Unfall, wer zahlt Verbandskasten?

5 Antworten

Du hast auf jeden Fall im Rahmen der "Geschäftsführung ohne Auftrag" einen Anspruch gegen den Verletzten - gilt genauso für verschmutzte Kleidung etc.

Wenn ich es vom letzten Ersthelferkurs richtig behalten habe, gibt es auch Ersatz von der gesetzlichen Unfallversicherung.

Hallo,

die entstandenen Kosten (z.B. verbrauchtes Erste-Hilfe-Material. zerrissene Kleidung, zerstörtes Warn-Dreieck...) kann man erstattet bekommen. Es gibt grds. zwei Möhglichkeiten:

- dem Verletzten in Rechnung stellen ("Geschäftsführung ohne Auftrag")

oder

- direkt dem Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherung in Rechnung stellen.

Wenn man als Ersthelfer verletzt wurde, bezahlt die gesetzliche Unfallversicherung die Behandlung und stellt die Kosten dann auch der Haftpflichtversicherung bzw. dem Unfallverursacher in Rechnung.

Wenn man die Kfz-Kenzeichen der Beteiligten hat, kann man hier deren Versicherung erfahren:

 

 

 http://www.gdv-dl.de/anfrageformular-zur-gegn-vers.html

Gruß

RHW

Ja, das ist so!

Theoretisch auch Bergungskosten, Feuerwehr, Arbeitsausfall, Reinigung usw.  Das sind alles Nebenkosten im adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis!

Hilfst du mit deinem Verbandskasten allerdings dem Verursacher, dann wird es richtig kompliziert... am Besten benutzt du dann SEINEN!  :-)

Ja, der Unfallverursacher hat für den enstandenen Schaden aufzu kommen, Dessen Versicherung zahlt auch den einsatz der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

Wenn Du durch den Unfall einen schaden erlitten hast, wird er Dir auch ersetzt, das kann Dein "Erste-Hilfe- Kasten" sein oder ein abgeschossener Feuerlöscher, oder auch Kleidung, die Du Dir bei der Hilfeleistung verschmutzt oder beschädigt hast.

Ich habe vor 5 Wochen auch bei einem Unfall meinen Verbandkasten verbraucht und die Polizei hatte mich gefragt, ob ich die Daten der Versicherung haben wolle, damit diese mir den Verbandkasten ersetzt.

Ich habe abgelehnt, finde das eine "Selbstverständlichkeit". Habe bei A.T.U einen neuen geholt, der hat noch keine 8 EUR gekostet.

Der Unfallverursacher muss für alle Folgeschäden aufkommen. Nur wird meist eine solche Forderung wegen Geringfügigkeit gar nicht gestellt.

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