Vorstandsmitglied rauswerfen?

1 Antwort

Die Bestellung zum Vorstand kann grundsätzlich, also sofern die Satzung nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt, nur durch dasjenige Organ widerrufen werden, welches auch für die Bestellung zuständig ist.

Wenn also gemäß Satzung ausschließlich die Mitgliederversammlung für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern zuständig ist, dann kann auch nur die Mitgliederversammlung die Bestellung widerrufen.

Übrigens: Grundsätzlich haben alle Vorstandsmitglieder die gleichen Rechte und Pflichten. Das gilt auch für den Vorsitzenden. Dieser ist keineswegs der "Chef" des Vorstandes oder gar des Vereines. Soll er weitergehende Rechte haben, müssen diese ihm durch entsprechende Satzungsvorschriften ausdrücklich gegeben werden.

Schatzmeister betrügt Verein (kein E.V.), was kann man machen?

Hallo!

Ich bin Mitglied in einem Verein, der in einem Dachverband firmiert & Ortsgruppen unterhält; ich bin in einer Ortsgruppe & im erweiterten Vorstand tätig.

Bei uns gibt es ein Vorstandsmitglied (Schatzmeister), das seit Jahren Vereinsmaterialien missbräuchlich nutzt, sich für private Zwecke am Kassenbestand bedient, unseren Vereinsbus für private Fahrten holt & die nicht oder nur teilweise abrechnet, den Kassenbericht (nachweislich) fälscht & die Kassenprüfer nicht ins Haus lässt, wenn die Kassenprüfung ansteht.

Er missbraucht Werbeveranstaltungen, behält EInladungen für Veranstaltungen des Dachverbands für sich & geht alleine hin, stellt sich anderswo als Delegierter für Wahlen etc. vor, obwohl er nie dazu befähigt wurde & zahlt auch keine Essensrechnungen, sondern lässt das den Verein zahlen, wenn wir wo essen, selbst wenn alle anderen ihr Essen brav selbst zahlen. Er meint, er ist arm und darf das. Der Mann ist Arbeitslos. Er bringt außerdem seine eigene Familie immer mit & lässt die dann auch noch verköstigen ohne zu zahlen. Das ist aber noch harmlos. Er fährt außerdem jedes Jahr auf Vereinskosten angeblich auf "Tagungen" die aber eigentlich, was jeder weiß, seine Privatreisen sind, die er über uns abrechnet & bezahlen lässt. Der 1.Vorsitzende hat alle zum Schweigen verdammt.

Alle diese Sachen sind lückenlos Nachweisbar!

Was man vllt. wissen müsste: Es ist kein eingetragener Verein (E.V.).

Der Vorsitzende ist ein älterer Mann fast 80, gesundheitlich stark eingeschränkt & hat kaum Überblick, der 2.Vorsitzende ist knapp 50 & weiß zwar, was los ist & würde am liebsten handeln, darf aber nicht. Der 1.Vorsitzende hat es ihm verboten & deckt den Schatzmeister vorsätzlich mit dem Argument, das wären sozial schwache Leute denen er das nachsieht, obwohl es Betrug ist, was der 1. Vorsitzende sogar weiß.

Der Unmut im Stadtteil wo unser Verein der älteste, mitgliederstärkste & größte Verein ist wird speziell nach der kürzlichen Jahreshauptversammlung immer größer. Der Schatzmeister sei eine Bedrohung sagen alle aber unser 1. Vorsitzender sitzt es aus & macht nichts, sagt das sind sozial Schwache oder er weiß eben von nichts und schenkt dem Schatzmeister sein Vertrauen weil er schon dessen Vater gekannt hat. Dem 2. Vorstand platzt bald der Kragen, der hat echt Angst, zumal auch schon die Leute hier über das Thema & den Schatzmeister sowie seine öffentlich bekannten Taten reden!

Es ist kein Ende in Sicht, der 1. Vorsitzende gibt auch sein Amt nicht ab... es wird immer mehr problematisch!

Was kann man machen?

Danke für hilfreiche Kommentare!

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Verein Vorsitzender kündigt offiziell an nicht mehr zu kandidieren/ tut es dennoch?

Sehr geehrte User, in einem Sportverein steht die jährliche MV an. In der fristgerechten Einladung zur MV, heißt es wörtlich. "Sowohl der Kassenwart (Herr X) als auch der Vorsitzende (Herr B) stehen für eine neue Amtszeit aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung. Es werden dementsprechend zwei neue Mitglieder für den Vorstand benötigt."

Dem nach kann man als Miteglied, das ein Problem mit diesem Vorstand hat, davon ausgehen, dass sich die Sache von selbst erledigt. Man sich also nicht mehr darum kümmern muss und "Frieden" einkehrt.

Nun dringt durch den Buschfunk heraus, dass der Vorsitzende Herr B "es sich vllt. doch noch einmal übelegt".

Ich pers. sehe darin mindestens Nebelkerzen, wenn nicht sogar Täuschung.

"Es gibt zwei Voraussetzungen, wenn in der Mitgliederversammlung gültige Beschlüsse gefasst werden sollen:

Den Mitgliedern müssen die Tagesordnungspunkte (TOP) mitgeteilt worden sein. Die Tagesordnung muss bereits mit der Einberufung der Mitgliederversammlung bekannt gegeben werden. Über nachgereichte TOP können also nach der gesetzlichen Regelung keine gültigen Beschlüsse gefasst werden. Damit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass es jedem Mitglied vorab möglich ist, zu entscheiden, ob die anstehenden Beschlüsse seine Anwesenheit auf der Mitgliederversammlung erfordern."

in diesem Fall muss man also davon ausgehen, dass Mitgleider, die den Vorsitzenden gerne entfernen möchten, die Mv nicht wahrnehmen, in der Annahme, dass dieser ja ohnehin freiwillig geht. Ein demokratisch korrektes Aufbegehren gegen den Vorgesetzten wird somit also unterbunden.

Habe ich dort eine richtige Einschätzung? Der Vorsitzendende hat offiziell seinen Weggang angekündigt. Er kann sich nicht einfach "doch noch" wählen lassen. Natürlich wird die Position mittels Wahl entschieden, jedoch fehlen somit schlicht die Anwesenden, die ggf, gegen ihn stimmen, da diese über dieses Szenario nicht informiert wurden.

Zweite Frage, wie sollten sich Mitgleider verhalten, falls der Vorsitzenden dreist versucht sich wirklich anders zu verhalten, als in der Einladung angekündigt? Sollte dies gegen Vereinsrecht und Satzung verstoßen, wie kann ein Mitglied dies durchsetzen?

Besten Dank

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Vereinsrecht - was passiert wenn ein Amt nach § 26 BGB unbesetzt ist?

In der Satzung des Vereins steht folgende Formulierung:

Vorstand und jeweils alleinvertretungsberechtigt im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende und der Kassenwart.

A) Der Kassenwart hat im letzten Jahr per Mail an alle Mitglieder sein Amt zum Jahresende niedergelegt, bis vor vier Wochen hatte sich noch kein Mitglied für eine Amtsübernahme gemeldet; nun wurde für das Amt ein kommissarischer (!) Kassenwart vom (1.) Vorsitzenden berufen, der vom bisherigen Kassenwart eingearbeitet werden soll.

Welche dieser beiden Personen übernimmt die Funktion gem. § 26 BGB? Keiner, der neue oder der alte und wenn nein warum?

B) Der (2.) stellvertretende Vorsitzende hat aus persönlichen Gründen vor etwa 6 Wochen sein Amt niedergelegt - die Stelle ist nach wie vor unbesetzt und auch auf der in etwa 4 Wochen stattfindenden Mitgliederversammlung (keine außerordentliche sondern normal einberufen!) soll darüber nicht abgestimmt bzw eine Wahl durchgeführt werden.

Ist dies rechtens, kann der 1. Vorsitzende einfach ohne Stellvertreter weitermachen bis zum Ende seiner Amtszeit in 2016 (alle Ämter werden von der MV für 2 Jahre gewählt, dann gibt es Neuwahlen und ggf. auch Wiederwahlen - die letzten Wahlen waren in 2014!) oder ist er verpflichtet, einen neuen Stellvertreter wählen zu lassen? Und was passiert wenn sich niemand für dieses Amt findet?

In der Satzung steht hierzu noch:

Bei Ausfall des Vorsitzenden hat der stellvertretende Vorsitzende unverzüglich eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Ist die Position des stellvertretenden Vorsitzenden vakant, wird die außerordentliche Mitgliederversammlung vom Kassenwart einberufen.

Wie unter A) beschrieben gibt es derzeit nur einen kommissarischen Kassenwart - muss dieser der Anforderung der Satzung bereits nachkommen oder darf (!) er das erst dann machen, wenn er von der Mitgliederversammlung gewählt worden ist? Und darf er überhaupt nur zur Wahl des Stellvertreters eine Mitgliederversammlung einberufen? Geht es in diesen zwei Sätzen tatsächlich nur um die Wahl des 1. Vorsitzenden oder darf man diese Regelung auch auf den Stellvertreter ausdehnen?

und zum guten Schluß noch C) Das Vereinskonto läuft bei einer Volksbank auf den Namen des früheren Kassenwarts - der sein Amt zum 31.12.2014 niedergelegt hat?

Wie sollte man hiermit verfahren? Gibt es Möglichkeiten das Konto auf den Vereinsnamen umzuschreiben oder sollte man lieber das Konto auflösen und ein komplett neues Konto einrichten, das dann auf den Vereinsnamen läuft?

Solltet ihr weitere Details aus der Satzung zur Beantwortung der Fragen benötigen, liefere ich diese gerne nach.

Besten Dank im Voraus für Eure Anregungen und Informationen! Ein genervtes Vereinsmitglied ...

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