wann Nebenverdienstbescheinigung vorlegen?

5 Antworten

Eine Nebenverdienstbescheinigung ist nicht per se nötig. Du nennst einfach die wesentlichen Änderungen im Sinne von SGB I § 60 Angabe von Tatsachen:

"(1) Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat

  1. alle Tatsachen anzugeben, die für die Leistung erheblich sind, und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers der Erteilung der erforderlichen Auskünfte durch Dritte zuzustimmen,
  2. Änderungen in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind, unverzüglich mitzuteilen,
  3. Beweismittel zu bezeichnen und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers Beweisurkunden vorzulegen oder ihrer Vorlage zuzustimmen."

Es genügt also zunächst, mitzuteilen: "Ich habe einen Job", "Ich werde dann und dann anfangen", "Ich fing heute an" und später "Ich habe heute ein Gehalt von XY,- Euro erhalten" und, falls dies feststeht: "Laut Vertrag stehen mir monatlich XY. Euro zu" oder sogar noch "Diese müssen laut Vertrag am X. jeden Monats gezahlt werden".

Auf Verlangen muss man dann noch eventuell Beweismittel vorlegen. Eventuell. Da können gehören - müssen aber nicht: Kontoauszüge, Quittungen, Verträge, Bescheinigungen usw., also eventuell auch eine "Nebenverdienstbescheinigung" - obwohl die wohl eher für den Boss des Hauptverdienst gedacht ist, oder nicht?

Gruß aus Berlin, Gerd

Das wäre der sicherste Weg, denn in der Regel verzichtet das Jobcenter nicht darauf, um so früher sie diese haben um so besser, Kontoauszug über den Eingang deines Lohns möchten sie sicher ( Zuflussprinzip ) auch noch sehen.

Du kannst natürlich warten bis irgendjemand fragt wenn das Amt davon erfährt ABER Du solltest dann auch mit Sanktionen rechnen.

Also melde es und komme so Deiner Verpflichtung nach.

Du wartest nicht bis dich irgendjemand fragt. Du bist verpflichtet, Änderungen so schnell wie möglich dem Amt bekannt zu geben.

Dem JC habe ich es bereits mitgeteilt, und bei dem Termin dann die Mitteilungsveränderung erhalten, wegen der Nebenverdienstbescheinigung wurde nichts gesagt, aber wann genau soll ich denn die Nebenverdienstbescheinigung denn dann vorlegen? Ich meine, vor, während oder nach dem 1. Monat des Minijobs?

@XBatwomanX

Sobald du diese vom AG - zurück bekommst.

Melden musst du es doch sowieso. Warum willst du warten, bis du eine Aufforderung bekommst? Zudem bist du dazu verpflichtet, es auch ohne Aufforderung zu tun.

freiwilliger Umzug mit ALG II in anderes Bundesland, neues Jobcenter verlangt Notwendigkeitsbescheinigung?

Ich bin über 25 und ziehe von Frankfurt nach Dresden. Mir wurde im Jobcenter Dresden gesagt ich brauche eine Notwendigkeitsbescheinigung zu dem Erstantrag obwohl ich keinerlei Umzugkosten und Kaution beantragen will. Das macht alles für mich keinen Sinn, da der Umzug ja freiwillig geschieht. Das Mietangebot habe ich dem JC Dresden vorgelegt und die Wohnung wurde als unangemessen eingestuft, ich könne diese aber Beziehen wenn ich den Rest aus meinem Regelsatz bezahle. Im alten Jobcenter habe ich nochmal gefragt ob die mir so was ausstellen könnten, da wurde natürlich nix draus. Mein Leistungssachbearbeiter meinte auch zu mir das die Regelung im neuen Jobcenter keinen Sinn ergibt da ich ja keine Kosten seitens des Jobcenters erstattet haben möchte. Ich habe dann auf dem Merkblatt der KDU Dresden folgende Passage gefunden:

9. Was muss ich beachten, wenn ich umziehen möchte und Leis‐ tungen nach dem SGB II oder SGB XII beziehe bzw. beantragt habe?

 Bevor Sie umziehen, lassen Sie sich bitte vom Jobcenter bzw. vom Sozialamt die Notwendigkeit des Umzugs und die Ange‐ messenheit der neuen Unterkunftskosten bescheinigen.

 Leistungsberechtigte nach SGB II, die von außerhalb nach Dresden zuziehen, erhalten die Bescheinigung zur Notwendig‐ keit bei ihrem bislang zuständigen Jobcenter, die Angemes‐ senheit ist vorab durch das Jobcenter Dresden zu prüfen.

 Berechtigte nach SGB XII, die von außerhalb nach Dresden zuziehen, erhalten die Bescheinigung zur Notwendigkeit beim bislang zuständigen Sozialamt; die Angemessenheit der neuen Unterkunft prüft das Sozialamt Dresden.

 Ziehen Sie ohne Zusicherung bzw. ohne Zustimmung in eine andere Wohnung, kann sich dies auf die Höhe Ihrer zukünftigen Unterkunftskosten auswirken. Informieren Sie sich daher rechtzeitig bei Ihrem Jobcenter bzw. Sozialamt.

 Sie sind erwerbsfähig und unter 25 Jahre alt? Bitte holen Sie immer eine vorherige Zusicherung Ihres Jobcenters ein!

Mein Frage ist jetzt was im schlimmsten fall passieren könnte bzw. was man dagegen machen kann?

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