Vorgesungen an der Universität sinnlos?

3 Antworten

Auszug aus meinem Tagebuch:

Das Leben an und in der Universität wäre kalt und steril geblieben, saft- und kraftlos, wenn wir nicht gewesen wären, wir, die Studenten, die Generation, vor der unsere Eltern uns immer gewarnt hatten. (68er-Generation)

Nichts konnte der Lehr-, der Vorgehensweise der Profs etwas anhaben: Sie zogen unreflektiert ihren tradierten, althergebrachten, zur Leblosigkeit erstarrten Stoff durch, hinterfragten nie die Qualität ihrer Vorlesungen – und das, obwohl ihr sträflicherweise verbreitetes Wissen auf die geisteswissenschaftliche Müllhalde längst vergangener Jahrhunderte gehörte:

„UNTER DEN TALAREN DER MUFF VON 1000 JAHREN!“

Zu Beginn des Studiums hätte ich gern eine Liste mit allen Examens-Themen (Germanistik) bekommen. Die hätte ich im stillen Kämmerlein in zwei Jahren abgearbeitet und mich dann zur Prüfung gemeldet, anstatt jahrelang den inhaltlosen, quäääälenden Vorlesungen zuzuhören, bzw. dabei zu dööösen...

Es sei hinzugefügt, dass mein Deutsch-Oberstufen-Unterricht SO HERVORRAGEND war, dass ich fast allein durch ihn eine Basis fürs Examen hatte !!!

pk

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

So schön, wenn Erstsemester nach ein paar Wochen das System revolutionieren wollen und meinen, alles besser zu wissen.

Kein Mensch kann sich zwei Stunden auf einen Vortrag konzentrieren

Sei mir nicht böse, aber das können nun wirklich viele Menschen. Wenn du dir damit schwer tust, müsstest du wohl eher Mal überlegen, ob der Wissenschaftsbetrieb Uni für dich wirklich das Richtige ist.

Recht hast du nur in einem Punkt: Uni-Dozenten sind keine Pädagogen und haben in aller Regel keine didaktische Ausbildung. Der eine kann seinen Stoff eben besser vermitteln, der andere schlechter. Trotzdem sollte es einem durchschnittlich begabten Abiturienten möglich sein, auch einer didaktisch wenig ansprechenden Vorlesung die wichtigen Inhalte abzuringen. Schon allein deshalb, weil diese Inhalte in aller Regel nicht mit einem auch nur ansatzweise vergleichbaren Zeitaufwand selbstständig erarbeitet sind.

 eher Mal überlegen

* mal

Doofe Autokorrektur.

@Jerne79

Zufällig GBoard? Korrigiert mir das auch jedes Mal so hin.^^

@Saftsack19

Yup. Furchtbar nervig. Ich weiß schon, warum ich ungern längere Texte mit dem Tablet schreibe. Wenn man da nicht aufpasst wie ein Schießhund...

@Jerne79

Schonmal SwiftKey versucht? Da scheinen ja viele drauf zu schwören wie sonstwas, ich persönlich komme damit aber null klar, plus es kommt anscheinend nicht mit zusamengesetzten Substantiven klar. Die zwei Tage, die ich es mal ausprobiert habe, hat es von den Korrekturvorschlägen eigentlich aber ganz gut funktioniert, v.a. wenn man wie ich viel in Umgangssprache schreibt.

Wie viel eine Vorlesung bringt, kommt auf das Thema, den Dozenten und deine Auffassungsgabe an.

Grundsätzlich finde ich Vorlesungen aber durchaus sinnvoll, da man die Struktur der Vorlesung beim lernen übernehmen kann und so gezielter lernen kann. Außerdem bekommt man gleich mit, auf was der Dozent wert legt.

Ein Dozent, der eine Vorlesung hält, muss außerdem nicht unterrichten können; eine Vorlesung ist kein Unterricht. Was natürlich nicht heißt, dass jeder Dozent gute Vorlesungen hält, das ist definitiv nicht so, du solltest dir nur klar machen, dass eine Vorlesung nicht nach dem gleichen Prinzip wie Schul-Unterricht funktioniert.

Sich zwei Stunden zu konzentrieren und die Informationen die man bekommt sinnvoll zu filtern, ist durchaus möglich, das lernt man mit der Zeit.

Sich zwei Stunden zu konzentrieren und die Informationen die man bekommt sinnvoll zu filtern, ist durchaus möglich, das lernt man mit der Zeit.

Wenn man das bis zum Abi nicht gelernt hat, ist meines Erachtens eh schon eine Menge schiefgelaufen.

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