vergessene Otto Rechnung-nun Inkassodienst

5 Antworten

Habe hier gerade mit einer ähnlichen Sache zu kämpfen, wobei ich schlichtweg vergessen habe, die Hauptforderung (ca. 40 €) zu zahlen...habe nie eine Rechnung oder Zahlungserinnerung auf irgendeinem Weg bekommen und gig einfach davon aus, dass die Forderung im ELV eingezogen (klar, das hab ich verbockt).

Bin auf keinen Fall bereit, 50,- € Mahnkosten zu zahlen, für Mahnungen, die ich nie erhalten habe!

Die Hauptforderung nebst einer pauschalen Bearbeitungsgebühr werde ich heute wie hier gepostet zahlen, ich würde jedoch zusätzlich zu dem von rainerendres vorgeschlagenen Brief an den DID auch zusätzlich noch ein Schreiben an Otto verfassen...sieht da jmd. ein Problem?

"Sehr geehrte Damen und Herren,

zu meiner großen Verwunderung habe ich gestern ein Schreiben des Deutschen Inkasso-Dienstes erhalten, in dem ich aufgefordert wurde, eine offene Forderung in Höhe von 137,03 € zu zahlen.

Die Hauptforderung wird von mir nicht bestritten, sodass diese nebst pauschalen 15,- € Bearbeitungsgebühren heute von mir auf das Konto der Otto GmbH & Co. KG überwiesen wurde.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich jedoch eine Rechnung oder Mahnung –weder auf dem Postweg noch per e-Mail- von Ihnen erhalten. Daher erscheinen mir die angegebenen Mahnkosten in Höhe von 47,- € doch sehr zweifelhaft.

Eine einfache Erinnerung hätte sofort zur Zahlung geführt, eine Weitergabe an einen Inkassodienst und Verursachung weiterer Kosten war, besonders gemessen an der Höhe der Forderung, nicht angemessen.

Da ich selbst als Rechtspflegerin bei Gericht tätig bin, möchte ich ausdrücklich auf die einschlägige Rechtsprechung hinsichtlich Inkassokosten verweisen und hoffe, dass die Sache hiermit erledigt ist.

Ich bitte höflich um schriftliche Bestätigung hierzu."

Ich habe 3 Jahre in einem gr IB gearbeitet

Die Gebühren sind nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig alledings befindest Du Dich im Verzug

Überweise deshalb jetzt die unstrittige Hauptforderung plus 15 € unangekündigt unter Angabe Deiner Otto Kundennummer direkt auf das Konto von Otto mit dem zusätzlichen Hinweis im Verwendungszweck des Ü Trägers HF 17 plus 15 Mahngebühr

Gegenüber dem Inkassobüro würde ICH wie folgt schriftlich retournieren :

Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück Weitere briefe Ihres hauses sowie Ihres Vertragsanwaltes werdn zu keiner zahlung meinerseits führen. Mit der Kontaktaufnahme per telefon sowie mit der weitergabe meiner daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden

Schläft aufgrund der inkassounfreundlichen rechtsprechung ein

Andere Frage : Der Versand der Ware erfolgte als unversichertes Päckchen bzw unvers Warensendung ??

AG Berlin Mitte vom 01.09.2009 Geschäftsnr. 8 C 118/09) Auch wenn sich der Beklagte zum Zeitpunkt der Beauftragung des Inkassoinstitus am 09.02.2009 in Zahlungsverzug befunden hat, kann die Klägerin Schadenersatz nicht beanspruchen, den der Anspruch ist unter dem Gesichtspunkt des Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht gemäß §254 BGB ausgeschlossen…. Ein Gläubiger darf sich zur Betreibung einer Forderung nur der Mittel bedienen, die der Rechtsverfolgung zweckdienlich sind, wenn er die damit verbundenen Kosten mit Erfolg vom Schuldner ersetzt verlangen will.Ein Inkassobüro verfügt aber nicht über Möglichkeiten, die denen des Gläubigers überlegen wären.

AG Kehl Urteil vom 26.4.2011, 4 C 19/11 ...Nach Auffassung des Gerichts ist die Ersatzfähigkeit von Inkassokosten in einem Fall wie dem vorliegenden generell zu verneinen; allenfalls in besonders gelagerten Ausnahmefällen, z.B. Einziehung einer Forderung, die sich gegen einen im Ausland wohnenden Schuldner richtet, kann etwas anderes gelten (so auch AG Köln, Urteil vom 03.11.2010, 118 C 186/10, Juris, mit Hinweis auf die Rechtsprechung im dortigen LG-Bezirk

AG Köln, Urteil vom 03.11.2010, 118 C 186/10 Inkassokosten sind nach der Rechtsprechung des Amtsgerichts Köln und zahlreicher seiner Berufungskammern des Landgerichts Köln indes grundsätzlich nicht erstattungsfähig . Für eine Ausnahme ist nichts vorgetragen und nichts ersichtlich .

Ja ich denke schon das es unversichert war. Es wurde von mir zumindest nichts anderes veranlasst.

Wennn ich das jetzt einfach ans Ottokonto überweise habe ich ja keinen Verwendungszweck den ich angeben kann. Dann wissen die doch das Geld keiner Forderung zuzuordnen oder? Die genaue Auflistung der Kosten:

Hauptforderung 16,49 Mahnkosten des Auftraggebers 40,00 Inkassovergütung(inkl.Ermittlungskosten) 36,50 Kontoführungsvergütung mtl. 2,05-- 6,15 6,120% Zinsen p.a. bis 26.03.12 0,15 Gesamt 99,29

Was genau ist denn davon jetzt von mir zu bezahlen?

@stella1111

Noch 2 Fragen :

Musstest Du den Erhalt der Warensendung damals schriftlich quitieren ( Unterschrift ) ?

Hast Du schon schriftlich (!) mit Otto oder der Inkassofirma kommuniziert

Das sind Mondgebühren, die nur gefordert werden in der Erwartung, dass "Dumme" die zahlen. Durchsetzbar ist das, zumindest in der Höhe, nicht! Die Inkassos finanzieren den Handel so quer, so dass echte Forderungsausfälle durch völlig überhöhte Zahlungen "ehrlicher und dummer" Käufer kompensiert werden.

Definitiv zahlbar sind:

  • Mahngebühren für Briefe, max. ca. 3€ pro Mahnbrief
  • Gesetzl. Verzugszins, 5% über Basis, ist derzeit nach meiner Kenntnis 5 +0,12 =5,12%, also höchstens einige Cent.
  • Adressermittlungskosten für "unbekannt verzogen", bei Einwohnermeldeamt erfragen. Meist ca. 5-7€.

Inkassogebühren sind strittig, als Obergrenze gelten bei Beträgen bis 300€ ca. 35,70€ entspr. Anwaltsvergütung nach RVG (1,0-Gebühr + 20% Pauschale + MWSt.)

Solche Vorgänge laufen alle computergestützt ab, da werden einmal am Tag die Schuldnerdaten in einer großen Datei ans Inkasso geschickt; der Computer überwacht die Forderungen, schickt vorgefertigte Drohschreiben und veranlasst am Ende auch die gerichtlichen Mahnbescheide. Die Kosten dafür liegen im Centbereich pro Fall; nur, wenn reale Dienste und Materialien benötigt werden (Briefe, Callcenter), wird es etwas teurer. In den Callcentern sitzen auch nur von der ARGE gescheuchte Hotline-Proletarier mit Gehalt wenig über Hartz IV, die überhaupt keine Sachkompetenz oder Entscheidungsgewalt haben, sondern nur auf "immer alles zahlen" drängen, egal, wie überhöht oder ungerechtfertigt eine Forderung sein mag. Eine Sachbearbeitung findet kaum noch statt; meist liest niemand einen Widerspruch wegen ungerechtfertigter Forderungen, so dass einfach stur weiter gemahnt und evtl. nachher geklagt wird.

Es stehen also Kosten von wenigen Euro pro Fall enorme Gewinne gegenüber, so dass man bisweilen schon vermuten kann, dass manche Unternehmen damit mehr Geld machen als mit dem regulären, einvernehmlichen Geschäft.

Hauptforderung und Verzugszinsen sind an Otto direkt zu zahlen. Forderungen des Inkassobüros sind zu ignorieren!

Woher weißt du denn, dass Otto es alte Anschrift geschickt hat???

Wenn du es online gemacht hättest, würdest du (Erinnerungs-) eMail bekommen - falls schriftlich: dann hast du doch deine neue Adresse angegeben, oder?

IRgendwas passt da nicht!

Also die Bestellung habe ich damals online gemacht und die Ware an meine Arbeitsstelle geliefert bekommen. Die Rechnungsanschrift war eine andere. Angeblich soll ich diese nicht geändert haben bei Otto. Habe damals aber schon 2 Jahre in der neuen Adresse gewohnt.

Otto hatte eine gültige Mailadresse und auch eine gültige Telefonnummer.

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