hat nicht die Aufgabe, alles zu pfänden, was nicht Niet und Nagelfest ist, sondern nur solche Dinge, die am Ende bei Verkauf abzüglich Kosten auch was bringen. 

Das ist nur bei neuster oder teurer Elektronik der Fall. Ein Computer für 300 Euro ist nach einer Weile nur noch die Hälfte wert, bei einer Versteigerung besteht geringes Interesse, geht mit viel Glück für 75 Euro weg. Wenn dann die ganzen Unkosten durch die Versteigerung, Pfändung, Lagerung abgeht, dann bleiben da vielleicht noch 20 Euro zur Tilgung der Schulden. Daher wird so was nicht gepfändet, da es sich nicht lohnt. 

Bei einem hochwertigen teuren Gerät oder sehr neu, sieht das anders aus, dann lohnt es sich. Das muß der Gerichtsvollzieher vorher einschätzen. 

@petrapetra64

Trotzdem ist Elektronik das, was außer Schmuck am meisten gepfändet wird.

Teure Geräte, die man nicht notwendig braucht können gepfändet werden.

Auch praktisch jeder Fernseher, wenn er dafür ein gebrauchtes Schwarz-Weiß-Gerät zur Verfügung stellt. Das ist für die Kommunikation durchaus ausreichend.

Was noch unter Eigentumsvorbehalt steht, kann nur der jeweilige Lieferant zurück fordern.

Was dir gehört, das darf er nicht pfänden, wenn deine Eltern Schulden haben, allerdings muss da erst mal geprüft werden, ob es wirklich dir ist. Und gerne schaffen Schuldner ihre Sachen wo hin, wo es vor Pfändung geschützt ist. Also ab ins Kinderzimmer damit. Von daher würde der GV im Zweifel sein Siegel erst mal anbringen und in sein Verzeichnis aufnehmen, man hat dann zeit, zu beweisen, dass es nicht dem Schuldner gehört.

Gepfändet werden nur Sachen, die man nicht für den Beruf braucht und die nach der Verwertung auch noch was einbringen, dass sich lohnt. Bei einfachen älteren Geräten ist das meist nicht der Fall. 

Laptop u. Monitor  müssen nicht sein, also eins von beiden könnte ich mir vorstellen, Konsole ist auch nicht was, das man unbedingt braucht!

allerdings sollten die Eltern Möglichkeiten finden ihre Schulden anders in den Griff zu bekommen, als daß man Kindern ihre Sachen weg nehmen muß?

Auch wenn es nachweislich dem Kind gehört ?

@DerBalkaner

Woher hat das Kind das Geld dazu?

@Wonnepoppen

Geschenke....Arbeiten....

nein, wenn es nachweislich dem Kind gehört, darf es nicht gepfändet werden, da es damit nicht mehr Eigentum der Eltern ist.

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