Warum muss ein Arbeitszeugnis immer positiv sein?

4 Antworten

auf den ersten blick sieht alles positiv aus, doch die verschiedenen formulierungen verschlüsseln die noten... zu unserer vollsten zufriedenheit ist eine 1, zu unserer vollen zufriedenheit eine 2, etc.... wenn da aber z.b. steht, "herr xy hat sich bemüht", ist das eine schlechte note...

Wenn jemand ständig zu spät zur Arbeit erscheint, warum sollte das dann im Arbeitszeugnis verschwiegen werden? Der zukünftige Arbeitgeber hat doch das Recht zu wissen, auf was für einen Arbeitnehmer er sich da einlässt.

Stell dir vor wie das wäre, wenn dein alter Chef dich nicht mögen würde und alles Negative in dein Arbeitszeugnis legal schreiben dürfte. 

Du würdest nicht so schnell mehr einen Job finden.

Im Arbeitszeugnis steht keineswegs bloß positives. Es stehen aber lauter positiv klingende Beschreibungen drin, z.B. er hat sich bemüht. Die Codes betrügen letztlich den uninformierten Arbeitnehmer, weil der meint, aufgrund des positiven Klangs nicht gegen das Zeugnis protestieren zu brauchen.

Aber die "'Geheimsprache" ist keineswegs verboten.

Der Unterschied zu einem Schüler ist: Ein Schüler steht nicht im Erwerbsleben, ist nicht dringend auf Einstellung angewiesen. Der Staat ist sehr dran interessiert, daß die Leute eingestellt werden, sonst muß er sie bezahlen. Daher schafft er solche Regelungen.

Letztlich ist wenig bedeutsam was im Zeugnis steht, da die Bosse häufig miteinander telefonieren und da wird Klartext geredet.

Das immer etwas positives darin steht ist natürlich nicht richtig. Es soll wahrheitsgemäß und wohlwollend sein. Wer sich also "bemühte pünktlich zur Arbeit zu erscheinen" ist von einem "seinen Kollegen ein Vorbild" zu sein sehr weit weg.

Heute gibt es übrigens immer mehr Personalleiter die einfach beim früheren Arbeitgeber mal anrufen und sich nach dem Bewerber erkundigen...

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